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Nachrichten

02.10.2026

Luzern und Neuenburg setzen auf E-Voting

Zwei weitere Kantone ermöglichen ihren im Ausland lebenden Stimmberechtigten die elektronische Stimmabgabe: Im Kanton Luzern können diese seit September 2026 per E-Voting an Volksabstimmungen teilnehmen. Der Kanton Neuenburg wiederum wird Auslandschweizer:innen ab November 2026 E-Voting anbieten. Anders als in Luzern müssen sich die im Kanton Neuenburg Stimmberechtigten einmalig anmelden. Genauere Informationen dazu sind auf der entsprechenden Webseite des Kantons Neuenburg zu finden: www.revue.link/ne. Die elektronische Stimmabgabe erleichtert es Auslandschweizer:innen, ihre politischen Rechte wahrzunehmen. Auf postalischem Weg erreichen die Stimmen aus der Fünften Schweiz die Abstimmungsurnen oft nicht rechtzeitig.

(MUL)

«Tempo 30» gerät unter Druck

Der Bundesrat tritt bei «Tempo 30» auf die Bremse: Städte und Gemeinden sind nicht mehr frei, die erlaubte Geschwindigkeit auf «verkehrsorientierten» Strassen ohne weiteres auf 30 km/h zu senken. Sie müssen neu per Gutachten nachweisen, dass dies nicht zu Ausweichverkehr in die Wohnquartiere führt. Diese einschränkende Neuerung trat am 1. Oktober 2026 in Kraft. Sie ist Ausdruck des wachsenden und stark von den Automobilverbänden ausgehenden Widerstands gegen «Tempo 30» (siehe dazu auch die «Revue» 1/2025). Städte und Gemeinden drängen dagegen oft auf diese Form der Verkehrsberuhigung.

(MUL)

Schweiz kauft Munition nun gemeinsam mit der Nato

Die Schweiz will Munition für ihre Armee leichter, rascher und auch günstiger beschaffen können – dies auch wegen der angespannten Sicherheitslage in Europa angesichts des Ukraine-Kriegs. Sie ist deshalb der Nato-Munitionsallianz beigetreten. Weil die 27 an der Allianz beteiligten Staaten Munition gemeinsam einkaufen, sinken die Preise. Der Bundesrat erachtet den Beitritt zur Nato-Munitionsallianz als mit der Neutralität vereinbar: Es handle sich um eine reine Einkäufergemeinschaft und es sei der Schweiz jederzeit möglich, auszutreten.

(MUL)

Schweizer Armee will weniger zivile Einsätze leisten

Im Schweizer Alltag erbringt die Armee viele Leistungen, die nicht militärisch begründet sind. Sie baut etwa Infrastrukturanlagen für Schwingfeste, andere Sportanlässe und für grosse Musikfestivals. Insgesamt 26 000 Diensttage hat die Armee gemäss Recherchen der «NZZ» 2025 für solche zivilen Anlässe geleistet. Dafür gebe es keine Grundlage – und es sei nicht mehr zeitgemäss, urteilt nun die Armeeführung. Die Armee soll künftig wieder stärker auf die Verteidigungsfähigkeit ausgerichtet werden. Obwohl neue Leitlinien des Bundesrats zur Zukunft der Armee diesen neuen Fokus vorgeben, wird über den Richtungswechsel immer noch hart gerungen – und der Alltag schafft seine eigenen Realitäten: So haben im Dürresommer 2026 Armeehelikopter für Bergbauern enorme Mengen an Wasser auf ausgetrocknete Alpen transportiert.

(MUL)

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