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AHV/IV

In der schweizerischen AHV (Alters- und Hinterlassenen- versicherung) sind nicht nur erwerbstätige Personen versichert, vielmehr umfasst sie grundsätzlich die ganze Bevölkerung.

Lebensbescheinigungen: Erleichterter Prozess

Wer eine AHV/IV-Leistung bezieht, musste bisher jedes Jahr der Schweizerischen Ausgleichskasse SAK oder der IV-Stelle für Ver­sicherte mit Wohnsitz im Ausland eine beglaubigte Lebens­bescheinigung zusenden, um die ununterbrochene Auszah­lung der Rente zu gewährleisten. Seit dem 1. Januar 2022 ist dies in den meisten Fällen (abgesehen von einigen wenigen Ausnahmefällen) nicht mehr nötig. Weitere Informationen

Laut Gesetz ist obligatorisch versichert, wer in der Schweiz wohnt oder arbeitet, somit sind auch nicht erwerbstätige Personen versichert. Wer in der AHV versichert ist, ist gleichzeitig auch in der IV (Invalidenversicherung) und der EO (Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende und bei Mutterschaft) versichert.

Die obligatorische AHV ist demnach an den Wohnsitz in der Schweiz gebunden. Sobald Sie in einen EU/EFTA-Staat auswandern, sind Sie (mit einigen Ausnahmen) dem Sozialversicherungssystem des Wohnlandes unterstellt. Wandern Sie in einen Drittstaat ausserhalb der EU/EFTA aus, haben Sie die Möglichkeit, sich bei der freiwilligen AHV/IV zu versichern.

Weitere Informationen zu den Unterschieden und zum Einreichen eines Rentenantrags finden Sie auf unseren Seiten:

Ausnahmen der obligatorischen AHV/IV bei Wohnsitz im Ausland

Es gibt einige Ausnahmen, in denen eine Weiterversicherung in der obligatorischen AHV/IV bei Wohnsitz im Ausland möglich ist. Diese sind vorgesehen für:

Erwerbstätige eines Schweizer Arbeitgebenden

Personen, die in einem EU- oder EFTA-Staat oder als Entsandte in einem Drittstaat für einen Schweizer Arbeitgebenden tätig sind und von diesem bezahlt werden, können jedoch unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin in der AHV/IV/EO und Arbeitslosenversicherung versichert bleiben.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre «Die Schweiz verlassen und in einen Mitgliedstaat der EU/EFTA ziehen» auf Seite 17.

Nicht erwerbstätige Studierende unter 30 Jahren

Nicht erwerbstätige Studierende, die ihren Wohnsitz in der Schweiz aufgeben, um im Ausland einer Ausbildung nachzugehen, können die Versicherung unter gewissen Voraussetzungen weiterführen, und zwar längstens bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 30. Altersjahr vollenden.

Die Versicherung läuft ohne Unterbruch weiter, falls das Gesuch innerhalb von sechs Monaten ab der Aufnahme der Ausbildung im Ausland eingereicht wird. Nach Ablauf dieser Frist kann die Versicherung nicht mehr weitergeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre «Die Schweiz verlassen und in einen Mitgliedstaat der EU/EFTA ziehen» auf Seite 18.

Nicht erwerbstätige Ehepartner von obligatorisch Versicherten in der Schweiz

Der Versicherung beitreten können nicht erwerbstätige Personen im Ausland, deren Ehepartnerin oder Ehepartner bei der schweizerischen AHV/IV obligatorisch versichert ist. Nicht beitreten können nicht erwerbstätige Personen mit Wohnsitz im Ausland, deren Ehepartnerin oder Ehepartner als Grenzgängerin oder Grenzgänger in der Schweiz erwerbstätig ist.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre «Arbeitnehmende im Ausland und ihre Angehörigen».

Weitere Informationen:

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