Innovative Konzepte versuchen, diese Ängste zu entkräften. Sie zeigen, wie man dichter und höher bauen und gleichzeitig Grünflächen schaffen kann. In urbanen Regionen sollen «10-Minuten-Nachbarschaften» entstehen, in denen Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants auf kurzen Wegen erreichbar sind. Dieses Konzept, entwickelt von der ETH und finanziert vom Nationalfonds, soll Kantonen und Gemeinden helfen, das Raumplanungsgesetz umzusetzen.
Keine schnelle Entspannung
In den letzten Jahren entstanden in der Schweiz jährlich 40 000 bis 45 000 neue Wohnungen. Schätzungen zufolge müssten es 30 bis 50 Prozent mehr sein, um Angebot und Nachfrage auszugleichen. Obwohl die Zahl der Baugesuche zuletzt leicht stieg, sieht die Landesregierung keine schnelle Entspannung. Gemeinsam mit Kantonen, Gemeinden sowie der Immobilien- und Bauwirtschaft hat sie einen Aktionsplan mit 30 Massnahmen erstellt.
«Es wird nicht zu wenig gebaut, sondern zu viel eingewandert.»
Fazit der SVP
Diese reichen von effizienteren Bewilligungsverfahren bis zur besseren Nutzung von Bauland. Doch das sind vorerst nur Empfehlungen. Konkreter ist ein Vorschlag des Bundesrats ans Parlament: Ein Fonds, der gemeinnützigen Wohnbauträgern Darlehen erteilt, soll zwischen 2030 und 2034 um 150 Millionen Franken aufgestockt werden. Damit will der Bund den Bau günstiger Wohnungen fördern. Das Parlament entscheidet dieses Jahr darüber.
Mehr bezahlbare Wohnungen und ein Aktionsplan gegen Wohnungsmangel: So will die Regierung der SVP-Initiative zur 10-Millionen-Schweiz den Wind aus den Segeln nehmen. Ob dies die Stimmbevölkerung überzeugt, zeigt sich am 14. Juni.
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