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Echo

11.12.2014

René Burri

Che Guevara, 1963 in Havanna, die Zigarre im Mundwinkel, den Blick hochmütig am Fotografen vorbei gerichtet. Oder Picasso, im Streifenhemd ganz privat im Atelier. Solche Bilder haben den Schweizer Fotografen René Burri weltberühmt gemacht. Sein erstes bekanntes Bild – Winston Churchill in Zürich – schoss er schon mit 13 Jahren. Danach hat er sein «drittes Auge», die Leica, kaum je aus der Hand gelegt. Am 20. Oktober ist René Burri im Alter von 81 Jahren gestorben. Eine Hommage publizierte die «Schweizer Revue» im Oktober 2013.

Kunstmuseum Bern nimmt Erbe an 

Das Berner Kunstmuseum wird den ihm von Cornelius ­Gurlitt vermachten Nachlass annehmen (siehe auch «Schweizer Revue» von August 2014). Der Stiftungsrat hat dies am 24. November 2014 entschieden. Laut einer Vereinbarung mit Deutschland werden jene Bilder, die unter Verdacht stehen, NS-Raubkunst zu sein, zunächst in Deutschland bleiben. Die für den Fall Gurlitt gegründete Taskforce soll die Herkunft der Raubkunst weiter klären. Deutschland verpflichtet sich auch, die Kosten für die Restitution von Bildern zu übernehmen.

Kampf gegen Lohnungleichheit 

Frauen verdienen in der Schweiz immer noch rund 19% weniger als Männer in gleicher Position. Nun will der Bundesrat mit neuen Massnahmen gegen die Lohndiskriminierung vorgehen. Arbeitgeber mit mindestens 50 Beschäftigten sollen alle drei Jahre eine Analyse zur Lohngleichheit durchführen und diese von einer externen Stelle kontrollieren lassen. Dadurch müssen bei Lohnklagen nicht mehr die Frauen den Beweis für die Diskriminierung liefern, sondern der Betrieb muss den Beweis für Lohngleichheit erbringen.

Hohe Auszeichnung für Schweizer Firma 

Der renommierte Bildungspreis Leonardo Award geht 2014 an die Schweizer Firma Bühler AG aus Utzwil. Ausgezeichnet wird sie für ihr multimediales Unterrichtssystem ­«ClassUnlimited». Das virtuelle Klassenzimmer sei «beispielhaft und beeindruckend», heisst es in der Begründung. Es ermöglicht den Lernenden bei Bühler AG, im letzten Lehrjahr an einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt teilzunehmen, ohne den Unterricht ihrer Klasse in der Schweiz zu verpassen. Der Technologiekonzern Bühler AG hat rund 11 000 Mitarbeitende in über 140 Ländern und bildet gegen 500 Lehrlinge aus. 

Traditionen in Unesco-Liste 

Acht Schweizer Traditionen sollen in die Unesco-Liste des immateriellen Kultur­erbes aufgenommen werden. Dies hat der Bundesrat im Oktober beschlossen. 167 Traditionen, von der Aargauer Bachfischt bis zur Zweisprachigkeit in Biel, gelten in der Schweiz als immaterielles Kulturgut. In die Unesco-Liste aufgenommen werden sollen laut Bundesrat: Umgang mit der Lawinengefahr, Uhrmacherhandwerk, Schweizer Grafikdesign und Typografie, Schweizer Alpsaison, Jodel und Basler Fasnacht. 

www.lebendige-traditionen.ch

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