3,5
Den Schweizer Hitzesommer 2026 kann keine aktuelle Zahlenrubrik ausblenden. Im Juni lag die landesweite Durchschnittstemperatur 3,5 °C über der Norm der letzten dreissig Jahre. Im Juli wurde die Norm um 3,2 °C übertroffen. Und im August setzte sich die Hitzewelle fort. In vielen Städten kletterte das Quecksilber so hoch wie seit Messbeginn im Jahr 1864 noch nie. Gleichzeitig fiel in den Sommermonaten markant weniger Regen als sonst üblich. Quelle: Meteo Schweiz
600
Wegen Hitze und Trockenheit stieg die Brandgefahr. Deshalb blieb am 1. August 2026 Feuerwerk fast überall verboten. Und nirgends loderten Höhenfeuer. Gefährdet dies eine ewige Tradition? Nun, seit der Gründung der Schweiz im Jahr 1291 kam das Land 600 Jahre ohne Bundesfeierlichkeiten aus. Erstmals gefeiert wurde der Nationalfeiertag erst 1891. Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz
71
Einen Kaffee – oder ein Bier – mit Nachbarn? Eher nein. 71 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer verabreden sich nie oder nur sehr selten mit Nachbarn. Der Trend zum Rückzug ins Private betrifft auch die Freiwilligenarbeit. Heute geben lediglich 26 Prozent an, sich freiwillig für die Gemeinschaft zu engagieren. 2020 waren es noch 35 Prozent. Quelle: NZZ am Sonntag
830'000
Geht der Schweiz die Freude am Zusammensein ab? Der 12. Juli 2026 lieferte ein anderes Bild. In zahllosen Schweizer Städten verfolgten Zehntausende vor Grossleinwänden Seite an Seite das Fussballspiel Schweiz – Argentinien, – obwohl der Anpfiff um 3 Uhr in der Frühe erfolgte. Insgesamt verfolgten 830'000 Fans das Spiel live. Quelle: Medienportal SRF
900'000
Weit grösser war das Gedränge am 9. August 2026 in der Zürcher Innenstadt: An der weltgrössten Techno-Party – der Street Parade – verwandelten 900'000 bunt aufgetakelte Menschen die Stadt in eine riesige Tanzfläche. Angesichts der Bruthitze war – nebst der Musik – vor allem zweierlei wichtig: Sprühnebel-Anlagen und Riesenduschen, die für Abkühlung sorgten. Quelle: www.srf.ch
Die schönsten Momente von der Street Parade 2026 in Zürich
ZAHLENRECHERCHE: MARC LETTAU
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