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  • Schweizer Zahlen

Kinder kriegen und Haustiere halten in einem reichen Land

06.02.2026 – Marc Lettau

32 000

Eine der Ursachen: In der Schweiz wollen immer mehr Menschen kinderlos bleiben. Fast ein Fünftel gibt an, keinen Kinderwunsch zu haben. Verantwortung tragen, wollen aber viele – und so boomt der Haustiermarkt. Die Schattenseite: Jahr für Jahr werden Hunde, Katzen, Kaninchen, Fische, Vögel zu Tausenden ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben. Allein der Schweizer Tierschutz STS nimmt pro Jahr 32 000 ungewollte Haustiere in Obhut. 
Quelle: Schweizer Tierschutz STS

1,29

Ein leidenschaftlich debattiertes Thema an vielen schweizerischen Stammtischen: Wie bald wird in der Schweiz die Schwelle von 10 Millionen Menschen überschritten? Allerdings wirken die Schweizerinnen derzeit dezidiert dem Bevölkerungswachstum entgegen: Die Geburtenrate ist auf 1,29 Kinder pro Frau gesunken. Ein neuer Tiefstwert. 
Quelle: Bundesamt für Statistik, Erhebung zum Jahr 2024

 

Foto Freepik

7024

Sinkender Kinderwunsch, Trennung vom Haustier: Am Geld alleine kanns nicht liegen. In der Schweiz ist der Medianlohn für einen Vollzeitjob auf aktuell 7024 Franken pro Monat gestiegen. Das müsste ausreichen, um mehr als 1,29 Kinder pro Familie aufzuziehen und sogar noch zwei, drei Meerschweinchen durchzufüttern. 
Quelle: Bundesamt für Statistik, 2025

9%

Oder suggeriert der steigende Medianlohn etwas Falsches? Das falsche Bild, dass es allen sehr gut geht? In einem umfassenden Bericht kommt die Bundesbehörde zum Schluss, dass 9 Prozent der Schweizer Bevölkerung arm sind. Ihr Einkommen liegt unter dem sozialen Existenzminimum. Und der Anteil der Armen sinkt seit zehn Jahren nicht, obwohl sich die Schweiz eigentlich genau dazu verpflichtet hatte. 
Quelle: Bundesamt für Sozialversicherung, 2025

850 000 000 000

Steigt der Medianlohn und bleibt die Armutsrate gleichwohl hoch, dann geht es vielleicht den Gutgestellten nun noch besser? Tatsächlich ist 2025 das Gesamtvermögen der 300 Reichsten in der Schweiz auf 850 Milliarden Franken gestiegen. Ein neuer Höchstwert. 
Quelle: Wirtschaftsmagazin Bilanz, jährliche Erhebung


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