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Militärdienst auf dem Sofa

09.04.2021 – MARC LETTAU

Für 5000 der rund 12 000 Rekrutinnen und Rekruten, die Ende Januar in die Schweizer Armee eingetreten sind, begann die militärische Ausbildung ungewöhnlich: Sie absolvierten die ersten Wochen wegen der Corona-Pandemie zuhause. Für sie hiess dies E-Learning auf dem Sofa statt Drill im Kasernenhof und Eintragen der Kampfstiefel im Wohnzimmer statt auf langen Märschen bei Wind und Wetter. Nach dem sanften Auftakt mussten aber auch die HomeOffice-Rekruten in die Kaserne einrücken.

Die Schweizer Luftwaffe ist jetzt allzeit bereit

Der von der Schweizer Armee geleistete Luftpolizeidienst der Schweiz funktioniert seit Jahresbeginn rund um die Uhr und sieben Tage pro Woche: Zwei bewaffnete Kampfjets sind jetzt permanent einsatzfähig. Das mag als Selbstverständlichkeit erscheinen. Aber bis 2015 standen die Jets lediglich an Werktagen und nur zu Bürozeiten bereit. Das sorgte bei Bekanntwerden für reichlich Spott. Seither wurde die Einsatzfähigkeit schrittweise ausgebaut.

«Exit» schliesst die Fünfte Schweiz nicht aus

Die Schweizer Sterbehilfe-Organisation Exit verzichtet darauf, Schweizer Mitglieder mit Wohnsitz im Ausland auszuschliessen. Sie können weiterhin Exit-Dienste in Anspruch nehmen. Exit hatte im Sommer 2020 angekündigt, nur noch Mitglieder mit Wohnsitz in der Schweiz aufzunehmen und existierende Mitgliedschaften beim Umzug ins Ausland zu löschen. Nach Widerstand seitens der Mitglieder verzichtet Exit auf diese Verschärfung. Mehr zum Thema: SwissCommunity News

Bundesrat will Postfinance privatisieren

Der Bundesrat möchte die Postfinance, ein Tochterunternehmen der staatlichen Post, vollständig privatisieren. Er will damit Postfinance ermöglichen, ins Hypothekengeschäft einzusteigen. Die Privatisierungspläne sind politisch umstritten. Gegner der Privatisierung fürchten, dass dadurch die Post geschwächt werde. Die Schweizerische Post kann ihre breite Grundversorgung im Land unter anderem dank den Gewinnen von Postfinance finanzieren.

EDA will Botschaftsnetz stärken

Die Schweiz will ihre Vertretungen im Ausland stärken: Gemäss Recherchen von Radio SRF plant das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rund 35 Stellen aus Bern in die weite Welt zu verschieben und damit insbesondere Kleinstvertretungen zu stärken. Nach der Einschätzung des Bundesrats hat sich dieses engmaschige Aussennetz gerade im Zuge der Corona-Pandemie bewährt. Allerdings seien manche Vertretungen aber «personell zu wenig durchhaltefähig», schrieb er in seinem letzten Aussenpolitischen Bericht.

BILD: Das vertraute Bild einer Schweizer Rekrutenschule wie hier in Colombier zeigt, wie sehr es beim militärischen Drill ums Stillstehen und Herumrennen geht. Doch 2021 nahmen 5000 Rekruten ihre militärische Ausbildung zunächst zuhause vor dem Bildschirm in Angriff. Archivbild SDA-Keystone (2013)
 

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