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Die Leserschaft erteilt der «Revue» gute Noten und nennt ihr klare Wünsche

04.02.2021 – Marc Lettau

Ein sehr grosser Anteil der Leserinnen und Leser geben der «Schweizer Revue» gute oder gar sehr gute Noten. Viele von ­ihnen haben zugleich klare Vorstellungen, wie sich das Magazin weiter verbessern könnte. Das zeigt die Auswertung ­unserer ­Leserschaftsumfrage.

Welche Eigenschaften zeichnen die «Schweizer Revue» aus? Sie ist glaubwürdig, informativ, berichtet über relevante Themen und sie tut dies politisch ausgewogen und in verständlicher Sprache. So lautet das dominierende Urteil unserer Leserinnen und Leser, das sie während der Leserschaftsumfrage vom Sommer 2020 abgegeben haben. Durchgeführt wurde die Umfrage vom unabhängigen und auf Medien­forschung spezialisierte Forschungszentrum Öffentlichkeit und ­Gesellschaft (FÖG) der Universität Zürich. Eine Qualität sticht laut ­Sozialforscher und Umfrageleiter Jörg Schneider im «Zeugnis» der ­Leserschaft hervor: «Der ‹Schweizer Revue› wird fast ausnahmslos eine hohe Glaubwürdigkeit zugesprochen.»

Die sehr vielfältige, vielsprachige und über den ganzen Globus verteilt lebende Leserschaft fällt ein positives Gesamturteil: 42 Prozent der Leserinnen und Leser gaben die Bestnote «sehr gut» an, 38 Prozent die Note «gut», weitere 17 Prozent sind mehrheitlich zufrieden – und weniger als 3 Prozent kommen zu einem negativen oder sehr negativen Gesamturteil.

Das jedoch ist das grob gezeichnete Bild. Je nach Geschlecht, Alter und Wohnland schwanken die Bewertungen, allerdings meist geringfügig. So sehen zum Beispiel die unter 25-Jährigen und die über 65-Jährigen die «Revue» insgesamt leicht positiver als die Altersgruppen dazwischen. Und Frauen benoten die «Revue» durchwegs etwas besser als Männer. Auch die geografische Distanz zur Schweiz beeinflusst das Gesamturteil: Wer in Südamerika oder Australien lebt, nimmt die «Revue» noch positiver wahr als jene in der EU, dem Hauptverbreitungsgebiet der «Revue».

Frei von Schwächen ist die «Revue» in den Augen ihrer Leserinnen und Leser nicht. Rund ein Zehntel von ihnen findet, die Gestaltung und Bebilderung der «Revue» sei nicht in allen Teilen attraktiv. ­Online-Leser äussern diese Kritik häufiger als Print-Leserinnen. Zwölf Prozent der Leserschaft ist zudem der Meinung, die «Revue» habe ­politische Schlagseite, sei also nicht ausgewogen. Die eine Hälfte ­moniert diesbezüglich, die «Revue»-Redaktion sei zu behörden­nah und ergo zu unkritisch und mutlos. Die andere Hälfte wirft ihr genau das Gegenteil vor: Sie sei zu schweizkritisch, ja geradezu «sozialistisch» agierend. Laut Sozialforscher und Umfrageleiter Jörg Schneider spricht der geringe Anteil der Kritiker und deren Position eher dafür, «dass das kontroverse Feld der politischen Information von der ‹Schweizer Revue› souverän und zufriedenstellend bearbeitet wird».

Was auf der Wunschliste steht

Die Leserschaftsumfrage 2020 macht Erwartungen sichtbar. Zuoberst auf der Wunschliste der Leserschaft steht in inhaltlicher Hinsicht das Thema «Natur und Umwelt»: Dieses Thema möchte das Gros der ­Leserschaft stärker gewichtet haben. Am deutlichsten bringen junge Leserinnen sowie Leser im Seniorenalter diese Forderung zum Ausdruck. Aber auch die Altersgruppen dazwischen erachten «Natur und Umwelt» als das mit Abstand prioritärste Thema, gefolgt von gesellschaftspolitischen Fragen. Als Genre ist es die Reportagen, welche die Leserinnen und Leser gerne noch häufiger anträfen. Zudem ist «Information mit Nutzwert» gefragt: Mehr als ein Drittel der Leserschaft möchte mehr konkrete, verständliche Beratung und mehr Tipps erhalten, und zwar sowohl von der Auslandschweizer-Organisation als auch seitens der Bundesbehörde.

Differenzen zwischen Print und Online

Wer die «Revue» auf Papier liest und wer sie online nutzt, bewertet die Leistungen des Magazins grundsätzlich sehr ähnlich. Und sie äussern sehr ähnliche Erwartungen. Gleichwohl unterscheiden sich die ­beiden  Lesertypen stark: Unter den Printleserinnen und -lesern ist der Anteil der «Intensivnutzer» gross, die sehr viele – oder gar sämtliche – Beiträge lesen und deren Inhalte oft in ihrem privaten und beruf­lichen Umfeld diskutieren. Sowohl Nutzungsdauer wie auch Nutzungs­umfang sind bei der Onlineleserschaft deutlich geringer.

Der emotionale Stellenwert der «Revue»

Die Umfrageergebnisse erklären auch den «emotionalen Stellenwert» der «Revue», also den Nutzen, der über den Informationsgehalt hinausgeht. So geben 70 Prozent der Leserinnen und Leser an, die «Schweizer Revue» verstärke ihre Bindung zur Schweiz. Umfrage­leiter Jörg Schneider: «Dies stellt die wichtigste emotionale Leistung dar.» Zwei Drittel der Leserschaft sehen im Magazin zudem eine Orientierungshilfe, weil es «die heutige Schweiz erklärt».

Die «Revue» für viele die einzige Quelle

Die «Revue» ist ein Medium unter vielen. Allerdings sagen 44 Prozent der Leserschaft, ihr reiche die «Schweizer Revue» grundsätzlich als Informationsquelle über die Schweiz aus. Für 28 Prozent ist sie tatsächlich die einzige Informationsquelle, um sich über das Geschehen in der Schweiz zu informieren. Wer für Informationen über die Schweiz nicht nur die «Revue» liest, greift vor allem auf Online-Angebote von Schweizer Zeitungen und Zeitschriften zu (41 Prozent), liest internationale Medien (39 Prozent), nutzt Swissinfo (19 Prozent) und konsultiert Webseiten von schweizerischen Bundesämtern (11 Prozent).

Einige der in der Umfrage häufig gestellten Fragen werden ­übrigens auf unserer Webseite beantwortet. Für zusätzliche Auskünfte: revue@swisscommunity.org

Die Umfrage in Zahlen

17'000 Leserinnen und Leser haben an der Umfrage der Auslandschweizer-Organisation zur «Schweizer Revue» teilgenommen. Von rund 14'000 Leserinnen und Lesern liegen vollständig ausgefüllte Fragebogen vor. Und 5500 haben sich schriftlich zur offenen Frage «Was fehlt Ihnen in der ‹Schweizer Revue›?» geäussert. Diese Rückmeldungen und die vollständig ausgefüllten Fragebogen bildeten die Grundlage für die Ermittlung des Urteils der Leserschaft und lieferten Rückschlüsse über deren Wünsche für die Zukunft.

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