Menu
  • Briefkasten

Leserbriefe

22.05.2018

Ein 68er fünfzig Jahre danach. Fritz Osterwalder im Gespräch

Als Schweizer, praktisch derselben Generation wie Professor Osterwalder angehörend, aber in England lebend, erinnere ich mich noch gut an die damaligen Ereignisse. In Cambridge drängten wir Ende der 1970er-Jahre die Universität durch Gesuche, Demonstrationen und Besetzungen, eine Kinderbetreuung zugunsten von Mitarbeitenden und Studierenden anzubieten. Die radikale Bewegung war demokratisch, sozialistisch und feministisch. Ich stimme nicht mit Fritz überein, dass, wenn es eine Revolution gegeben hätte, diese undemokratisch, chaotisch und totalitär gewesen wäre. Die Revolutionen in Russland und China erfolgten in Gesellschaften, die von extremer Armut und Unterdrückung geprägt waren, und sie wurden gewaltsam von inneren und äusseren Kräften bekämpft, die anerkannterweise faschistisch waren. Es besteht kein Grund anzunehmen, dass in Europa derselbe Weg verfolgt worden wäre.

Greg Kaser, Grossbritannien

Geheime Ideenfabrik. Der Wasserstoff-Lastwagen aus der Schweiz

Grossartig, dass die Schweizer darauf gekommen sind! Ich weiss, dass Wasserstoff der Kraftstoff der Zukunft ist: Je früher wir möglichst viele wasserstoffbetriebene Fahrzeuge haben, umso besser ist es für die Welt. Ich habe während mehr als 20 Jahren darüber nachgedacht. Jede Ortschaft, Stadt oder Dorf, verfügt ja zwangsläufig über Elektrizität und Wasser. Wasserstoff kann also überall erzeugt werden; er kann zudem ausserhalb der Hauptlastzeiten erzeugt und gespeichert werden. Das Abfallprodukt ist destilliertes Wasser! Und wer hat da etwas dagegen einzuwenden? Wahrscheinlich die Ölgesellschaften, die grössten Umweltverschmutzer überhaupt!

John Bosshard, USA

Interessant, mehr über den Wasserstoffantrieb zu erfahren, dessen Entwicklung durch elektrischen Strom oder Batteriestrom verdrängt worden zu sein scheint. Es sieht aus, als wäre er – wenn wir die anfänglichen Entwicklungs- und Produktionskosten tragen können – die bessere Lösung als die elektrische Batterie, die Probleme für die Zukunft zu schaffen scheint, da die Entsorgung von Altbatterien uns noch immer vor ein enormes Problem stellt.

Moritz Steiger, Grossbritannien

Schade, dass diese Technologie nicht überleben wird, da sie zu kompliziert ist. Man kann sich ja kaum vorstellen dass, so eine Art zu «tanken» zu Hause oder auch auf langen Strecken plausibel ist. Die Technologie und die Infrastruktur sind viel zu teuer – mit Elektrizität verglichen.

Jen le Grand, Kanada

Schweizer Hilfe für Libyen. Eine Million für die Küstenwache

Solange in den afrikanischen Staaten keine oder nur eine geringe wirtschaftliche, soziale und hygienische Infrastruktur besteht, fehlt jegliche Zukunftsperspektive. Und die Leute fliehen dorthin, wo sie sich ein besseres Leben erhoffen. Alles andere sind veilchenblaue Tagträume, hat man doch diesen Kontinent über Jahrhunderte auf Teufel komm raus ausgebeutet, eine richtiggehende Entwicklung vermieden und so weiter. Das heisst im Klartext, Geld, sehr viel Geld in die Hand nehmen und mithelfen, die angesprochene Infrastruktur aufzubauen. Und das, so rasch wie irgendwie möglich, denn die Bevölkerung Afrikas wird sich in den kommenden 40 Jahren verdoppeln. Mir fehlt die Fantasie, um mir vorzustellen, was dann auf merry old Europa zukommen wird.

Erwin Balli-Bautista, Spanien

top