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Nach der Lehre noch studieren?

24.04.2026 – Ruth von Gunten, educationsuisse

Das Schweizer Bildungssystem ist bekannt für seine Durchlässigkeit und ermöglicht flexible Ausbildungswege. Besonders beliebt ist die Berufslehre. Auch danach steht der Weg für ein Hochschulstudium offen.

Berufslehre als Basis und Ausgangspunkt

Rund zwei Drittel aller Jugendlichen in der Schweiz entscheiden sich nach der obligatorischen Schulzeit für eine Berufslehre. Dabei können sie aus rund 250 verschiedenen Lehrberufen wählen, die von technischen Berufen über Gesundheits- und Sozialberufe bis hin zu kaufmännischen oder kreativen Tätigkeiten reichen. Die Berufslehre dauert drei oder vier Jahre und wird mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen. Während der Ausbildung arbeiten die Lernenden in der Regel drei bis vier Tage pro Woche im Lehrbetrieb und besuchen an ein bis zwei Tagen die Berufsfachschule. Sie erwerben auf diese Weise sowohl praktische Kompetenzen als auch theoretisches Fachwissen. Die Lernenden erhalten während ihrer Ausbildung auch einen kleinen Lohn.

Hochschuleigene Werkstätten und Ateliers an Schweizer Fachhochschulen wie an der Fachhochschule Nordwestschweiz ermöglichen den Studierenden das Erlernen von Techniken und praktischem Know-how. Foto Pati Grabowicz, Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel, zvg

Berufsmaturität als Türöffner

Während oder nach der Lehre absolviert rund ein Viertel der jungen Menschen eine Berufsmaturität, welche die berufliche Grundbildung um eine erweiterte Allgemeinbildung ergänzt. Mit ihr können die Absolventinnen und Absolventen an einer Fachhochschule studieren. Wer ein Studium an einer Universität oder einer der Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) anstrebt, kann dies mit der Ergänzungsprüfung Passerelle erreichen.

Studium an einer Fachhochschule

Die Fachhochschulen bieten praxisorientierte Studiengänge in Bereichen wie Technik, Wirtschaft, Gesundheit, Sozialarbeit, Kunst, Gestaltung und Musik an. Wie an den wissenschaftlich-theoretisch ausgerichteten Universitäten gibt es das dreijährige Bachelor-Studium und das darauffolgende Master-Studium von 3–4 Semestern. Einige Studiengänge werden auch auf Englisch angeboten.

Die Zulassung an eine Fachhochschule erfolgt in der Regel nach der Berufslehre und Berufsmaturität. Sie ist aber auch mit einem gymnasialen Abschluss und einem Jahr Praktikum im zukünftigen Studiengebiet möglich. Einige Fachhochschulen bieten auch praxisintegrierte Bachelor-Programme, die vier Jahre dauern.

Ein bewährtes System

Die Kombination aus Berufslehre und darauffolgendem Studium an einer Fachhochschule ist ein Weg, der sich zunehmend als erfolgreich erweist. Einerseits ermöglicht er den jungen Menschen, praxisnah und flexibel in die Berufswelt einzusteigen, und andererseits stehen den Unternehmen gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte zur Verfügung. Dieser Weg steht für Durchlässigkeit, Chancengleichheit und eine starke Verbindung von Theorie und Praxis – und eröffnet vielfältige Perspektiven für die Zukunft.

educationsuisse ist der Dachverband der 17 vom Bund anerkannten Schweizerschulen im Ausland. educationsuisse berät und unterstützt junge Auslandschweizer:innen sowie Schüler:innen der Schweizerschulen im Ausland, die in der Schweiz eine Ausbildung absolvieren möchten.
 

educationsuisse, Ausbildung in der Schweiz
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