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  • Schweizer Zahlen

Das Matterhorn wächst weiter – und wird doch nicht höher

09.04.2021 – Zahlenrecherche: MARC LETTAU

1.5

Das heute 4478 m hohe Matterhorn wächst rund 1,5 Zentimeter pro Jahr. Eigentlich müsste es längst schon 12 000 Meter hoch sein. Nur schmirgeln Wind und Wetter den markanten Berg laufend ab – und zwar um ebenfalls rund 1,5 Zentimeter pro Jahr.

62 000 000 000 000

Aber warum wächst das Matterhorn? Es hebt sich zur Hauptsache in die Höhe, weil vor 18 000 Jahren der dicke Eisdeckel über den Alpen wegschmolz. Weil die einst 62 Billionen Tonnen schwere Eiskappe auf den Alpen heute fehlt, ist die ganze Bergkette leichter und die Erdkruste federt zurück. Darum wachsen die Alpen dort am stärksten, wo die Eiskappe am dicksten war.

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Nicht zuoberst auf dem Gipfel ist die Schweiz als Wirtschaftsstand- ort. Das zeigt eine neue Studie des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW: Unter den 21 untersuchten Industrienationen ist die Schweiz auf den 6. Rang abgerutscht. Vor einem Jahrzehnt lag sie noch auf Rang 2. Negativ bewertet wurde etwa die Regulierungsdichte in der Schweiz.

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Aber Lebensqualität wird nicht allein von der Wirtschaftsfreundlichkeit einer Nation geprägt. Darum sei hier subito ein weiteres Ranking zitiert: Der von den Instituten Fraser (CAN) und Cato (USA) errechnete Index der persönlichen Freiheiten («Freedom-Index») zeigt die Schweiz auf Rang 2 von 162 untersuchten Ländern. Zuoberst liegt Neuseeland. Zuunterst Syrien. Was die Studie auch zeigt: Zwischen persönlicher Freiheit und Wohlstand gibt es durchaus einen Zusammenhang.

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Apropos Wohlstand: Rund ein Viertel der Schweizer Haushalte weist ein Vermögen von null Franken aus. Gut die Hälfte der Haushalte besitzt bis zu 50 000 Franken. Damit wir unter dem Strich auf eine «reiche Schweiz» kommen, braucht es also noch Superreiche: 0,38 Prozent der Haushalte weisen Vermögen von 10 Millionen und mehr aus – und besitzen zusammen gut 30 Prozent des Gesamtvermögens der Schweiz. Was die Corona-Pandemie bis jetzt zeigt: Die ungleiche Verteilung akzentuiert sich weiter.

BILD: Das Matterhorn, von Zermatt aus gesehen. Foto wikimedia commons, 2007
 

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