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Briefkasten

28.07.2014

Ja zur Masseneinwan­derungs-Initiative

Wieder einmal mehr hat Herr Blocher mit seinem Geld eine Initiative nach seinem Gusto durchgebracht. Es wird langsam Zeit, dass die Parteien ihre Buchhaltungen offenlegen müssen wie jeder Arbeitnehmer, Arbeitgeber und jeder Verein. 

Alfred Steiner, Negombo, Sri Lanka

Abwarten

Ich glaube kaum, dass wir uns von der EU sagen lassen müssen, was wir als souveräner Staat zu tun haben. Nun warten wir mal ab, bis die Wahlen zum EU-Parlament beendet sind. Es gibt nämlich immer mehr Bürger in der EU, die mit der Politik des 4. Reichs – der EU – nicht mehr einverstanden sind. 

Klaus Werner Wegmüller, Chonburi, Thailand

Fremdschämen

Die Argumentation der SVP im Vorfeld der Abstimmung ist wieder einmal an den Haaren herbeigezogen. Wohnungsnot in Grossstädten herrscht schon seit Jahrzehnten, man erinnere sich an die grossen Krawalle der Achtzigerjahre, in denen der Slogan «W! W! Wohnigsnot!» durch die Gassen verschiedener Städte hallte. Pendlerzüge waren höchst selten nicht überfüllt, ebenso die Zubringerstrassen zu wirtschaftlichen Ballungsgebieten. Und das alles ohne Personenfreizügigkeit und EU-Verträge. Aber diese Tatsachen werden lieber ausgeblendet. Was bleibt nun übrig nach dieser desaströsen Volksentscheidung? Sich als im Ausland lebender Schweizer ein weiteres Mal für die immer stärker werdende Fremdenfeindlichkeit in seinem Heimatland fremdschämen und hoffen, dass sich die beauftragten Arbeitsgruppen auf beiden Seiten irgendwie noch finden werden, um ein Debakel zu verhindern. 

Marlene Leimbach, Gross-Zimmern, Deutschland

Eine Mehrheit?

Für einmal ein anderer Standpunkt: Mit einer Stimmbeteiligung von 55,8 % und 50,3 % Ja-Stimmen haben eigentlich nur rund 28 % der Schweizer der Masseneinwanderungs-Initiative zugestimmt. 

Jean-Jacques Baumann, Mèze, Frankreich

Picasso und die Prostituierten von Avignon

Ich hatte das Vergnügen, am wunderbaren Werk von Hildy und Ernst Beyeler mitzuwirken. In Ihrem Artikel «Ein Sommerhaus für die Kunst der Moderne» finde ich den Teil über das Picasso-Gemälde «Les demoiselles d'Avignon» seltsam: Die «Calle d'Avignon» in Barcelona war im vergangenen Jahrhundert eine Strasse, in der es viele Prostituierte gab. Sie waren es, die den jungen Picasso inspiriert hatten. Das Gemälde hat nichts mit der Präfektur des Departements Vaucluse zu tun. Eine Strasse in Barcelona trägt lediglich den Namen dieser französischen Stadt.

Jean Darni, Paris, Frankreich

Familienpolitik

Sehr guter, relativ sachlicher Artikel. Die Schlussfolgerung ist jedoch zweifelhaft. Eines stand immer fest: Zum Fortbestand eines Staates braucht es eine Frau! und einen Mann und Kinder, ein Einkommen und mindestens 20 Jahre der Pflege, damit die Kinder in Sicherheit überleben können. Es ist sehr wichtig, dass in einem gesunden Staat die Sicherheit der biologischen Familie gefördert wird. «Arbeitende» (heute «erwerbstätige») Mütter und Väter brauchen, wie schon immer, einen sicheren Ort für ihre Kinder, wenn sie «draussen» arbeiten. Eine Gesellschaft sollte deshalb die Familienpflichten erleichtern. Das ist auch im Interesse des Staates, denn nur so entwickeln sich Kinder zu wertvollen Staatsbürgern. Deshalb braucht es gute Kinderkrippen, die nicht teuer sind (höchstens 10 Franken pro Tag), wie zum Beispiel in Quebec. Viel Glück! 

Kati Lyon-Villiger, Ottawa, Kanada

10 Milliarden für die ­Luftverteidigung 

Verteidigung – gegen wen? Unsere Parlamentarier sollten realisieren, dass wir nicht mehr in der Welt unserer Eltern leben ... Warum nutzt man das Geld nicht für die Bildung und um denjenigen zu helfen, die immer noch Hunger leiden müssen? Wir sollten uns bewusst werden, dass wir Schweizer, obwohl wir zu den Privilegierten gehören, Teil der Menschheitsfamilie sind ... Es ist eine Gewissensfrage ... 

Marcel Thevoz, Stafford Virginia

Masseneinwanderungs-­Initiative

Es hat mich überrascht, dass die Auslandschweizer nicht für eine Beschränkung der Einwanderung waren. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie selbst Einwanderer in dem Land ihrer Wahl sind. Als Auslandschweizer der dritten Generation in Südafrika möchte ich mich entschieden gegen unbeschränkte Einwanderung aussprechen. Wenn der freie Personenverkehr zu einer generellen Verbesserung der Lebensqualität für alle geführt hätte, wäre ich eindeutig dafür. Das ist nachweislich nicht der Fall, in praktisch keiner Region der Welt. Bevor ich Ausländer in mein Haus lassen würde, würde ich sie persönlich stets einer sehr genauen Prüfung unterziehen und ich würde niemals eine dauerhafte Vereinbarung treffen. Übertragen auf die Nationen wäre es absoluter Blödsinn, eine unbeschränkte Einwanderung zu gestatten. 

Michael des Ligneris, Port Elizabeth, Südafrika

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