Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Auslandschweizergesetzes haben wir im Auslandschweizerrat (ASR) 2025 eine erste Bilanz gezogen. Nicht mit Worten, sondern mit Taten – in 13 Ländern fanden Direktwahlen der Delegierten statt. 40 Prozent des ASR sind nun direkt gewählt und 2029 wollen wir 90 Prozent erreichen.
Dieser kleine Schritt für die ASO ist ein grosser Schritt für die Auslandschweizer:innen insgesamt. Der Beweis, dass unsere Online-Direktwahlen funktionieren, wird uns helfen, ein allgemeines E-Voting für alle unsere Mitbürger:innen im Ausland zu fordern. Spätestens bis zu den Nationalratswahlen 2031 in allen Kantonen!
Die technische Durchführung der Wahlen ist aber nicht alles. Die Swiss Community und die traditionellen Schweizer Vereine müssen sich am neuen System beteiligen. Nationale und supranationale Dachverbände müssen funktionieren, um die Wahlen zu organisieren und einen geordneten Wahlkampf zu koordinieren. Ebenso braucht es Kandidat:innen, welche die ASO mit ihren Regeln, mit ihren Stärken und manchmal auch mit ihren Schwächen anerkennen. Es ist in all unserem Interesse, konstruktiv zusammenzuarbeiten, um das Beste für unsere Landesleute im Ausland zu erreichen. Das Arbeitsklima innerhalb des ASR muss sich verbessern, nicht verschlechtern.
Abgesehen von der Gesamterneuerung unseres Rates hatten wir auch viele Änderungen in unserer Organisation mit dem Wechsel in der ASO-Direktion – von Ariane Rustichelli über Lukas Weber zu Daniel Hunziker – sowie dem neuen Chefredaktor der «Schweizer Revue» und dem neuen Leiter des Jugenddienstes. Wir betreten eine neue Ära und ich wünsche allen, dass sie mitmachen und davon profitieren können!
FILIPPO LOMBARDI, ASO-PRÄSIDENT
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