Vincent Ineichen wird Gastkünstler der Kunstresidenz der Fünften Schweiz 2026
Die Stiftung Auslandschweizerplatz gibt mit Freude bekannt, dass die Kunstresidenz der Fünften Schweiz für den Sommer 2026 an den Auslandschweizer Künstler Vincent Ineichen vergeben wurde. Der in Toulouse lebende Bildhauer und Medienkünstler wird im Jubiläumsjahr der Residenz sein skulpturales Konzept in Brunnen und an weiteren Schweizer Standorten realisieren.
In einem zweistufigen Auswahlverfahren prüfte die Jury Bewerbungen von talentierten Auslandschweizer Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Ländern, darunter Frankreich, Italien, Deutschland, Brasilien und Ecuador. Die Jury, bestehend aus Mitgliedern der Stiftung Auslandschweizerplatz, Kunstschaffenden aus der Region und Fachpersonen aus dem Kultursektor, bewertete die Bewerbungen nach Kriterien wie künstlerischer Qualität, Originalität, Themenkompabilität und Umsetzungskompetenz. Vincent Ineichen überzeugte mit seinem durchdachten Konzept und seiner vielseitigen künstlerischen Expertise.
Ineichen, geboren 1996 und aufgewachsen im Süden Frankreichs, lebt und arbeitet seit seinem Studium in Toulouse. Nach einem Bachelor in Kunstgeschichte und Archäologie an der Université Toulouse 2 Jean Jaurès absolvierte er sein Diplôme National d'Art (DNA) und sein Diplôme National Supérieur d'Expression Plastique (DNSEP) mit Auszeichnung an der renommierten École Supérieure d'Art et de Design (ESAD) in Reims. Seine künstlerische Praxis umfasst Skulptur, Fotografie, Video und Installation. Ineichen hat bereits in mehreren Ausstellungen seine Arbeiten präsentiert, unter anderem im Rahmen der vielbeachteten Ausstellung «Ce que la ville oublie» (2025, Reims), über die auch die Presse berichtete.
Jurymitglied und Brunner Künstlerin Veronika Suter fasst zusammen: «Vincent Ineichens kreative Verwendung verschiedener Materialien verbindet Dauerhaftigkeit und Vergänglichkeit mit Geschichte und Gegenwart und schafft so einen lebendigen Bezug zum Ort sowie zu seinen Bewohnerinnen und Bewohner. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und sind gespannt auf die Werke, die in diesem besonderen Jubiläumsjahr entstehen werden.» Der Muotathaler Bildhauer Bernhard Annen, ebenfalls Jurymitglied, ergänzt: «Die Jury hat aus zahlreichen und inspirierenden Bewerbungen eine Entscheidung getroffen. Jede Einreichung brachte eine eigene künstlerische Handschrift, eine individuelle Perspektive und einen besonderen Zugang mit sich, was die Auswahl zu einer anspruchsvollen, aber bereichernden Aufgabe machte.»
Für die Kunstresidenz 2026 hat Vincent Ineichen ein ortsspezifisches skulpturales Konzept entwickelt, das die prähistorische Vergangenheit des Vierwaldstättersees in die Gegenwart holt. Der dreimonatige Aufenthalt bietet ihm die Möglichkeit, sein Werk im Dialog mit der Schweizer Landschaft und der lokalen Bevölkerung zu entwickeln.
Die Kunstresidenz 2026 markiert ein besonderes Jubiläum: Seit zehn Jahren lädt die Stiftung Auslandschweizerplatz alle zwei Jahre junge Auslandschweizer Künstlerinnen und Künstler nach Brunnen ein. Für das Jubiläumsjahr hat die Stiftung ihre Zusammenarbeit mit dem Centro di Cultura e d'Arte Ascona (CCAA) lanciert, einer etablierten Grösse in der Schweizer Kunstlandschaft, das die operative Umsetzung übernimmt. Die Kernphase der Residenz findet zwischen Juni und August in Brunnen am Auslandschweizerplatz statt, weitere Phasen können an Standorten auf dem Furkapass oder in Flims erfolgen. Das öffentliche Begleitprogramm bietet der Bevölkerung Einblick in die künstlerische Arbeit und fördert den kulturellen Austausch.
«Mit dem CCAA als professionellem Partner für die Umsetzung der diesjährigen Residence beschreitet unsere Stiftung im Jubiläumsjahr neue Wege. Nicht nur, dass die Residence zeitlich ausgedehnt werden kann, auch mit der räumlich erweiterten Durchführung des Projekts kommt ein neues Element hinzu. Dies bedeutet für den Künstler eine Ausweitung seiner Erfahrung mit unterschiedlichen Arbeitsorten und mehr Möglichkeiten für seine künstlerischen Entfaltung während der Residence.», so Alex Hauenstein, Präsident des Stiftungsrats.