Nationalrat lehnt Kürzungen bei Auslandschweizerbeziehungen ab
Der Nationalrat lehnte die geplanten Kürzungen der Bundesbeiträge für Auslandschweizerbeziehungen ab. Die ASO/SwissCommunity begrüsst diesen Entscheid und appelliert an den Ständerat, es der grossen Kammer gleichzutun.
Rund 830 000 Schweizer:innen leben ausserhalb der Landesgrenzen und es werden jedes Jahr mehr. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO), SwissCommunity, berät diese Auslandschweizer:innen, informiert und vernetzt sie und vertritt ihre Interessen in der Schweiz. Sie begrüsst es sehr, dass der Nationalrat auf Empfehlung seiner Finanzkommission die vorgeschlagenen Kürzungen bei den Auslandschweizerbeziehungen heute abgelehnt hat.
Nationalrat entscheidet im Sinne der Auslandschweizer:innen
Im Rahmen des Entlastungspakets 27 sieht der Bundesrat eine Kürzung von 0,4 Millionen Franken bei den Auslandschweizerbeziehungen vor. Eine solche Reduktion würde für die ASO einen erheblichen Einschnitt (über 10 %) in ihrem Budget bedeuten, der sich sehr direkt und nachteilig auf die Dienstleistungen für Auslandschweizer:innen auswirken würde. Die Auslandschweizer-Organisation ist deshalb sehr erfreut, dass der Nationalrat heute diese Kürzungen abgelehnt hat. Die grosse Kammer lehnte auch die Streichung des Bundesbeitrags an das SRG-Auslandangebot und die geplanten Kürzungen bei den Schweizerschulen im Ausland ab – und entschied somit ganz im Sinne der Auslandschweizergemeinschaft.
Ständerat wieder am Zug
Insgesamt würden die im Entlastungspaket 27 vorgesehenen Kürzungen die Beziehungen der Schweiz zu ihrer in der ganzen Welt verteilten Diaspora entscheidend schwächen. In den aktuellen geopolitisch unsicheren Zeiten gewinnen solche Beziehungen noch zusätzlich an Wichtigkeit. Es ist daher auch im Interesse der Schweiz, dieses internationale Netzwerk nicht durch Sparmassnahmen aufs Spiel zu setzen. Der Nationalrat hat heute gezeigt, dass er sich der Wichtigkeit dieser Beziehungen bewusst ist und die Kürzungen bei den Auslandschweizerbeziehungen abgelehnt. Die Auslandschweizer-Organisation appelliert nun an den Ständerat, dem Nationalrat zu folgen und ebenfalls auf diese Kürzungen zu verzichten.