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  • Schweizer Zahlen

Unglückliche Bierbrauer, glückliche Steuerbeamte

07.06.2021 – Zahlenrecherche: Marc Lettau

7680

Kochen, backen, essen – und Gewicht zulegen: Die Pandemie liess in der Schweiz den Lebensmittelverbrauch steigen. 2020 gab der durchschnittliche Schweizer Haushalt 7680 Franken für Essen und Getränke aus. Das ist so viel wie noch nie und 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

34 000 000

Wer mehr isst und trinkt, gönnt sich wohl auch mal ein Bierchen mehr? Stimmt so nicht: Weil das Bier in der Beiz über Monate wegfiel, sank 2020 der Konsum deutlich. Hochgerechnet sind 34 Millionen Stangen weniger als im Vorjahr über den Tresen gegangen.

10

Bei einem Bier liesse sich locker über den «aufgeblähten Staat» wettern – über all die Beamten, Polizistinnen, Lehrer et cetera. Wir zählen nach: Insgesamt sind 10 von 100 Beschäftigten im öffentlichen Sektor tätig. Zum Vergleich: In Italien sind es 14, in Grossbritannien 16, in Frankreich 22 und in Schweden gar 29.

56

Schweden? Schweiz? Die beiden Länder werden oft verwechselt. Sind Schweizer Staatsangestellte angesichts des Quervergleichs mit Schweden unzufrieden? Eher nein: Nur 21 Prozent von ihnen würden gerne den Job wechseln. Im privaten Sektor der Schweiz sind 56 Prozent mit ihrem aktuellen Job unzufrieden.

7 160 000 000

Zum öffentlichen Sektor zählen auch Steuerbeamte, nicht aber Steuerflüchtlinge. Weil Schweizer Firmen und Personen recht viel Vermögen im Ausland «versorgen», entgehen dem Land Steuern in der Höhe von 5,68 Milliarden Franken. Die Steuerflucht in umgekehrter Richtung – vom Ausland in die Schweiz – führt aber zu zusätzlichen Steuereinahmen von 12,84 Milliarden. Unter dem Strich bleibt der Schweiz also ein satter Nettogewinn von 7,16 Milliarden…

Die Schweizer Bierbrauer schwimmen im Bier, denn vor allem wegen den geschlossenen Restaurants setzen sie 2020 weit weniger ab. Foto Keystone

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