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Leserbriefe

17.08.2015

Eine Diskussion ist nötig

Die Quintessenz des Artikels von Georg Kohler im Heft vom August ist die Aussage, dass die national-staatliche Demokratie nicht mehr in der Lage sei, allein und ohne Rücksichtnahme auf transnationale Interessen den soliden Boden für eine international akzeptierte Ordnung und Entwicklung zu garantieren. Vor dieser Behauptung muss aber die Frage stehen: Wie entstehen international akzeptierte Ordnung und Entwicklung? In Europa ist dafür die EU zuständig und sie führt gerade vor, wie Entscheidungen in kleinen Zirkeln fallen. Es seien hier nur Griechenland, TTIP und CETA genannt. Beim Problem Griechenland wird das Vorgehen von dem wirtschaftlich stärksten EU-Partner bestimmt, von Deutschland und seiner Kanzlerin. Bei den Problemen TTIP und CETA wird im Geheimen getagt und eine im Prinzip mögliche EU-weite Abstimmung verhindert. Ich bin nicht in der Lage, die beste Lösung vorzuschlagen, aber die schweizerische Methode, die Lösung durch eine Volksabstimmung zu finden, wird mehr Interessen gerecht werden und ist auch international möglich.

Günter Bergerhoff, Bonn

Ärgerlich langsam

Ich finde es ärgerlich, wie langsam das E-Voting vorangetrieben wird. Seitdem ich in Zentralbrasilien wohne, kann ich nämlich nicht mehr abstimmen. Ich erhalte die Unterlagen wenige Tage vor oder sogar erst nach der Abstimmung. Ein Rückversand ist daher ausgeschlossen. Ich kann nicht verstehen, wie die Verantwortlichen so lange an einem System herumdoktern können, ohne es zum Laufen zu bringen. Und wieder einmal kochen alle Kantone ihr eigenes Süppchen, anstatt gemeinsam an einem nationalen Projekt zu arbeiten. Die einzigen Leidtragenden sind die Auslandschweizer, denen dadurch eines ihrer verfassungsmässigen Rechte verwehrt bleibt.

Alain Leuba, Brasilien

Nur ein paar Rattenfänger

Auf keiner einzigen Website der grösseren Parteien in der Schweiz findet man eine Rubrik, wo Auslandschweizer ernst genommen werden oder die uns Auslandschweizer interessieren könnte. Wir existieren einfach nicht! Höchstens ein paar vereinsamte Rattenfänger (Politiker) machen Eigenwerbung zur Wahl im Oktober 2015, aber keiner führt einen Beweis an, was er wirklich für die Auslandschweizer macht. Das ist die Realität!

Dave Dancer, per E-Mail

Zimmerwald und die Schweiz

Ich habe die «Anekdote von Zimmerwald» bereits in einem Werk von Jean Ziegler mit dem Titel «Wie herrlich, Schweizer zu sein» entdeckt. Ich kann das Buch nur empfehlen, denn es regt die Diskussion über die Geschichte der Schweiz an. Ich fände es interessant, wenn die «Schweizer Revue» den Autor interviewen würde.

Robert Gall, Frankreich

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