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Leserbriefe

13.01.2015

Auf der ganzen Welt bekannt 

Schauen wir mal, wie die heutige Welt funktioniert. Ohne gemeinsame Sprache – mindestens Basiskenntnisse der zweiten grossen Landessprache – wird es schwierig werden, künftigen Generationen zu erklären, wie die Schweiz funktioniert. Zudem sind wir Schweizer auf der ganzen Welt für unsere Sprachkenntnisse bekannt; und ich spreche da nicht von Englisch, weil das mittlerweile viele sprechen. Geben wir diesen Vorteil nicht wegen Faulheit auf!

Stephan Bernhard, per E-Mail

Frühenglisch ist überflüssig

Englisch lernt (fast) jeder früher oder später, weil es omnipräsent, prestigeträchtig und nützlich ist. Frühenglisch ist deshalb überflüssig. Unsere Kinder und Jugendlichen sollen zuerst Französisch (bzw. Deutsch) lernen. Das Minimum sind passive Kenntnisse der andern, grossen Landessprache. Den Anspruch, im Welschland Schweizerdeutsch zu sprechen, halte ich für absurd. Wir schreiben unsere Leserbriefe und -kommentare auch problemlos auf Hochdeutsch.

Andreas Ernst, per E-Mail

«Heimvorteil» Sprachenvielfalt

Die Schweizer sollten den Heimvorteil nutzen, um möglichst früh mit Französisch anzufangen. Englisch lernt man sowieso. Ich verdanke dem «Heimvorteil» mit Französisch enorm viel in meiner neuen Heimat Belgien – sowohl beruflich als auch privat und kulturell. Die Schweiz sollte an ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt festhalten, sonst verarmt sie. Die Deutschschweizer sollten, auch wenn sie die absolute Mehrheit im Land sind, nicht auf der faulen Haut liegen. Es lebe das Vorbild der Tessiner und Rätoromanen!

Grazia Berger, per E-Mail

Kann sich die Bevölkerung auch falsch entscheiden?

Ich verbringe jedes Jahr Ferien in der Schweiz. Sie ist das wundervollste Land der Welt. Die Natur ist perfekt, das Essen von bester Qualität, die Transportmittel leicht verfügbar und zuverlässig. Auch der Umgang mit den Schweizern ist meist eine Freude. Das Beste ist aber, dass die Schweizer Bevölkerung über ihre direkte Demokratie die Stärke hat, die Regierung an der Zerstörung der Gesellschaft zu hindern. Darum wird die Schweiz in der ganzen Welt beneidet. Klar wird es auch in der Schweiz Menschen geben, die anderen gerne ihre Meinung aufzwingen würden. Aber zum Glück ist das mit der direkten Demokratie nicht möglich. In meiner Heimat Australien hingegen haben wir eine richtige «Tyrannei der Minderheit». Die Medien, die akademische Welt und die öffentlichen Einrichtungen sind dort vorwiegend linksgerichtet. Die politische Agenda wird streng kontrolliert. Der normale Bürger hat wenig oder nichts in der nationalen Politik zu sagen. Die Folge: Gesellschaft und Wirtschaft werden immer schlechter. Seien Sie deshalb froh über Ihr System und dankbar, dass Sie Ihre Politiker davon abhalten können, eigennützige Entscheidungen zu treffen, die Ihrem Land grossen Schaden zufügen können.

Barry, Australien

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