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02.10.2014

Armut in der Schweiz

590?000 Personen waren im Jahr 2012 in der Schweiz gemäss offizieller Definition arm. Das entspricht laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) einer Quote von 7,7?%. Seit dem Jahr 2007 hat die Quote um 1,6 % abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie allerdings um 0,3 % gestiegen. In der Schweiz gilt als arm, wer als Einzelperson im Monat weniger als 2200 Franken zur Verfügung hat. Besonders von Armut betroffen sind Arbeitslose, hier beträgt die Armutsquote 20­?%; weitere Risikogruppen sind Alleinerziehende (16,5??%) und allein lebende Erwachsene (17,9?%).

Bundesrat gegen bedingungsloses Grundeinkommen

Die Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen gefährdet laut dem Bundesrat in der Schweiz den Gesellschaftsvertrag und die Solidarität, und schwächt die Wirtschaft. Deshalb hat die Landesregierung Ende August entschieden, die Volksinitiative ohne Gegenentwurf dem Parlament vorzulegen. Die Initiative verlangt vom Bund, dass er allen in der Schweiz lebenden Personen ein Grundeinkommen von 2500 Franken monatlich für Erwachsene und 625 Franken für Kinder und Jugendliche zusichert.

Wie sind Einkommen und Vermögen verteilt?

Die Schweiz ist für einen Grossteil der Bevölkerung nach wie vor eine Wohlstandsinsel in Europa. Das steht im Bericht des Bundesrats über die Verteilung des Wohlstands von Ende August. Demnach sind die durchschnittlichen Einkommen in der Schweiz sehr hoch und sie sind in den letzten 10 bis 15 Jahren weiter gestiegen. Die Diskrepanz zwischen den obersten und den untersten Einkommen ist im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich; die Ungleichheiten sind laut dem Bericht seit Ende der 1990erJahre ziemlich stabil.

Standplätze für Fahrende

Für Schweizer Fahrende stehen ab diesem Herbst im Kanton Bern vier neue Durchgangsplätze für ihre Wohnwagen zur Verfügung. Die Angebote sind allerdings provisorisch. Feste Stand- und Durchgangsplätze dürfte es erst in zwei bis drei Jahren geben. Die neuen provisorischen Stand- und Durchgangsplätze befinden sich in den Ortschaften Sumiswald, Interlaken, Rohrbach und Muri bei Bern. Sie ersetzen die Plätze, welche die Städte Biel und Bern den Jenischen Ende April zur Verfügung gestellt hatten, nachdem die Fahrenden ein Areal auf dem Berner Messegelände besetzt hatten.

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