Das Neuste von unserem Partner swissinfo

  • Kurzwellen im Dienste der Schweizer Politik

    Tue, 28 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Ein neues Buch erzählt die Geschichte des Kurzwellendienstes – der Vorgängerin von swissinfo.ch. Die Historikerin Raphaëlle Ruppen Coutaz zeigt in dem Buch, wie die Schweiz mit Hilfe des Radiosenders ihre Haltung im Ausland vertreten konnte. Ein Interview. Das Buch untersucht die internationalen Tätigkeiten der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) sowie im Besonderen Gründung und Anfangszeit des Kurzwellendienstes, der später in Schweizer Radio International umbenannt und inzwischen zu swissinfo.ch umgewandelt wurde. Die Studie konzentriert sich auf die Jahre 1932 bis 1949, eine einschneidende Zeit, in der die Schweiz ausländischer Propaganda widersprechen und mit Hilfe der Kurzwellen die eigene Sicht verteidigen musste. swissinfo.ch: Aus welchen Gründen hat man den Kurzwellendienst gegründet? Raphaëlle Ruppen Coutaz: Ab den 1930er-Jahren war das Radio im Aufschwung. Die Schweiz äusserte in der Botschaft des Bundesrats vom 9. Dezember 1938 über die ...

  • Schweizer erzielt Weltrekord im Rückwärtsskifahren

    Tue, 28 Feb 2017 10:18:00 GMT

    Elias Ambühl aus dem Kanton Graubünden hat einen neuen Weltrekord im Rückwärtsskifahren erzielt: 131, 23 km/h. Der 24-jährige Freeski-Profi erreichte das Tempo auf einer Piste am Weisshorn in der Ferienregion Arosa. Den bisherigen Weltrekord von 128,7 km/h hielt der Norweger Anders Backe seit 2012.    

  • Gewalt gegen Polizeibeamte nimmt stetig zu

    Tue, 28 Feb 2017 08:16:00 GMT

    Nicht nur bei den Ausschreitungen am Wochenende in Bern wurden Polizisten verletzt. Gemäss Kriminalitätsstatistik haben sich Angriffe auf Polizeibeamte seit 2000 fast vervierfacht. Gestern debattierte die kleine Parlamentskammer am ersten Tag der Frühjahrssession eine Motion, die Gewalt gegen Polizeibeamte härter ahnden will. Auslöser der mehrtägigen Proteste in Bern war die gewaltsame Räumung eines besetzten Hauses am letzten Mittwoch. Gegen 20.40 Uhr setzte sich am Samstagabend ein erster Umzug in Bahnhofsnähe in Bewegung, wie die Berner Kantonspolizei in der Nacht auf Sonntag mitteilte. Um einen Weiterzug der Kundgebung in die Innenstadt und allfällige Sachschäden zu verhindern, sperrten die Einsatzkräfte die Zugangswege rund um die Schützenmatte ab. Nach dem Umzug zogen sich die Demonstrierenden gegen 21.00 Uhr auf den Vorplatz des alternativen Kulturzentrums Reitschule zurück. Rund 50 Vermummte errichteten in der Folge Strassenbarrikaden und ...

  • Das Spiel mit Schulden: Staaten geben zu viel Geld aus

    Mon, 27 Feb 2017 13:18:00 GMT

    Kein Land der Welt funktioniert ohne Schulden. Doch Länder wie Griechenland und Italien bescheren Ökonomen schlaflose Nächte. Was bedeutet es, wenn ein Land knietief in der Kreide steht? Weil Steuereinnahmen allein nicht ausreichen, um Strassen, Spitäler und Schulen zu bauen, stellen Länder Staatsanleihen aus, um sich Geld von den Finanzmärkten zu leihen. Doch einige Ökonomen befürchten, dass die Welt von einem immer grösseren Schuldenberg abhängig wird – bis es zu spät sein könnte. Für die Europäische Union (EU) liegt die sichere Grenze bei nicht mehr als 60% der jährlichen Wirtschaftsleistung eines Landes. Viele Länder aber haben dieses Mass bei weitem überschritten. Die Schweiz, die nicht EU-Mitglied ist, gehört gemäss Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einigen wenigen Ländern Europas, die unter dieser Limite liegen. Wie der untenstehenden Grafik zu entnehmen ist, sind die am meisten verschuldeten Länder grösstenteils "reiche" Volkswirtschaften.

  • Schweizer ist Marktführer im Geschäft mit Pässen

    Mon, 27 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Der Jurist Christian Kälin handelt mit Staatsbürgerschaften. Das Geschäft floriert. Damit das so bleibt, ist der Zürcher an allen Fronten aktiv. Zur Primetime hatte er seinen Auftritt im amerikanischen TV. Der Zürcher Jurist Christian "Chris" Kälin. Das Nachrichtenmagazin "60 Minutes" widmete dem Passhändler kürzlich eine Reportage. "Sie haben wahrscheinlich mehr als eine Kreditkarte?" fragt der 45-jährige Schweizer den verdutzten CBS-Reporter Steve Kroft. Falls eine Kreditkarte mal nicht funktioniere, so müsse man eine zweite zur Hand haben. Und genau so sei es doch auch mit Reisepässen, meint Kälin in der Sendung. Staatsbürgerschaften gegen Geld sind Kälins Business. Dafür tanzt der Zürcher auf vielen Hochzeiten. Als Präsident der Kanzlei Henley & Partners (HP) berät er Regierungen und Superreiche. Zudem vertritt er als Generalkonsul die Interessen des karibischen Zwergstaats St. Kitts und Nevis. Dass Kälin den Inselstaat in der Eidgenossenschaft repräsentiert, ...

  • Was wird gegen Zwangsheiraten getan?

    Sun, 26 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Als Jasmin D., eine junge Frau tamilischer Herkunft, mit einer Zwangsheirat konfrontiert war, fand sie bei der Stadtverwaltung Bern Unterstützung. Die Anfragen um Beratung, vor allem von minderjährigen Opfern, steigen im ganzen Land. Der Berner Ansatz könnte als Modell dienen. Die damals 17-Jährige weigerte sich, einen Mann in Indien zu heiraten. Sie hatte einen Freund, der war auch Tamile, stammte jedoch aus einer anderen Kaste. Ihr Vater bedrohte sie. Darauf entschied sie sich, ihr Zuhause zu verlassen und holte sich bei den Stadtberner Behörden Unterstützung. Die Kontrollsucht des Vaters hatte während ihrer Pubertät begonnen. "Es war eine Terrorkampagne ohne Ende. Ich wusste nicht mehr, wer er war." Jasmins Geschichte ist in der Schweiz nicht einzigartig. Die Fachstelle Zwangsheirat, eine Organisation, die sich in der ganzen Schweiz für die Beseitigung von Zwangsheiraten einsetzt, befasste sich zwischen 2005, als sie ihre Arbeit aufnahm, und 2016 mit 1702 Fällen ...

  • Ein grenzenloses Vergnügen

    Sat, 25 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Das närrische Treiben verbindet die deutsche/schweizerische Zwillingsstadt Laufenburg seit Jahrhunderten. Es handelt sich um einen einzigartigen Anlass. Als Teil der schwäbisch-alemannischen Fasnacht ist Laufenburg im Jahr 2014 ins immaterielle Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden. "Das Echo meiner Schritte auf den Pflastersteinen der Laufenburger Altstadt begleitet mich durch die Gassen. Es ist fünf Uhr morgens, dunkel und kalt. Ich bin alleine unterwegs, von Ferne höre ich das monotone, rhythmische und metallische Klirren der 'Tschättermusik'. Die unheimliche Musik wird immer lauter, bis ich mitten im Umzug stehe, in dem die Fasnächtler neben mir auf alte Pfannen, gebrauchte Sägeblätter und andere metallene Objekte einschlagen. Es ist Donnerstag, der '3. Faissen'. Der Tag der offiziellen Eröffnung der Fasnacht." (Fotos und Text: Thomas Kern)

  • Ist der UNO-Menschenrechtsrat gegen Populismus gewappnet?

    Fri, 24 Feb 2017 15:30:00 GMT

    Es sind düstere Zeiten, in denen nächste Woche die 34. Session des UNO-Menschenrechtsrats in Genf beginnt: Freiheiten werden weltweit vermehrt eingeschränkt, sogar in den etablierten Demokratien. Diese Tendenz könnte das Menschenrechtsorgan der Vereinten Nationen schwächen. "Wir leben in einer Zeit der Ungewissheit und der Unsicherheit. Wir wissen nicht, wohin die Welt geht", sagt Valentin Zellweger, der sich für die Ständige Mission der Schweiz bei der UNO in Genf um die Menschenrechte kümmert. Gewisse Akteure (wie China, Anm. d. Red.) gewinnen zunehmend an Gewicht. Wir haben eine neue US-Administration. Diese Session des UNO-Menschenrechtsrats wird uns vielleicht als Orientierung dienen, damit wir besser verstehen, in welche Richtung die Debatten künftig gehen werden", so der Botschafter. Die Menschenrechtsaktivisten sind beunruhigt: Im Eiltempo infiziere der krankmachende Populismus zahlreiche Regionen der Welt, sagte UNO-Menschenrechtskommissar Said Raad ...

  • Kein Stimmrecht für Auslandschweizer? Das sind die Reaktionen unserer Community

    Fri, 24 Feb 2017 13:00:00 GMT

    Ein Tweet schlägt hohe Wellen. Darin fordert Claudio Kuster, politischer Sekretär von Ständerat Thomas Minder (parteilos, Schaffhausen): "Auslandschweizer sollten kein Stimmrecht haben." Das nahmen wir zum Anlass, unsere Community um ihre Meinung zu bitten. Wie der nachfolgende Auszug zeigt, wurde die Debatte sehr engagiert geführt. Mit diesem Tweet hat alles angefangen: Claudio Kuster bezieht sich dabei auf das teils klar abweichende Stimmverhalten der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zum endgültigen Abstimmungsresultat.  Es ist eine Forderung, die immer wieder auftaucht – letztes Mal bei der Abstimmung zur Revision des Radio- und TV-Gesetzes (RTVG). Damals twitterte Florian Schwab (Journalist, Weltwoche): Das Aufflammen dieser Forderung nahm swissinfo.ch zum Anlass, die User zu fragen, was sie davon halten. Auf Instagram – dessen Account spezifisch auf die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ausgerichtet ist – fielen die ...

  • Der Obdachlosenpfarrer

    Fri, 24 Feb 2017 12:00:00 GMT

    Er gilt als der bekannteste Pfarrer der Schweiz: Ernst Sieber, der sich seit Jahrzehnten für Arme und Randständige einsetzt, beseelt von der Vision einer solidarischen und gerechteren Welt. Nun feiert der Obdachlosenpfarrer seinen 90. Geburtstag. Für Randständige ist Sieber eine Vaterfigur. Schon Anfang der 1960er-Jahre rüstete er einen Bunker zu einem Heim für Obdachlose um. In den 1980er-Jahren trat er als nationaler Mahner gegen das Drogenelend auf dem Zürcher Platzspitz auf. Kein anderer setzte sich so intensiv für Drogenabhängige ein. Von 1991 bis 1995 sass er für die Evangelische Volkspartei (EVP) in der grossen Parlamentskammer. Im Laufe der Jahre baute Sieber drei Dutzend Projekte auf. Zu den besten Zeiten umfassten seine Sozialwerke therapeutische Lebensgemeinschaften, Notschlafstellen und Begegnungszentren in vier Kantonen mit 215 Mitarbeitenden. Um die Jahrtausendwende kam seine Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber in wirtschaftliche Schieflage, Ende 2004 drohte ...

  • "One man, one vote" – nicht in der Schweiz

    Fri, 24 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Donald Trump ist zum amerikanischen Präsidenten gewählt worden, obwohl er drei Millionen Stimmen weniger erhielt als seine Konkurrentin Hillary Clinton – der Föderalismus macht dies möglich. Auch in der Schweiz haben Stimmen je nach Kanton teils völlig unterschiedliches Gewicht. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Gross war die Aufregung nach der Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten, als bekannt wurde, dass seine unterlegene Konkurrentin Hillary Clinton knapp 2,9 Millionen Stimmen mehr erzielt hatte. In den föderalistischen USA ist das Elektorensystem für dieses Kuriosum verantwortlich: Bevölkerungsarme Staaten haben mehr Elektoren pro Einwohner als bevölkerungsreiche (meist urbane) Staaten. Damit soll die ländliche Bevölkerung vor der Übermacht der Zentren geschützt werden. Auch die Schweiz kennt föderalistische Schutzmechanismen. Hier sind es zwei Elemente, die den ...

  • Karikatur der Woche

    Fri, 28 Oct 2016 07:00:00 GMT

    Die Zeichnerin Marina Lutz wirft in ihrer wöchentlichen Karikatur auf swissinfo.ch einen Seitenblick auf ein aktuelles Thema. Sie arbeitet für verschiedene Schweizer Medien als Karikaturistin, darunter das führende Satiremagazin Nebelspalter. Darüber hinaus hat sie schon mehrere Preise gewonnen, etwa am internationalen Comix-Festival Fumetto in Luzern.

  • Drei erdähnliche Planeten entdeckt

    Thu, 23 Feb 2017 10:38:00 GMT

    Was für eine Entdeckung! Ein Mini-Sonnensystem mit einem Zwergstern und sieben Planeten in der Grösse der Erde, von denen drei möglicherweise bewohnbar sind. "Trappist-1" erregt seit gestern grosses Aufsehen. "Die Wahrscheinlichkeit, auf diesen Planeten Leben zu finden, ist grösser als auf dem Mars", sagte der französische Astrophysiker Amaury Triaud – der an der Genfer Sternwarte doktorierte und inzwischen in Cambridge arbeitet – gegenüber dem französischsprachigen Schweizer Fernsehen RTS. Sein Schweizer Kollege Didier Quéloz, der ebenfalls an der Universität Cambridge arbeitet, widerspricht ihm nicht. Der Entdecker (zusammen mit Michel Mayor) des ersten Exoplaneten im Jahr 1995 ist fest davon überzeugt, dass der chemische Prozess des Lebens überall im Universum existiert. Und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass sich auch auf einem der drei Planeten des Systems Trappist-1 Leben entwickelt hat. Die Frage ist bloss: Bis zu welchem Evolutionsstadium? Man weiss es ...

  • Familienmitglieder helfen Schweizer Politikern

    Thu, 23 Feb 2017 09:33:00 GMT

    Gegen den französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon wird ermittelt, weil seine Frau als parlamentarische Mitarbeiterin jahrelang Lohn bezog – angeblich ohne zu arbeiten. In der Schweiz können Parlamentarier problemlos Familienmitglieder beschäftigen. Schweizer Parlamentarier bekommen jährlich eine Pauschale von 33'000 Franken für Personal. Grundsätzlich können sie mit diesem Geld auch Familienmitglieder beschäftigen. "Erfahrungsgemäss werden für Assistenzaufgaben auch Familienmitglieder eingesetzt", heisst es bei den Parlamentsdiensten. Ob Angehörige für ihre Dienste auch bezahlt werden oder nicht, entzieht sich der Kenntnisse des Bundes. Er wird über allfällige Anstellungsverhältnisse nämlich nicht informiert. Doch das ist in der Schweiz kein Problem: Das Geld bekommen die Parlamentarier so oder so. Sie können damit machen, was sie wollen. Mit anderen Worten: Übertragen auf die Schweiz wäre es egal, ob Frau Fillon als parlamentarische Mitarbeiterin ...

  • Luzerner Fasnacht

    Thu, 23 Feb 2017 12:33:00 GMT

    Die Luzerner Fasnacht beginnt jeweils am "Schmutzigen Donnerstag" um 5 Uhr morgens mit dem "Urknall". Etwa 16'000 Feiernde und Schaulustige – viele von ihnen in Kostümen und Masken – machen die engen Gassen der Altstadt unsicher. Impressionen von der diesjährigen Fasnacht.

  • "In der Schweiz würde man nicht einen Bruchteil dessen akzeptieren, was in Eritrea passiert"

    Thu, 23 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Trotz vieler Versprechungen hat die Regierung in Eritrea ihre Politik der Einschüchterung nicht geändert. Willkürliche Verhaftungen und Hinrichtungen seien nach wie vor an der Tagesordnung. Diese Auffassung vertritt der eritreische Priester Mussie Zerai, der sich unermüdlich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzt. Er spricht von einem "politischen Rassismus" in Bezug auf Personen, welche die Ansicht vertreten, dass bestimmte Völker nicht die vollständigen demokratischen Rechte benötigten.  swissinfo.ch: In der Schweiz, aber nicht nur hier, ist die Auffassung verbreitet, dass die Situation in Eritrea gar nicht so gravierend sei wie häufig behauptet. Was meinen Sie? Mussie Zerai: Die UN-Menschenrechtskommission hat einen 500 Seiten starken Bericht über die Situation in Eritrea erstellt. Dort spricht man explizit von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese Dinge geschehen tatsächlich, es sind keine Erfindungen. Wer die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in ...

  • Von der Schweiz finanziertes Händewasch-Projekt in der Kritik

    Wed, 22 Feb 2017 15:30:00 GMT

    Händewaschen in Indien zur Gewohnheit machen: So lautete das Ziel einer grossen Hygienekampagne in Form eines Wanderfestivals, welche die Schweiz mit über einer Million Franken unterstützte. Das Projekt zeigte aber wenig Wirkung. Zu diesem Fazit kamen die Autoren einer Studie. "Tatti" steht umgangssprachlich für "Scheisse" in Hindi. "Tatti" war auch der Name eines Liedes, das den Wettbewerb der Nichtregierungsorganisation WASH United gewann. Die Komponisten des besten Hygiene-Songs nahmen rund 1500 Franken Preisgeld mit nach Hause. Der Wettbewerb war Teil des Wanderfestivals "Yatra", ein von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziertes Hygiene-Projekt. "Yatra" zog während rund 50 Tagen durch sechs indische Städte und unterhielt die lokale Bevölkerung mit Bollywood-Tänzen und Spielen. Ziel: Die Menschen dazu ermuntern, ihre Hände zu waschen, um so die Übertragung von Krankheiten wie Durchfall zu verhindern. Schätzungen ...

  • Papierlose profitieren von Amnestie

    Wed, 22 Feb 2017 15:05:00 GMT

    Der Kanton Genf startet ein Programm, das illegalen Einwanderern zu Aufenthaltsbewilligungen verhelfen soll. Ziel ist es, gesetzeswidrige Anstellungsverhältnisse zu bekämpfen. Profitieren von der Amnestie können einige Tausend Personen, die bereits während mindestens zehn Jahren in Genf gelebt haben. Bei Familien mit Kindern im Schulalter reichen sogar fünf Jahre. Dies sagte Pierre Maudet, Vorsteher des kantonalen Genfer Departements für Sicherheit und Wirtschaft. Die Aufenthaltsbewilligung, ein so genannter B-Ausweis, ist während fünf Jahren gültig und kann verlängert werden. "Die Bewilligung ist auf illegale Einwanderer ausgerichtet, die ein normales Leben führen" sagte der freisinnige Politiker an einer Pressekonferenz weiter. Es wird geschätzt, dass in der ganzen Schweiz etwa 73'000 so genannte Sans-Papiers leben, davon etwa 13'000 in Genf. Viele von ihnen stammen aus Südost-Europa oder den Philippinen und sind illegal als Hausangestellte beschäftigt. Das ...

  • Russische Revolution vor 100 Jahren: Auch in der Schweiz ein Thema

    Wed, 22 Feb 2017 12:34:00 GMT

    In der Schweiz wird das 100-Jahre-Jubiläum der beiden russischen Revolutionen gross gefeiert – mit verschiedenen Ausstellungen. Dabei geht es etwa auch um die Geschichte einer komplexen Verflechtung der beiden Länder in der Ära der russischen Revolutionen. Hier fünf Fakten aus der Geschichte der russisch-schweizerischen Beziehungen, die wenig bekannt sind. 1. Erste Kontakte bereits im 17. Jahrhundert Bereits 1667 nehmen die Republik Genf und die Moskauer Kanzlei für auswärtige Angelegenheiten offizielle Beziehungen auf. Zar Iwan V. tauscht mit der Genfer Regierung offizielle Gesandte aus. Das interessante Werk von Michail Schischkin, "Die russische Schweiz", berichtet über die Beziehungen von Russen zur Schweiz im 17. und 18. Jahrhundert. So schreibt Schischkin, dass es die hohe Gesellschaft war, die besonders Genf wegen dessen ausgezeichneter Akademie grosse Beachtung schenkte. "Die strengen Sitten der Stadt Calvins, der hohe Wissenstand der Professoren und die ...

  • Setzt die Schweiz das Dublin-Abkommen zu rigoros um?

    Wed, 22 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Die Schweiz schickt viele Asylsuchende nach Italien zurück, obwohl diese dort nie registriert wurden. Das geht aus einer statistischen Untersuchung von swissinfo.ch hervor. Die grafische Analyse belegt die harte Anwendung des Dublin-Abkommens durch die Schweiz. "Die Schlepper sagten mir: 'Wenn Du Dir die Fingerabdrücke in Italien nicht nehmen lässt, kannst Du weiter Richtung Norden reisen.' Ich wollte in die Schweiz, weil dort mein Bruder mit seiner Familie lebt", erzählt Semere*, ein etwas über 20-jähriger Flüchtling aus Eritrea. "Deshalb bin ich abgehauen, sobald ich in Sizilien festen Boden unter meinen Füssen hatte. Ich nahm den Zug bis Chiasso und beantragte Asyl. Ich dachte, ich hätte alles 'richtig' gemacht, stattdessen teilten mir die Behörden ein paar Monate später mit, ich müsse nach Italien zurückkehren." Eurodac erlaubt EU- und EFTA-Ländern, Asylsuchende zu identifizieren. Anhand von Fingerabdrücken können die Migrationsbehörden feststellen, ob eine ausländische ...

  • Ein "unrealistischer" und "unmoralischer" Vorschlag

    Wed, 22 Feb 2017 09:15:00 GMT

    Statt Mauern zu bauen und die Grenze zu schliessen, sollten westliche Länder es Asylsuchenden und Migranten erlauben, legal in der Schweiz zu kommen. Unter welcher Bedingung? Sie müssten eine Gebühr von mehr als 9000 Franken bezahlen. Dieser Vorschlag von zwei Schweizer Ökonomen überzeugt weder die Rechte noch die Linke. Zahlen für ein Asylgesuch? Diesen bereits im Frühling 2016 präsentierten Vorschlag haben die beiden Ökonomen Bruno S. Frey und Margit Osterloh am Wochenende erneut in der NZZ am Sonntag vorgestellt. Cédric Wermuth, Vizepräsident der Sozialdemokraten, verurteilt die Idee: "Vielmehr sollten wir bei den westlichen Ländern oder multinationalen Unternehmen für einen finanziellen Beitrag anklopfen. Sie haben schliesslich während Jahrhunderten Kriege provoziert und eine hungrige lokale Bevölkerung hinterlassen, indem sie ihr das kapitalistische System aufzwangen. Wer ist verantwortlich für das Chaos in Libyen oder Syrien? Sicherlich nicht die Flüchtlinge." ...

  • Schweiz will mit TV-Serie Nigerianer von Einreise abhalten

    Tue, 21 Feb 2017 15:41:00 GMT

    Die Schweiz finanziert eine nigerianische TV-Serie, die afrikanische Migranten über die Risiken der Überfahrt nach Europa informiert und mit dem Mythos der Schweiz als Eldorado aufräumen will. Das Projekt kostet 450'000 Franken. Ob es wirkt, ist zweifelhaft. Das Leben in der Schweiz ist hart. Das spürt der junge Nigerianer Joshua. Er erhält kein Asyl und lebt illegal hier. Seine Geschichte wird in der TV-Serie "The Missing Steps" erzählt, eine Koproduktion der Schweiz und Nigerias im Rahmen der Migrationspartnerschaft. Die Serie hat nämlich ein klares Ziel: nigerianische Migranten von der Einreise in die Schweiz abhalten. Lukas Rieder vom Staatssekretariat für Migration (SEM) erklärt gegenüber SRF: "Wir möchten objektive Informationen über die Migration liefern. Wir wollen zeigen, dass die Überfahrt mit Gefahren verbunden ist, dass die Chance auf Asyl sehr klein ist. Und dass das Leben als Sans-papier in der Schweiz kein gutes Leben ist." Die Kosten für die TV-Serie ...

  • Quiz gibt Hilfe für Alltagsleben in der Schweiz

    Tue, 21 Feb 2017 14:01:00 GMT

    Warum haben Abfallsäcke in der Schweiz unterschiedliche Farben? Wo kann man Sport machen und was muss man wissen, wenn man in der Schweiz einen Job sucht oder zur Schule geht? Das sind einige der Fragen, mit denen Neuankömmlinge in der Schweiz konfrontiert sind. Eine neue App von swissinfo.ch und der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) liefert Antworten in Form eines interaktiven Quiz-Spiels und vielen Links. Die App heisst "Together" und kann kostenlos im Apple und Google Play Store heruntergeladen werden. Sie ist bisher in sieben Sprachen verfügbar: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Arabisch. Mit der App können die User ihr Wissen testen, neue Informationen erfahren und andere Spieler herausfordern. Das Quiz umfasst 10 Kategorien, von Arbeit bis zu Sehenswürdigkeiten. Die Informationen können geteilt oder für später gespeichert werden. Die App enthält mehr als 300 Fragen. In den nächsten Wochen und Monaten ...

  • "Die Investitionsbereitschaft muss sich erhöhen"

    Tue, 21 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Eigentlich wollte David Ruetz Diplomat werden. Als Leiter der weltgrössten Tourismusmesse, der ITB Berlin, ist der Schweizer diesem Ziel recht nah gekommen: 186 Nationen haben sich zur 51. ITB im März angemeldet. Darunter auch die Schweiz mit ihren ganz eigenen Herausforderungen. Noch liegt das Messegelände im tiefen Westen der Stadt unwirtlich und zugig im Berliner Wintergrau. Bald werden hier in den Hallen Tourismusvertreter aus aller Welt die Schönheiten ihrer jeweiligen Heimat anpreisen. Wie "eine spannende Weltreise" sei ein Tag auf der ITB für die Besucher, sagt Ruetz. Für das Fachpublikum bedeuten Messen jedoch harte Arbeit: An den Ständen schliessen Reiseveranstalter Verträge ab, buchen Hotelkontingente sowie Flugkapazitäten und informieren sich über neue Regionen, die es für ihre Kunden zu entdecken gilt. Allein der Auftritt der Türkei in Berlin erstreckt sich in diesem Jahr über die Grösse von fast zwei Fussballfeldern. Das Land setzt alles ...

  • Dem Wolf im Labor auf der Spur

    Mon, 20 Feb 2017 12:00:00 GMT

    Seit gut 20 Jahren gibt es vereinzelt wieder Wölfe in der Schweiz. Trotz dieser langjährigen Präsenz ist die politische und mediale Debatte über die Wölfe nicht verebbt. Dabei ist es nach wie vor schwierig, die genaue Anzahl und die Bewegungsmuster dieser Wildtiere zu kennen. Es ist äusserst schwierig, Wölfe direkt zu beobachten. Und es ist praktisch unmöglich, sie zu fangen. Um die Entwicklung der Wolfspopulationen zu verstehen, muss man sich auf Spuren nichtinvasiven Ursprungs verlassen (Speichel, Kot, Haar, Urin, usw.) und diese Proben gentechnisch analysieren. Diese schwierige Arbeit wird seit über 15 Jahren von Luca Fumagalli, Direktors des „Laboratoire de Biologie de la Conservation“ an der Universität Lausanne (Labor für Umweltschutzbiologie), und seinem Team ausgeführt. Dieses Labor hat ein entsprechendes Mandat vom Bundesamt für Umwelt (Bufa). Der Verein Kora http://www.kora.ch/ in Bern (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in ...

  • Praktikanten in Genf beteiligen sich an globalem Protest

    Mon, 20 Feb 2017 14:00:00 GMT

    Etwa 100 Personen haben am europäischen Hauptsitz der UNO in Genf gegen unbezahlte Praktika demonstriert. Auch in Brüssel, Wien, New York und Washington gingen Praktikanten und deren Unterstützer auf die Strassen, um auf diese gängige Handhabung aufmerksam zu machen. Sie arbeiten als Praktikanten und Praktikantinnen bei der UNO, einer internationalen Agentur oder einer Nichtregierungsorganisation in Genf: Am Montag forderten sie auf dem Place des Nations vor dem UNO-Sitz Zugang zu fairen "Qualitäts-Praktika". Unterstützung erhielten sie von anderen Angestellten, Gewerkschaften und Studenten und Studentinnen. Ich bin hier, um meine Solidarität gegenüber jenen auszudrücken, die heute nicht hier sein können", sagt Jamie. Er ist 22 Jahre alt und kommt aus Grossbritannien. In Genf absolviert er zurzeit ein dreimonatiges Praktikum bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO). "Wir müssen uns Gehör verschaffen", sagt er. Es gehe auch darum zu zeigen, dass das Anliegen von ...

  • "Erdogan will auch in der Schweiz ein Exempel statuieren"

    Mon, 20 Feb 2017 09:32:00 GMT

    Bern soll Kritiker in der Schweiz verhaften, verhören und allenfalls bestrafen, wenn sie den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan beleidigen. Ankara hat die Schweizer Justizbehörden um entsprechende Rechtshilfe ersucht. Was der türkische Herrscher damit bezweckt, sagt der Schweizer Investigativ-Journalist Fabian Eberhard, der den Fall publik gemacht hat. Dreh um Dreh zieht Erdogan die Schraube an gegen alle, die ihn und sein autokratisches Regime kritisieren. Der jüngste Zug datiert vom 8. Februar 2017: Erdogan entliess fast 4500 Beamte des öffentlichen Dienstes, die meisten aus dem Bildungsministerium. Darüber hinaus versucht er, seine seit dem Putsch von letztem Juli riesige Säuberungswelle auf die Schweiz auszudehnen: Wer ihn in der Schweiz beleidigt, soll dafür büssen. Bei den Schweizer Justizbehörden in Bern sind mehrere Rechtshilfeersuche aus Ankara eingegangen. Dies hat der Schweizer Journalist Fabian Eberhard Ende Januar in der ...

  • Jeder vierte Schweizer raucht – und anderswo?

    Mon, 20 Feb 2017 09:30:00 GMT

    Probleme, die auf eine Sucht zurück gehen, stagnieren in der Schweiz auf hohem Niveau: Ein Fünftel der Bevölkerung trinkt zu oft oder zu viel, ein Viertel raucht, wie das "Schweizer Suchtpanorama 2017" von Sucht Schweiz zeigt. Die unabhängige Stiftung kritisiert, dass sich Politik und Wirtschaft nicht darum kümmern. Mehr als die Hälfte der Raucher und Raucherinnen möchten aufhören. "Die Politik akzeptiert die Situation, um die Interessen von einzelnen Akteuren zu verteidigen", erklärt Markus Meury, Mediensprecher von Sucht Schweiz, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Dabei verweist Meury auf das Beispiel der Tabak-Lobby, der es kürzlich gelang, Pläne des Schweizer Parlaments für ein Werbeverbot vorerst zu verhindern. Auch einem Nachtverbot für den Verkauf von Alkohol erteilte das Parlament 2016 eine Abfuhr. 250'000 Personen kämpfen mit Alkoholproblemen, rund 1600 Menschen sterben jährlich in der Schweiz aufgrund von Alkoholmissbrauch. Weiter kritisiert Sucht ...

  • Silvia Spross: Geburt in der Schweiz ist wie ein Lottogewinn

    Sun, 19 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Schon als Kind träumte die Schweizerin Silvia Spross von den USA. Heute hat sie ihren Traum verwirklicht und lebt in Los Angeles. Sie verdient ihr Geld mit Schauspielerei und anderen künstlerischen Tätigkeiten. Hier erzählt sie, warum sie "das beste Land der Welt" verlassen hat. swissinfo.ch: Weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Silvia Spross: Ich wollte Malen, ich wollte Singen, Tanzen und Schauspielern... Ich wollte einfach frei sein und machen was ich wollte, auch wenn es total unrealistisch klang. Als ich 13 war, kreierte ich eine verrückte Collage von Kalifornien und hängte diese an meine Wand. Wir wohnten damals im 8. Stock, und ich schaute stundenlang aus dem Fenster und fantasierte, dass ich eines Tages hinter die Berge fliegen werde und weit weg nach Kalifornien gehe. Meine Eltern liessen mich erst frei, nachdem ich ein Diplom hatte. Ich wusste dies und machte eine kaufmännische Berufslehre auf der SKA Bank, und drei Monate nach Abschluss war ich auf ...

  • Kuhwelten

    Sat, 18 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Gottheit, Ikone oder einfach nur Nutztier? Die Kuh prägt Kulturen, wenn auch ganz unterschiedlich. Mit der Ausstellung "KUhLToUR – Kuh, Kunst und Kurioses aus Ost und West" widmet sich die Ernst Hohl- Kulturstiftung im Haus Appenzell in Zürich der Kuh in Kunst und Gesellschaft. Das Bild der Kuh ist in unserem Alltag allgegenwärtig, sei es in Politkampagnen, in der Werbung oder als Synonym für Natur und Heimat. Steht die Kuh in der Schweiz für Swissness und den Bauernstand, so symbolisiert sie in China Fleiss und Wohlstand. Im hinduistischen Indien ist die lebendige Kuh gar heilig und entsprechend unantastbar. Sie wird als Sinnbild für Fürsorge und Lebenserhaltung verehrt. Die Ausstellung zeigt nicht nur Kühe, sondern auch Stiere, Ochsen, Wasserbüffel und Yaks in all ihren Facetten. In einer von der Globalisierung geprägten Welt begibt sich der Besucher auf eine Tour durch Länder und Zeiten, auf der es Faszinierendes und Humorvolles rund um die Kuh und ihre Artgenossen zu ...

  • Diese Schweizer Politiker haben Twitter kapiert

    Fri, 17 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Alle Welt spricht von Twitter – dank der unablässigen und oft umstrittenen Tweets des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Auch bei Schweizer Politikern ist der Kurznachrichtendienst beliebt. Doch viele Nationalräte nutzen das Netzwerk immer noch lediglich als kommunikative Einbahnstrasse. Wer hört den Bürgern wirklich zu? Wir verraten es in unserem schweizweiten ersten Dialog-Ranking. US-Präsident Donald Trump, wie er twittert und lebt. Und regiert. In diesem Tweet macht er die Justiz lächerlich: Im Jahr 2017 sind Twitter-Profile auch bei Schweizer Politikerinnen und Politikern keine Seltenheit mehr. Viele Nationalräte lancieren wichtige Ankündigungen über den Kurznachrichtendienst oder präsentieren sich auf Wahlkampftour mit Fotos. Oder lassen Dampf ab, wie dieser Tweet "Made in Switzerland" zeigt: Absender ist Eric Nussbaumer, sozialdemokratischer Nationalrat (SP):  Besonders während der vier jährlichen Sessionen des Parlaments haben die ...

  • Reden Sie mit!

    Fri, 17 Feb 2017 09:22:00 GMT

    Auf Twitter hat sich eine engagierte Diskussion entwickelt. Auslöser war eine Forderung von Claudio Kuster, politischer Sekretär von Ständerat Thomas Minder (parteilos, Schaffhausen): "Auslandschweizer sollten kein Stimmrecht haben". Was ist Ihre Meinung? Es ist nicht das erste Mal, dass das Stimmrecht für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Frage gestellt wird. Zuletzt war dies 2015 der Fall, als die fünfte Schweiz bei einer Abstimmung das Zünglein an der Waage spielte. Dies bei einem Geschäft, das sie gar nicht direkt betraf: Die Revision des Radio- und TV-Gesetzes (RTVG). Damals twitterte Florian Schwab (Journalist, Weltwoche): Nach der Abstimmung vom 12. Februar 2017 wurde die Debatte neu entfacht. Als Anlass für seinen Tweet nahm Claudio Kuster einen Artikel von swissinfo.ch über das Abstimmungsverhalten der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer: Um Ihnen einen kurzen Eindruck über die darauffolgende Diskussion zu ...

  • Karikatur der Woche

    Fri, 28 Oct 2016 07:00:00 GMT

    Die Zeichnerin Marina Lutz wirft in ihrer wöchentlichen Karikatur auf swissinfo.ch einen Seitenblick auf ein aktuelles Thema. Sie arbeitet für verschiedene Schweizer Medien als Karikaturistin, darunter das führende Satiremagazin Nebelspalter. Darüber hinaus hat sie schon mehrere Preise gewonnen, etwa am internationalen Comix-Festival Fumetto in Luzern.

  • Junge Menschen sollen nicht zu früh Rentner werden

    Fri, 17 Feb 2017 13:26:00 GMT

    Schulabgänger mit Beeinträchtigungen sollen durch Beratung und Begleitung möglichst ins Berufsleben integriert werden, statt schon in jungen Jahren eine Rente zu beziehen. Dies ist ein Ziel des Bundesrats in der Revision Invalidenversicherung. (SRF/swissinfo.ch) Sparmassnahmen stehen nicht im Zentrum der Revision der Invalidenversicherung, denn sie ist verhältnismässig gut finanziert. Zwischen 2003 und 2015 hat sich die Zahl der Neurenten halbiert. Nach den jüngsten Zahlen bezieht gegen eine halbe Million Menschen Leistungen von der Invalidenversicherung, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. (Kai Reusser, swissinfo.ch)

  • Pascale Kramer schreibt von Menschen, die sie erschüttern

    Thu, 16 Feb 2017 19:00:00 GMT

    Die Genfer Romanautorin Pascale Kramer, die in Paris lebt, hat in Bern den Schweizer Grand Prix Literatur 2017 erhalten. In ihren bisher dreizehn Büchern befasst sich die 55-Jährige mit den Schicksalen einfacher Menschen. Sie sei glücklich über die Auszeichnung ihres Werks, sagt sie im Gespräch mit swissinfo.ch. Wenn sie malen würde, wäre sie Manieristin. In allen ihren Romanen beschreibt Pascale Kramer minutiös die kleinsten Gesten, Bewegungen und Emotionen, aber ohne jemals pathetisch zu werden. "Die Autorin überzeugte die Jury durch ihren äusserst präzisen Schreibstil und ihren grossen Weitblick, mit denen sie die Menschlichkeit der einfachen Leute sowie deren unerfüllte Schicksale beschreibt." Das teilt das Bundesamt für Kultur (BAK), das den Grand Prix Literatur verleiht, in seinem Communiqué mit. Pascale Kramer macht in ihren Büchern die "einfachen" Menschen zum Thema. Ihnen gelten ihr Interesse und ihre Zuneigung. Ihre Personen haben ein unerfülltes Leben, ...

  • Wer ist der Schweizer Mittelstand?

    Thu, 16 Feb 2017 12:30:00 GMT

    Der Schweizer Mittelstand befindet sich im Herzen der Debatte über das Nein zur Unternehmenssteuerreform. Die Volksabstimmung vom 12. Februar rückt diese oft erwähnte aber nur vage umschriebene Bevölkerungsschicht einmal mehr in den Vordergrund. Der Versuch eines Porträts in sechs Punkten. Immer wieder sorgt der Mittelstand in den Medien für Schlagzeilen: "Erosion des Mittelstands", gefangen in der Falle der obligatorischen Auslagen, heisst es etwa. Oder man liest über die "Auflehnung des Mittelstands" im Zusammenhang mit der Wahl des neuen US-Präsidenten in den USA oder dem EU-Austritt, "Brexit", Grossbritanniens. In der Schweiz soll es der Mittelstand sein, welcher der dritten Unternehmenssteuerreform keine Chance an der Urne liess. Doch wie ist dieses Mittelstand in der Schweiz zu definieren? Die Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen geht davon aus, dazuzugehören. Die Bevölkerungsschicht ist aber schwierig zu erfassen. Das Bundesamt für Statistik (BfS) machte 2013 ...

  • Die Distanz bleibt - und so mancher geht

    Thu, 16 Feb 2017 10:00:00 GMT

    Es ist bekanntlich eine komplizierte Beziehung zwischen Schweizern und Deutschen, beladen mit Vorbehalten auf beiden Seiten. Frustriert von vermeintlicher Ablehnung zieht es immer mehr Deutsche zurück in die Heimat. Andere haben es geschafft, sich zuhause zu fühlen. Fünf Jahre lang lebte Philip Korn in Zürich, dann fand er es an der Zeit zu gehen. Nicht wegen mangelnder Kontakte oder Ressentiments. Es wurde ihm schlichtweg zu eng dort. "Zürich ist eine tolle Stadt, aber letztendlich doch auch ein grosses Dorf", sagt der Wirtschaftsmathematiker. Abends mit Freunden am Seeufer treffen, am Wochenende Skifahren gehen, "das war eine gute Zeit", erinnert er sich. Doch er sehnte sich nach mehr Urbanität und zog 2011 nach London. Mittlerweile arbeitet der heute 37-Jährige in Berlin bei einem Startup-Unternehmen. "Hier lässt sich theoretisch jedes Wochenende etwas Neues entdecken", sagt er. Das habe ihm an Zürich gefehlt. Unter jenen, die der Schweiz den Rücken ...

  • Die erste Reise führt – theoretisch – ins Nachbarland

    Thu, 16 Feb 2017 07:45:00 GMT

    Sie sind topografisch ähnliche Kleinstaaten, Leichtgewichte auf der Weltbühne, und sie berufen sich beide – mehr oder weniger – auf ihre Neutralität: Die Schweiz und Österreich, Nachbarstaaten mit einer grundsätzlich freundschaftlichen Beziehung. Und einer vielbetonten Tradition, mit der es die beiden jedoch nicht immer so genau nehmen. Bundespräsidentin Doris Leuthard hat ihren neuen österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen mit militärischen Ehren in Bern empfangen. Begleitet wird Van der Bellen während seines offiziellen Besuchs in der Schweiz von Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz. Lobende Worte Leuthard und Van der Bellen haben die engen, "vertrauensvollen" Beziehungen zwischen der Schweiz und Österreich gelobt. In einer Welt geprägt von Konflikten und Unsicherheit sei der Austausch zwischen zwei "stabilen, neutralen Staaten" umso wichtiger, sagte Leuthard vor den Medien. "Die bilateralen Beziehungen sind bestens." Er wünsche sich ein ...

  • Weltpremiere auf der Berlinale

    Wed, 15 Feb 2017 15:30:00 GMT

    Die Berlinale zählt zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Auch Schweizer Filmemacher präsentieren dort vom 9.-19. Februar ihre Werke, wie etwa die Luzerner Animationsfilmemacherin Lena von Döhren (35). Sie ist bereits zum dritten Mal dabei. swissinfo.ch: Auf der Berlinale findet die Weltpremiere Ihres neuen Kurzfilms "Der kleine Vogel und die Raupe" statt. Ist das ein besonderer Moment für Sie? Lena von Döhren: Auf jeden Fall. Bisher haben ihn nur die Produzenten, das Auswahl-Team der Berlinale und ein paar Freunde gesehen. Hier wird er zum ersten Mal vor Publikum gezeigt, in einem Saal voller Kinder. Das Schönste überhaupt ist, wenn der Film funktioniert und die Kinder mitgehen und auf ihren Sitzen herumhüpfen. Schweizer Filme auf der Berlinale Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz Berlinale, gelten neben jenen von Cannes und Venedig zu den weltweit wichtigsten Filmfestivals. Auf der Berlinale 2017 sind neben Lena von Döhrens Film noch weitere ...

  • "Ein Plan B zur USR III ist in sechs Monaten bereit"

    Wed, 15 Feb 2017 13:55:00 GMT

    Nach dem Scheitern der dritten Reform der Unternehmenssteuern an der Urne ist Bernard Dafflon überzeugt, dass es bald schon eine bessere Version des Gesetzes geben wird. Der Experte für öffentliche Finanzen befürwortet die Abschaffung der Steuerschlupflöcher, welche die Ursache eines verhängnisvollen Konkurrenzkampfes zwischen den Kantonen sind. Der emeritierte Professor für öffentliche Finanzen an der Universität Freiburg, Bernard Dafflon, gilt als einer der ausgewiesensten Experten des Landes auf seinem Gebiet. Wie die Mehrheit der Stimmbürger und Stimmbürgerinnen (59,1%) hat er am vergangenen Sonntag "Nein" gesagt zur dritten Unternehmenssteuerreform (USR III). Im Unterschied zu Finanzminister Ueli Maurer hält er eine Abschaffung der Steuerprivilegien innerhalb der von der OECD vorgegebenen Frist für möglich. swissinfo.ch: Die Regierung, eine Mehrheit des Parlaments und die gesamte Wirtschaftswelt haben die Unternehmenssteuerreform III unterstützt. Wie erklären ...

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