Das Neuste von unserem Partner swissinfo

  • Schweiz bleibt Hort der politischen Stabilität

    Do, 19 Okt 2017 15:00:00 GMT

    Während sich die politische Situation in den Nachbarländern in den vergangenen Monaten grundlegend verändert hat, bleibt das Gleichgewicht unter den Parteien in der Schweiz grundsätzlich stabil. Das zeigt der SRG-SSR-Wahlbarometer, den die Forschungsstelle sotomo zur Halbzeit der Legislatur veröffentlicht hat. Demnach legen die Grünen, die Grünliberalen und die FDP leicht zu, während BDP, SVP und SP an Unterstützung verlieren. In vielen europäischen Ländern verschieben sich die Machtverhältnisse zwischen den grossen nationalen Parteien regelmässig. In diesem Jahr war dies in Frankreich, Deutschland und Österreich der Fall, wo die Parlamentswahlen in den vergangenen Monaten die politische Landschaft stark umgewälzt haben. Im Vergleich zu diesen Nachbarländern bleibt die Schweiz eine Insel der politischen Stabilität. Das zeigt einmal mehr der SRG-SSR-Wahlbarometer, den die Zürcher Forschungsstelle sotomo aufgrund einer Vorwahlbefragung zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober ...

  • Die Schlinge um Rentner im Ausland zieht sich zu

    Do, 19 Okt 2017 13:56:00 GMT

    Die Eidgenössische Finanzkontrolle interessiert sich für die Pensionierten, die mit einer Schweizer Rente im Ausland leben, von ihren Gastländern aber nicht besteuert werden. Aus Gründen der Steuergerechtigkeit schlägt die Verwaltung die Idee der Quellenbesteuerung vor. Begünstigte einer Rente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) müssen diese in der Schweiz als Einkommen in der jährlichen Steuererklärung angeben. Die Bezüge werden dann als Einkommen besteuert. Die Schweiz kann diese Steuer im Ausland nicht erheben. Doch Rentnerinnen und Rentner werden in ihrem Wohnland besteuert, falls dieses ein Doppelbesteuerungs-Abkommen (DBA) oder Sozialversicherungs-Abkommen (SVA) mit der Schweiz abgeschlossen hat. So wird zum Beispiel eine AHV-Rente in Italien automatisch mit 5% besteuert. Quellenbesteuerung Doch es gibt auch Begünstigte, die einer Besteuerung entgehen. Das ist in jenen Ländern der Fall, die kein Abkommen mit der Schweiz abgeschlossen haben oder Rentnerinnen ...

  • Arbeitskräftemessen

    Do, 19 Okt 2017 11:11:00 GMT

    Vom 15. bis 18. Oktober fanden in Abu Dhabi die Berufsweltmeisterschaften statt. 38 Schweizer Berufsleute stellten während vier Tagen ihr Können unter Beweis. Die Sieger werden heute Abend gekürt. 18 Fussballfelder: So gross ist die Arbeitsfläche für gut 1300 Handwerkerinnen und Handwerker, die dieses Jahr an den 44. WorldSkills – den Weltmeisterschaften für nichtakademische Berufe – in Abu Dhabi gegeneinander antraten. Aus der Schweiz reisten 38 junge Berufsleute an, um sich im Bereich der Informationstechnologie, des Designs oder im Service zu beweisen. 1953 wurde die erste Berufsweltmeisterschaft in Madrid durchgeführt. Berufsleute aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Portugal und Marokko nahmen daran teil. WorldSkills wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zur Förderung der Völkerverständigung gegründet. An der diesjährigen Meisterschaft waren 59 Länder vertreten.

  • Intervenieren, bevor jemand eine Burka oder einen langen Bart trägt

    Do, 19 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Viele Länder stehen vor der Frage, wie man die Radikalisierung von jungen Muslimen verhindern kann. Im bernischen Biel zeigt eine Frau mit einem schweizweit einzigartigen Projekt eine mögliche Antwort auf. "Noch nie in den 20 Jahren, die ich in der Schweiz lebe, ist mir so etwas passiert!", ruft Naïma Serroukh, noch immer sichtlich erschüttert. Mitte September hat sie an einer Fachtagung der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) über Muslimfeindlichkeit an der Universität Freiburg teilgenommen. "Zum ersten Mal habe ich gesehen, wie die Polizei Eingangskontrollen an einer Universität gemacht hat." Der Grund für diese Sicherheitsmassnahme: Die Organisatoren der Veranstaltung haben Drohbriefe erhalten. "Schon nur über Muslimfeindlichkeit zu sprechen, scheint zu stören", sagt Serroukh. Serroukh trägt ein Kopftuch. Sie spürt eine zunehmende Muslimfeindlichkeit. Sei es im Alltag – Beleidigungen, Bespucken und Aggressionen – in der Politik oder den Medien. Serroukh stellt ...

  • Die Schweiz empfängt burmesische Generäle

    Mi, 18 Okt 2017 14:30:00 GMT

    Der Schweizer Aussenminister empfängt eine Delegation von hochrangigen burmesischen Offizieren, angeführt von der Nummer Zwei, General Soe Win. Ein unangemessener Besuch, kritisiert die Schweizer Sektion von Amnesty International, angesichts der Kriegsverbrechen der Armee in Burma gegen die muslimische Minderheit der Rohingyas. Die Europäische Union hatte diesen Montag entschieden, ihre Einladung an die burmesischen Generäle auszusetzen. Angekündigt wurde der Besuch von der offiziellen Nachrichten-Agentur Myanmar: "Auf Einladung des Ministers für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat eine Delegation der burmesischen Armee unter der Leitung von General Soe Win am Montag den burmesischen Boden für einen Besuch in der Schweiz verlassen." Das EDA bestätigt auf Anfrage von swissinfo.ch diesen Besuch: "Anfang 2017 haben Mitglieder der Armee mit uns Kontakt aufgenommen und ihr Interesse an einer solchen Studien-Reise über Föderalismus bekundet. Wir haben die Anfrage akzeptiert, weil wir ...

  • Schweiz soll Schutz verletzlicher Migranten verbessern

    Mi, 18 Okt 2017 12:30:00 GMT

    Minderjährige Migranten an Flughäfen oder in Gefängnissen festhalten: Der Menschenrechtskommissar des Europarats fordert die Schweiz auf, diese Praktik zu stoppen. Auch soll sie den Status der vorläufig Aufgenommenen überdenken. In seinem am Dienstag veröffentlichten Bericht zur Menschenrechtslage in der Schweiz ruft Nils Muiznieks die Schweizer Behörden dazu auf, den "traumatisierenden" Umgang mit minderjährigen Migranten zu stoppen. Die Kinder werden in den Transitzonen von Flughäfen während 60 Tagen festgehalten – mit oder ohne ihre Eltern. Sie müssen dort auf den Entscheid über ihren Status warten. Menschenrechte und direkte Demokratie Der Europarat hat sich in dem Bericht auch besorgt über die Selbstbestimmungsinitiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) geäussert. Der Initiativtext riskiere die Menschenrechte zu schwächen, indem das Schweizer Recht über internationale Abkommen gestellt werde. Die Initiative könnte zur Kündigung der Europäischen ...

  • Die gestohlene Kindheit der "Fabriklerkinder"

    Mi, 18 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Während der Industrialisierung schufteten in Schweizer Fabriken Kinder bis zum Umfallen. Es ist vor allem einem politischen Aussenseiter zu verdanken, dass dies vergleichsweise früh verboten wurde. "Arbeiter-Gesuch: Zwei zahlreiche Arbeiterfamilien, namentlich mit arbeitsfähigen Kindern, finden gute Aufnahme in einer Feinspinnerei." Mit diesem Inserat im "Anzeiger von Uster" suchte ein Schweizer Fabrikbesitzer in den 1870er-Jahren nach Angestellten. Es war selbstverständlich, dass Kinder von Arbeiterfamilien mitschuften mussten. Die Kinderarbeit hielt in der Schweiz zwar nicht erst mit den Fabriken Einzug, doch mit der Industrialisierung kippte sie vom normalen Alltag in Richtung Ausbeutung.  Bauern und Heimarbeiter sahen ihre Kinder schon vor der industriellen Revolution vor allem als Arbeitskräfte an. Die Familie war vorwiegend eine Arbeitsgemeinschaft; dass der Nachwuchs mitarbeitete, war existentiell. Sobald ein Kind gross genug zum Mitanpacken war, half es auf dem Hof ...

  • Mit Roger Dubuis verliert die Schweiz eine ihrer letzten Uhrmacher-Legenden

    Di, 17 Okt 2017 14:27:00 GMT

    Am vergangenen Wochenende ist Roger Dubuis im Alter von 80 Jahren gestorben. Der herausragende Hersteller von Luxusuhren hatte 1995 die gleichnamige Genfer Uhrmanufaktur gegründet, die 2008 vom Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont übernommen wurde. Roger Dubuis hat eine der renommiertesten Schweizer Uhrenmarken der jüngsten Geschichte geschaffen, nämlich das Modell Excalibur und dessen "Skeleton"-Zeitmesser, die komplexe Mechanismen offenbaren. Uhren, deren Preise sich zwischen 12'000 und 1 Million Dollar bewegen und berühmte Kunden wie etwa die Schauspieler Sylvester Stallone und Gerard Butler begeistern konnten. Dubuis' komplette Werkproduktion ist derzeit die einzige, die das Genfer Siegel "Poinçon de Genève" tragen darf. Dieses fordert, dass der Fabrikant jedes Stück der Uhr von Hand verziert und poliert, auch die Schrauben. Gewisse Elemente sind kleiner als ein Millionstel Meter, was Mikroskope erfordert, um deren Qualität zu garantieren. Einige Uhren bestehen aus über ...

  • Nina Bader: "Das Leben in Vancouver ist viel entspannter"

    Di, 17 Okt 2017 12:27:00 GMT

    Die 27-jährige Nina Bader lernte während des Studiums die kanadische Stadt Vancouver lieben, und fand dort ihre Liebe und einen Job. Ihr gefallen die lockere Westküsten-Lebensart und die vielen kulinarischen Möglichkeiten, welche die Stadt am Meer bietet. swissinfo.ch: Wann und weshalb haben Sie die Schweiz verlassen? Nina Bader: Meine Geschichte ist ein wenig kompliziert – ich war 2012 für sechs Wochen in Kanada, um das Land zu bereisen. Weil es mir so gut gefallen hatte, kehrte ich für einen sechsmonatigen Sprachaufenthalt zurück. Danach absolvierte ich ein College-Jahr in Vancouver, und da ich immer noch nicht genug von der Stadt und ausserdem in der Zwischenzeit meinen Freund kennengelernt hatte, suchte ich mir nach meinem Masterabschluss einen Job in Vancouver. Nun arbeite ich seit sieben Monaten bei der Schweizer Handelskammer. Die ersten Monate waren eine Achterbahn der Gefühle – alles ist neu und aufregend, und gleichzeitig ist man auch ein wenig vom Heimweh geplagt. Ich ...

  • Fachhochschule für Comic-Zeichner in Genf - eine Novität

    Di, 17 Okt 2017 09:00:00 GMT

    In einer Genfer Fachhochschule wird erstmals in der Schweiz ein Lehrgang für Comic-Zeichner angeboten. Die Wahl Genfs ist kein Zufall. "Die Stadt war die Heimat von Rodolphe Töpffer, dem Erfinder des modernen Comic", erklärt der Genfer Comics-Zeichner Tom Tirabosco, der sich persönlich stark für die Einführung dieser Ausbildung engagiert hatte. Tom Tirabosco (51) gehört zu den herausragenden Protagonisten der französisch-sprachigen Welt der Comics (bandes dessinées, BD). Dieser Comic-Zeichner mit seiner humorvollen, scharfen und humanistischen Feder ist auch ein inspirierter Autor von illustrierten Kinderbüchern, von Presse-Karikaturen, Porträts und Selbstporträts, die nicht von einem Glorienschein umgeben, sondern von leicht skurrilem Humor geprägt sind. Die Fachhochschule für Comic und Illustration (Ecole supérieure de bande dessinée et d’illustration) steht unter Aufsicht der Bildungsdirektion des Kantons Genf. Der Lehrgang dauert zwei Jahre. Die Studierenden befassen sich ...

  • Millionenprämie für Hacker als Sicherheitstest für E-Voting?

    Mo, 16 Okt 2017 14:00:00 GMT

    Sind die in der Schweiz verwendeten Systeme zur elektronischen Stimmabgabe absolut sicher? Um alle Zweifel auszuräumen, schlägt ein Parlamentarier vor, die Systeme einem Härtetest auszusetzen. Hacker oder ganze Hackergruppen sollen belohnt werden, wenn sie es schaffen, die Systeme zu knacken. Weltkonzerne wie Google oder Tesla setzten ebenfalls auf diese Testart. Bereits seit dem Jahr 2000 kennt die Schweiz das E-Voting. Doch die elektronische Stimmabgabe führt bis heute zu hitzigen Diskussionen. Manche fordern, das E-Voting schneller und in allen Kantonen einzuführen, andere raten dazu, den Prozess zu verlangsamen. Im Parlament ist sogar die Forderung aufgetaucht, das E-Voting in der ganzen Schweiz für mindestens vier Jahre auszusetzen. Die Auslandschweizer wären ausgenommen. Um alle Zweifel auszuräumen und Skeptiker zu überzeugen, dass die Sicherheit und das Stimmgeheimnis beim E-Voting zu 100 Prozent garantiert werden, liegen neue Vorschläge auf dem Tisch. Der freisinnige ...

  • Der Wienerwalzer dreht nach rechts

    Mo, 16 Okt 2017 08:10:00 GMT

    Die Wahl in Österreich hat die Karten neu gemischt. Der deutliche Sieg der "neuen" konservativen Österreichischen Volkspartei ÖVP mit dem jungen Senkrechtstarter Sebastian Kurz und das Erstarken der rechts-nationalen Freiheitliche Partei Österreichs rückt die Alpenrepublik nach rechts. Dieser Rechtsrutsch sowie die wahrscheinliche Rechtsregierung, die jetzt kommt, sorgen in der Schweizer Presse für Besorgnis und zurückhaltende Kritik. Der Politjungstar Sebastian Kurz hat in den letzten Monaten konsequent und strategisch geschickt das Thema Zuwanderung bearbeitet und seine "neue" ÖVP weiter rechts positioniert. Mit seinem Sieg wird er wohl zum neuen Kanzler und jüngsten Regierungschef Europas gekürt. Europaweit bekannt wurde Kurz, der auch schon als "Anti-Merkel-Modell" gehandelt wurde, wegen seiner klaren Haltung gegenüber Migration und Islamisierung. Es ist auf den bisherigen Aussenminister zurückzuführen, dass die Balkanroute geschlossen und der Migrationsstrom eingedämmt ...

  • Schweizer Studierende gewinnen am US Solar Decathlon

    So, 15 Okt 2017 10:01:00 GMT

    Die Schweizer Equipe hat in Denver (USA) den Wettbewerb Solar Decathlon 2017 gewonnen. Das Team stellte "NeighborHub" vor, ein Solarhaus, das dem umliegenden Quartier als Zentrum dient. Im Ganzen kamen die Schweizer in Colorado acht Mal aufs Podest. Ihr Projekt: Ein Quartierzentrum, das nur von Sonnenenergie betrieben wird. Das in der Schweiz von rund 50 Studierenden entworfene Solarhaus überzeugte die Jury und gewann den ersten Preis, der mit 300'000 Franken dotiert ist.  Das Solarhaus "NeighborHub" wurde von Studierenden der EPFL in Lausanne, der Hochschule für Ingenieurwissenschaften und Architektur in Freiburg und den Hochschulen für Kunst und Design in Genf und Freiburg konzipiert. Das Schweizer Team kam in den Kategorien Architektur, Ingenieurwesen, Energie, Wasser, Gesundheit und Komfort sowie Haushaltsleben auf den ersten Rang.  Der Wettbewerb Solar Decathlon wird alle zwei Jahre vom US-Energieministerium organisiert.

  • Ein Schweizer Kochschiff für die Zukunft Ecuadors

    So, 15 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Indigene Gruppen im Amazonasbecken Ecuadors werden von Ölfirmen, illegalen Jägern und Holzfällern zunehmend an den Rand gedrängt. Der Schweizer Koch und Weltenbummler David Höner sieht im kommunalen Ökotourismus einen Ausweg. Deshalb lernen Kichwa auf seinem Kochschiff, wie man Touristen mit lokalen Produkten begeistert. Dieser Artikel wurde finanziell durch den Medienfonds "real21 – die Welt verstehen" unterstützt. Als unsere Flussfähre um sieben Uhr ablegt, liegt der Rio Napo noch in dichtem, graugrünem Nebel. Vom mächtigen Fluss ist lediglich ein dünner Streifen dreckigen Brauns zu sehen. Das undurchdringbare Grün des endlosen Regenwaldes am anderen Ufer lässt sich erst erahnen. Wir sind im Amazonasbecken Ecuadors, genannt "Oriente", 100 Kilometer südlich des Äquators, wo die Sonne nicht scheint, sondern brennt und die Luft fast so feucht ist wie der Schweiss, der einem tagsüber aus allen Poren rinnt. Nach Ankunft auf der anderen Flussseite balanciert David Höner über eine ...

  • Unsterbliche Porträts

    Sa, 14 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Sébastien Kohlers Porträts sind faszinierend und konfrontativ. Die Personen blicken direkt in die Kamera, was den Bildern Tiefe und Intensität verleiht. Für seine Kunst nutzt er eine alte Technik. Der 1969 in der Schweiz geborene Sébastien Kohler lebt in Lausanne. Die Kunst des Fotografierens hat er sich selber beigebracht. Er fokussiert seine Arbeit auf das sogenannte Kollodium-Nassplatten-Verfahren. Das Verfahren aus dem 19. Jahrhundert war vom englischen Bildhauer Frederick Scott Archer entwickelt worden. Das Prinzip ist einfach: Hält man ein Negativ vor einen schwarzen Hintergrund und beleuchtet es von vorne, erscheint dieses wie ein Positiv, weil das Licht das metallische Silber aufhellt, aus dem das Bild besteht. Das Kollodium-Nassplatten-Verfahren liefert hervorragende Glasnegative, die einen zeitlosen Eindruck schaffen. Die Reichhaltigkeit von Kohlers Fotografien wird bis am 14. März im Camera Museum in Vevey gezeigt. An der Ausstellung gibt ein Video, das Kohler bei der ...

  • Auszeichnung für Pionierin des zeitgenössischen Tanzes

    Fr, 13 Okt 2017 14:03:00 GMT

    Noemi Lapzeson, Genferin argentinischer Herkunft, hat den diesjährigen Schweizer Grand Prix Tanz gewonnen, der vom Bundesamt für Kultur (BAK) verliehen wird. Blick auf die Kindheit und Karriere einer Choreografin, die in der Schweiz und im Ausland brilliert. Die anderen Schweizer Tanzpreise 2017: Claudio Prati und Ariella Vidach, Gründer des Tanzensembles AiEP (Spezialpreis). Marthe Krummenacher und Tamara Bacci (ausserordentliche Tänzerrinnen) József Trefeli & Gábor Varga, Marco Berrettini, Thomas Haubert und Yasmine Hugonnet (aktuelle Tanzkreation) Kiriakos Hadjiioannou (June Johson Dance Prize ) Ihr Gedächtnis verlasse sie in jüngster Zeit oft, sagt sie. Sie vergesse manchmal die Stücke, die sie produziert habe, deren Titel und die zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Laufe ihrer langen Karriere gewonnen hat. Soll man Noemi Lapsezon Glauben schenken, wenn sie ihr Gedächtnis anklagt? Nein! Es ist eher ihre Bescheidenheit, die sie ihre Erfolge vergessen lassen will. Die ...

  • "Ich hoffe, die Schweiz kann Trump überzeugen, Nordkorea nicht anzugreifen"

    Fr, 13 Okt 2017 14:30:00 GMT

    Seit Monaten hält die Frage um Nordkoreas Raketenabschüsse Regierungen weltweit auf Trab. Viele Menschen sorgen sich über die Gefahr eines Atomkriegs. In dieser Krise könnte die Schweiz die Rolle einer Mediatorin übernehmen. Exklusiv-Interview mit Alejandro Cao de Benós, Delegierter der Regierung Nordkoreas und einziger Westler, der für das Regime in Pjöngjang arbeitet. swissinfo.ch: Vor einigen Wochen bot die Schweiz an, im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zu vermitteln. Was halten Sie von diesem Vorschlag? Alejandro Cao de Benós: Die Schweiz ist ein Land, das seinen Ruf als neutrales Land glücklicherweise auch gegenüber der Demokratischen Volksrepublik Korea aufrechterhalten hat, wie man dies seit dem Ende des Koreakrieges, als der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, feststellen kann. Unter allen europäischen Ländern gehört die Schweiz seit jeher zu den aktivsten neutralen Ländern, was die Zusammenarbeit mit Nordkorea betrifft. In der Schweiz ist unser ...

  • Das Volk sagt Ja! Und dann?

    Fr, 13 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Sagt das Volk Ja zu einer Volksinitiative, so geht die Arbeit im Parlament erst richtig los. Wie lassen sich Volksentscheide mit bestehenden Regelungen am besten vereinbaren? Es ist nicht immer einfach den Willen des Volkes umzusetzen. Volksinitiativen können in der Schweiz als allgemeine Anregung formuliert sein oder - was viel häufiger der Fall ist - als fertig ausgearbeiteter Text vorliegen, dessen Wortlaut Parlament und Bundesrat nicht mehr verändern können. Bei einem positiven Volksentscheid wird ein solcher eins zu eins in die Verfassung geschrieben. Somit verlangen unklare Initiativtexte oder Widersprüche zur Verfassung, teils bewusst in Kauf genommen, im Schweizer Parlament nach weiteren Gesetzen. Die Rechtswissenschaftlerin Nagihan Musliu arbeitet nun ein Handbuch aus, das die Umsetzung erleichtern helfen soll. Im Democracy Lab, unserer Video-Serie von #DearDemocracy, erzählen junge Forscherinnen und Forscher, was sie über die Demokratie herausgefunden haben.

  • "Die Schweiz hat keinen näheren Verwandten als Österreich"

    Do, 12 Okt 2017 14:46:00 GMT

    Die Parlaments-Wahlen werfen in Österreich derzeit so hohe Wellen wie selten zuvor. Das scheint im Nachbarland Schweiz kaum jemanden zu kümmern. Ursula Plassnik, österreichische Botschafterin in der Schweiz, hat kein Verständnis für das mangelnde Interesse. "Es geht uns an, was in der Nachbarschaft geschieht." Die Schweizer Medien behandeln die Wahlen in Österreich ziemlich stiefmütterlich. In den wenigen Berichten, die dazu erschienen sind, geht es vor allem um die Schlammschlacht im Wahlkampf der SPÖ und ÖVP sowie um die angebliche Neo-Nazi-Vergangenheit des FPÖ-Chefs.  swissinfo.ch: Wer sich in den Schweizer Medien über Österreichs Wahlen ins Bild setzen will, könnte den Eindruck bekommen, unser östlicher Nachbar habe vom demokratischen Musterschüler zur Bananen-Republik mutiert. Steht es wirklich so schlimm um Österreichs Politik? Ursula Plassnik: Von Bananen-Republik ist keine Rede. Aber wir erleben einen intensiven Wahlkampf. Es dürfte einige Veränderungen in der ...

  • Airbnb erobert Schweizer Berggebiete

    Do, 12 Okt 2017 14:22:00 GMT

    Airbnb, die Onlineplattform für Zimmervermietungen, expandiert weiterhin in der Schweiz. Aber das Epizentrum ihres Wachstums ist nicht urban. Laut einer neuen Studie sind es die Berggebiete, die boomen. In den letzten Jahren ist Airbnb in der Schweiz exponentiell gewachsen – mit mehr als 80'000 Betten, die ab Juni 2017 beworben werden. Dies entspricht einem Anstieg von 66% gegenüber 2016 und 100% gegenüber Juni 2015. Obwohl der Einfluss von Airbnb in den unterversorgten Schweizer Städten stark in den Vordergrund gerückt wird, befinden sich die Regionen mit den meisten Vermietungen in den Alpen: Die Kantone Wallis, Graubünden und Bern machen inzwischen mehr als die Hälfte aller Mietangebote auf dem Land – wie die neusten Zahlen des Walliser Tourismus-Observatoriums Tourobs zeigen. Angesichts der Beliebtheit der Schweizer Tourismus- und Skiregionen kann dies keine Überraschung sein. Auffällig seien aber das Ausmass und das Potenzial für weiteres Wachstum, heisst es im Bericht, der ...

  • Die Olma ist 75-jährig

    Do, 12 Okt 2017 12:51:00 GMT

    Die Olma (Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung) in St. Gallen, wo die Landwirtschaft ihre Erzeugnisse und Produktionsmittel zeigt, hat sich zur besucherstärksten Publikumsmesse der Schweiz entwickelt. In diesem Jahr feiert die Ausstellung ihr 75-jähriges Bestehen. Dort erwarten ein Schweine-Wettrennen, eine Viehschau und natürlich der Geruch der legendären Olma-Grillbratwurst die Besucher. Ein Blick zurück auf die letzten 74 Austragungen.

  • Grenzgänger, wer bist du?

    Do, 12 Okt 2017 09:00:00 GMT

    ​​​​​​​ Die Zahl der Grenzgänger aus den Nachbarländern hat sich in der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren von 160'000 auf mehr als 320'000 verdoppelt. Diese Tagesmigranten sind immer besser qualifiziert und besetzen heute Stellen in allen Bereichen der Schweizer Wirtschaft. Meistens fühlen sie sich an ihrem Arbeitsort gut integriert. Angst vor Lohn-Dumping, vor unlauterer Konkurrenz oder vor beschränktem Zugang zu bestimmten Berufen: Seit mehreren Jahren sind Grenzgänger in der Schweiz immer wieder Thema heftiger Debatten. Seit der Umsetzung des Personenfreizügigkeits-Abkommens mit der EU vor fünfzehn Jahren nahm die Zahl der Grenzgänger kontinuierlich zu, was die Spannungen erhöhte. Der Unmut betrifft nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch die zunehmend überlasteten Transportwege oder die Knappheit des Wohnungsangebots in den Grenzgänger-Regionen. Cédric Duchêne-Lacroix, Forscher an der Universität Basel und Experte für Grenzgänger-Fragen, pflichtet bei: "Die ...

  • Schweizer Landwirtschaft - voller Gefühle!

    Mi, 11 Okt 2017 14:30:00 GMT

    Über 15'000 Bilder wurden beim Landwirtschafts-Fotowettbewerb Agrimage.ch eingeschickt. Nun wurden aus den Einsendungen der mehr als 1600 Fotografinnen und Fotografen die Siegerbilder gekürt. Zum Staunen! "Faszination Landwirtschaft" - ein breit gefasstes Motto für einen Fotowettbewerb. Über ein Jahr lang erreichten denn auch tausende Bilder die Jury des nationalen Kontests, die keine leichte Aufgabe hatte, aus den vielen Einsendungen die stärksten Aufnahmen auszuwählen. Nun sind die drei Haupt- und neun Kategoriensieger bestimmt. Der Fotowettbewerb wurde von "Gut, gibt’s die Schweizer Bauern" lanciert, einer Kampagne des Schweizer Bauernverbandes. Er vertritt die Interessen der Landwirtinnen und Landwirte. Ziel von Agrimage.ch ist, die Menschen, Landschaften, Produkte, Tiere dieser Branche als Zeitdokumente festzuhalten: ein emotionaler Blick auf Arbeit und Identitäten.

  • Das können Sie mit der (neuen) Zehnernote kaufen

    Mi, 11 Okt 2017 14:00:00 GMT

    Die Schweizer Nationalbank hat am Mittwoch die neue Zehnernote präsentiert. Diese stellt das Organisationstalent der Schweiz ins Zentrum. In Umlauf kommt die Note in einer Woche. Aber was kann man sich in der Schweiz mit zehn Franken überhaupt leisten? Es ist die inzwischen dritte Note der neuen Serie: Im Mai wurde die neue Zwanzigernote emittiert, die Fünfzigernote ist seit rund eineinhalb Jahren im Umlauf. Die neue Note ist gelb wie ihre Vorgängerin, allerdings im Format etwas kleiner. Ihr Hauptelement ist die Zeit. Auf der Vorderseite ist eine ausgestreckte Hand mit einem Dirigentenstab zu sehen, die dem Orchester die Einsätze vorgibt. Das zweite Haupt-Element ist ein Globus mit den Zeitzonen. Auf der Rückseite ist ein Uhrwerk abgebildet. Ebenfalls zu sehen ist ein Eisenbahntunnel, der für die Schweizer Ingenieurskunst stehen soll. Damit unser ausländisches Publikum eine genauere Vorstellung von den Lebenskosten in der Schweiz kriegt, hier eine kleine Liste von Sachen, ...

  • Das langsame Sterben der ägyptischen Menschenrechtler

    Mi, 11 Okt 2017 12:00:00 GMT

    Der Ägypter Mohamed Zaree hat in Genf den renommierten Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsaktivisten erhalten. Die Auszeichnung ist ein Protestsignal gegen Ägyptens Präsidium, das mit aller Härte gegen Aktivisten vorgeht, wie das Kairoer Institut für Menschenrechtsstudien schreibt, dessen Vertreter in Ägypten Zaree ist. Ihm drohen ein Prozess und 30 Jahre Gefängnis, das Land darf er nicht verlassen: Deshalb war es Mohamed Zaree nicht möglich, den Menschenrechtspreis am Dienstag in Genf selber zu empfangen. Vorgeworfen wird dem Aktivisten sein unermüdliches Engagement für Freiheit, die das Regime von Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi als Gefahr für die Staatssicherheit bezeichnet. Sämtliche Mitgliedstaaten der UNO müssen sich alle fünf Jahre einer UPR unterziehen. Dabei wird die Menschenrechtslage jedes UNO-Mitgliedstaats von den anderen UNO-Mitgliedstaaten analysiert und beleuchtet. Die Überprüfung findet in Form eines dreieinhalbstündigen Dialogs statt, während dem ...

  • Palliative Care für Kinder: wichtig, aber selten in der Schweiz

    Mi, 11 Okt 2017 10:00:00 GMT

    In der Schweiz fehlt es an Palliativmedizin für Kinder. Das bedeutet, dass nicht immer alle unheilbar erkrankten Kinder und ihre Familien eine angemessene Betreuung erhalten. Der Wandel sei zwar im Gang, auch wenn es noch viel zu tun gebe, sagt einer der wenigen Spezialisten im Land. "Marc, ich habe genug. Ich möchte dem jetzt ein Ende setzen." Mit Marc ist Professor Ansari gemeint. Er ist Leiter der Abteilung Onkologie und Hämatologie für Kinder am Universitätsspital Genf (HUG). Den Wunsch zu sterben hatte ein Jugendlicher, der an einer unheilbaren Krebserkrankung leidet, kurz vor unserem Treffen ausgedrückt. Eine Situation, die das Ausmass des Leidens aufzeigt, das ein Jugendlicher durchmachen muss, von dem es am Ende doch kein Entrinnen gibt, auch wenn sein Arzt versucht hatte, ihm adäquate Behandlung und Unterstützung zu geben. Es ist eine Bitte, die nicht so selten vorkommt. Der Wunsch zu sterben wird am häufigsten von Jugendlichen formuliert. Die Gründe seien jedoch ...

  • Puigdemont: "Schlaumeier" oder "Kapitän eines sinkenden Schiffes"?

    Mi, 11 Okt 2017 08:00:00 GMT

    Die Schweizer Presse beurteilt den Entscheid von Regierungschef Carles Puigdemont, die Abspaltung Kataloniens vorläufig auf Eis zu legen, unterschiedlich. Einigkeit herrscht darüber, dass dadurch der Konflikt um die Abspaltung der spanischen Region noch lange nicht gelöst ist. Tages Anzeiger (TA) und Der Bund finden, Puigdemont habe "schlau, nicht feige" gehandelt, indem er am Dienstagabend ankündigte, am Ziel einer Unabhängigkeit von Spanien festzuhalten, den Vollzug aber vorerst zu verschieben. "Im letzten Moment trat die katalanische Separatistenregierung auf die Bremse", schreiben die Luzerner Zeitung (LZ) und die Aargauer Zeitung (AZ). Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) spricht von einem "Trauerspiel". "Das ganze erinnert an den Untergang der 'Titanic'", schreibt die NZZ weiter. "Kapitän" Puigdemont wolle nicht wahrhaben, "dass sein Schiff mit dem Namen 'Independencia' mit einem Eisberg zusammengestossen ist". Während oben im Festsaal noch gefeiert werde, liefen auf dem Deck ...

  • 70 Franken brachten die grosse Rentenreform zu Fall

    Di, 10 Okt 2017 15:00:00 GMT

    Ein Zuschlag von 70 Franken monatlich für Neurentner. Diese Massnahme war es, die den meisten Gegnern der grossen Reform der Altersrenten nicht passte. Das Paket wurde am 24. September vom Schweizer Stimmvolk bachab geschickt. Eine Untersuchung der Motive zum Stimmverhalten schlüsselt diese nun genauer auf. 52,7% stimmten am 24. September 2017 gegen eine Reform der grossen Rentenreform, 47,3% dafür. Im Rahmen des ersten SRG SSR Wahlbarometers der Legislaturperiode 2017-2019 befragte das Institut sotomo die Teilnehmenden auch zu ihrem Abstimmungsverhalten an jenem Tag. Gemäss diesen Befragungen zeigte sich, dass der Zuschlag von 70 Franken monatlich auf die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) für Neurentnerinnen und Neurentner "nach dem Giesskannenprinzip" für 39% der Nein-Stimmenden ein zentrales Motiv für ihre Ablehnung war. Laut den Politologen von sotomo dürfte es sich dabei "um einen Schlüsselfaktor für das Scheitern der Reform handeln". Ein zweites starkes Motiv:

  • Katalonien und die Schweiz im Direktvergleich

    Di, 10 Okt 2017 13:30:00 GMT

    Noch ist Katalonien eine Region Spaniens. Ruft der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont aber heute Abend die einseitige Unabhängigkeit aus, stünde für Spanien der Verlust eines Gebiets auf dem Spiel, das ähnlich gross ist wie die Schweiz. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy ist strikt gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens und drohte am Wochenende mit dem Entzug des Autonomiestatus'. Unterstützung bekam er von rund 350'000 Menschen, die am Sonntag in der katalanischen Hauptstadt Barcelona gegen eine Unabhängigkeitserklärung demonstrierten. In der Rangliste der Länder Europas wären Katalonien und die Schweiz fast Nachbarn, die Schweiz liegt unter den heute 47 Ländern auf Rang 32, Katalonien käme auf Rang 35. Auch über die Grösse hinaus weisen die Schweiz und Katalonien Parallelen auf: So sind beide mehrsprachig, und beide weisen eine gleich hohe Lebenserwartung auf (vgl. Tabelle, auf Mobiltelefon im Querformat zu betrachten). Katalonien Schweiz ...

  • Umfrage zeigt hohe Gewaltbereitschaft bei Eltern

    Di, 10 Okt 2017 12:00:00 GMT

    Eines von fünf Kindern in der Schweiz leidet unter schweren Körperstrafen durch seine Eltern. Dies zeigt eine aktuelle Studie. Am meisten betroffen sind Kinder aus Familien mit tieferen Einkommen und Migrationshintergrund. 20% aller Kinder seien von häuslicher Gewalt betroffen, sagt Dirk Baier vom Departement für Soziale Arbeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Damit sei die Zahl wesentlich höher als die einer deutschen Studie, die auf 13% Betroffene kam. "Schwere" körperliche Bestrafung wurde in der Schweizer Studie definiert als mit Gegenständen oder Fäusten geschlagen, getreten oder verprügelt zu werden. Zwei von fünf Kinder waren gemäss der Studie Opfer von "weicherer" körperlicher Bestrafung wie Schlägen oder Stössen. Die Zahlen stammen aus Zwischenergebnissen einer Studie über Terrorismus, wofür in der Schweiz 10'000 junge Menschen im Alter von 17 Jahren befragt worden seien, unter anderem auch zu deren Erziehung, sagt Baier. Rund die Hälfte ...

  • Richter am Gängelband der Parteien

    Di, 10 Okt 2017 09:00:00 GMT

    In manchen Ländern dürfen Richter keiner politischen Partei angehören. Nicht so in der Schweiz: Hier ist die Parteizugehörigkeit faktisch Voraussetzung zur Richterwahl. Und gewählte Richter geben ihrer Partei sogar einen Teil des Einkommens ab. Stellen Sie sich vor, Sie stünden wegen Cannabis-Besitzes vor Gericht: Würden Sie lieber von einem Richter der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die sich gegen eine Legalisierung von Cannabis einsetzt, oder von einer Richterin der Grünen Partei, die sich für die Aufhebung des Verbots engagiert, beurteilt werden? In der Schweiz ist das kein theoretisches Gedankenspiel. Hier sind fast alle Richter Mitglied einer Partei. Die Idee: Verschiedene Meinungen sollen demokratisch in die Rechtsprechung einfliessen. Der demokratische Gedanken steht über der Einzelfallgerechtigkeit, oder anders gesagt: Wer als Kiffer auf einen SVP-Richter trifft, oder als Steuerhinterzieher auf einen strammen Sozialdemokraten, hat eben Pech gehabt.

  • 50 Jahre nach dem Tod kommt "Che" in der Schweiz zu Ehren

    Mo, 9 Okt 2017 14:00:00 GMT

    Eine Ausstellung mit Originalbildern von Ernesto Che Guevara aus den frühen Jahren der kubanischen Revolution ist durch ein Dutzend Schweizer Städte gereist. Die Vereinigung Schweiz-Cuba, Veranstalterin der Wanderausstellung, will damit dem vor 50 Jahren verstorbenen emblematischen Guerilla-Krieger gedenken. Der Kampf des Arztes Che Guevara, 1928 in Argentinien geboren, begann während seiner Studienzeit. Er setzte sich für die Idee eines "neuen Menschen" ein, der sensibel und unterstützend sein sollte. Er trotzte auch seinem Asthma, unter dem er seit seiner frühesten Kindheit litt. In Mexiko lernte er die beiden Brüder Raùl und Fidel Castro kennen, mit denen er sich 1956 auf das Schiff Granma begab, um den Feldzug gegen den kubanischen Diktator Fulgencio Batista zu lancieren. Nach der erfolgreichen Revolution 1959 nahm "Che" verschiedene öffentliche Funktionen im neuen kubanischen Staat ein, bevor er seinen Kampf weiterführte, zuerst in Afrika und dann wieder in Lateinamerika, ...

  • Wenn Rajoy in die Schweiz ausgewandert wäre...

    Mo, 9 Okt 2017 12:00:00 GMT

    Schade, dass die Eltern von Mariano Rajoy nicht wie die meinen von Galizien in die Schweiz ausgewandert sind! Sicher wäre er mit dem Referendum in Katalonien anders umgegangen. Als die Generation meiner Eltern in den 1960er-Jahren in die Schweiz kam, genoss sie die Frucht, die in Francos Spanien verboten war: die Demokratie. Sprachlos schauten sie zu, wie die Schweizer jedes Jahr mehrmals an die Urnen gingen, um über so unterschiedliche Themen wie die Bekämpfung des Alkoholismus oder die Wasserverschmutzung abzustimmen. Wenige Jahre nach ihrer Ankunft erlebten sie erstaunt, wie sie selbst zum Abstimmungsobjekt wurden, als die Schweizer beschlossen, über ihre Anwesenheit im Land zu entscheiden. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir an jenen Abstimmungssonntagen von 1970 und 1974 beklemmt auf die Abstimmungsresultate warteten. Und auch an die Erleichterung, als wir übers Fernsehen erfuhren, dass wir die Koffer nicht packen mussten. Antonio Castiñeira ist der Sohn galizischer ...

  • "Wer nicht in die Pedale tritt, fällt schliesslich um"

    Mo, 9 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Der bilaterale Weg brauche neuen Schwung, meint Anne Paugam, Frankreichs Botschafterin in der Schweiz. Auch ist sie froh, dass die Beziehungen zwischen Paris und Bern wieder entspannter sind und erklärt, die Rafale-Gruppe sei interessiert am Kampflugzeugmarkt in der Schweiz. Le Temps: Sie sind seit einem Jahr Frankreichs Botschafterin in der Schweiz. Was hat Sie in unserem Land überrascht? Anne Paugam: Es waren im Wesentlichen gute Überraschungen. Ich entdecke ein Land, über das ich nur wenig wusste. Ich wurde sehr direkt und auch herzlich empfangen. Ich wurde mir der Dichte unserer Beziehungen bewusst, und dass diese viel ausgeglichener sind, als man glauben könnte. Frankreich ist der drittgrösste Handelspartner der Schweiz, und diese ihrerseits der drittgrösste Markt Frankreichs ausserhalb der Europäischen Union. Die Schweiz ist der zweitgrösste ausländische Investor in Frankreich, und Frankreich der drittgrösste ausländische Investor in der Schweiz. Mit rund 180'000 ...

  • "Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung"

    So, 8 Okt 2017 09:00:00 GMT

    In den letzten Jahren ist jede Annahme darüber, wer der Mensch eigentlich ist und woher er stammt, in Frage gestellt worden. Neue Ausgrabungen zeigen, dass die Entwicklung zum Homo sapiens um einiges mysteriöser ist als wir dachten. In den Wäldern Ostafrikas wurde der Affe zum Mensch. Dort trennten sich vor sechs bis sieben Millionen Jahren die Stammeslinien von Schimpanse und Mensch, und die ersten aufrechtgehenden Frühmenschen, so genannte Hominiden, entstanden. Das ist die gängige Lehrmeinung. Gemäss dieser breiteten sich diese Vorfahren zwar innerhalb Afrikas weiter aus, verliessen aber den Kontinent für viele Millionen von Jahren nicht. Doch stimmt das so wirklich? Im Mai dieses Jahres berichtete ein deutsches Forscherteam, sie hätten einen neuen Urmenschen identifiziert. Dieser soll vor über sieben Millionen Jahren auf dem Balkan gelebt haben. Die Wissenschaftler folgerten aus dem Befund, dass die Abspaltung zwischen Mensch und Schimpanse wohl nicht in Afrika, sondern im ...

  • "Racial Profiling ist ein institutionelles Problem bei der Polizei"

    Sa, 7 Okt 2017 12:00:00 GMT

    Rassismus in der Schweiz zeigt sich grundsätzlich bei ethnisch motivierten polizeilichen Kontrollen (Racial Profiling). Zu diesem Schluss kommt der Rat der afrikanischen Diaspora in der Schweiz. Handelt es sich um Einzelfälle oder institutionalisierte Praktiken? Für Tarek Naguib, Jurist und Mitglied der Allianz gegen Racial Profiling, ist das Problem struktureller Natur. "Unsere Beobachtungen zeigen, dass Racial Profiling eines der Hauptprobleme ist, denen Schwarze in der Schweiz begegnen", sagt André Loembe, Vize-Präsident von CRAN (Carrefour de réflexion et d'action contre le racisme anti-noir), einer Organisation, die sich gegen Rassismus gegenüber Schwarzen engagiert. CRAN hat kürzlich dem Rat der afrikanischen Diaspora in der Schweiz, der sich aus Anlass des zehnjährigen Bestehens in Bern traf, einen Bericht über Personen afrikanischer Abstammung präsentiert. Tarek Naguib, Jurist und Mitgründer der Allianz gegen Racial Profiling, wehrt sich gegen polizeiliche Kontrollen ...

  • Europaallee - Zürichs umstrittener Stadtteil

    Sa, 7 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Mitten im Herzen der Stadt Zürich entsteht ein neues Quartier. Direkt hinter den Gleisen des Hauptbahnhofs erstreckt sich die "Europaallee" bis an den alten Stadtkreis 4. Dicht beieinander entsteht ein Mix aus Arbeitsraum, Wohnungen, Hotels, Restaurants, Läden, Ausgeh-Orten und Bildungsinstitutionen. Die SBB ist nicht nur Besitzerin des 78'000 Quadratmeter grossen Grundstückes, sondern auch gleich die Bauherrin. Der erste Spatenstich erfolgte 2009, die letzte Bauetappe soll 2020 fertig gestellt sein. Noch selten hat ein Projekt, das verdichtetes Bauen als Kernthema aufweist, in diesem Masse polarisiert. Alle reden darüber: die Landschaftsschützer, Bauplanerinnen, Stadtentwickler und sowieso die Bürgerinnen und Bürger. Im Jahre 2006 hat die Stadtbevölkerung über das Projekt abgestimmt und mit 65 Prozent Ja- Stimmen angenommen. Die Einen finden, die Europaallee sei ein Katalysator für die Gentrifizierung: Es entstehen teure Bauten, mit und in denen dem Kommerz gefrönt wird und die ...

  • "Du musst denken wie ein Salat"

    Fr, 6 Okt 2017 15:00:00 GMT

    Sein Vater war Hochseekapitän. Die Mutter kam aus einer Gemüsebauernfamilie. Jim Woodtli entschied sich fürs Gemüse. Seit drei Jahren verwirklicht der 30-Jährige auf zehn Hektaren Land in der Nähe des Bielersees seine Ideen. "Du musst denken wie ein Salat, dich in seine Lage versetzen können", sagt der Gemüsegärtner. Salat komme ursprünglich aus dem mediterranen Raum. "Klar gefällt es ihm bei niedrigen Temperaturen und gefrorenem Boden nicht. Er mag leichten Boden und hohe Temperaturen lieber." People of Switzerland ist ein multimediales Projekt von den Freelance-Journalisten Jennifer Greenland und Nora Hesse. Menschen aus allen Schweizer Städten, Dörfern und Tälern erzählen in den vier Landessprachen oder auf Englisch aus ihrem Leben. Wie fühlt es sich an, hier zu leben? Was inspiriert sie? Was macht ihnen Angst? Und was würden sie ändern? swissinfo präsentiert die Porträts in loser Folge als Videoblog. Jim verkauft sein Gemüse an Zwischenhändler. Seine Salate liegen dann in ...

  • Katalonien aktiviert die Schweiz als Mediatorin

    Fr, 6 Okt 2017 09:29:00 GMT

    Sie reden nicht miteinander: Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy verweigert dem katalanischen Regionalpräsident Carles Puigdemont das Gespräch. Im Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens steht die Schweiz aber in Kontakt mit beiden Fraktionen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist bereit, eine Plattform für den Dialog zwischen der spanischen Regierung und den katalanischen Behörden einzurichten. Das berichtet der Schweizer Sender RTS. Das EDA bestätigte RTS, dass die Schweizer Behörden "in Kontakt mit beiden Parteien" stehen. Man prüfe alle eingegangenen Schlichtungsanträge und reagiere wenn immer möglich positiv darauf, lautete der allgemein gehaltene Kommentar. Konkreteres war vom EDA nicht zu erfahren, denn Diskretion gilt bei internationalen Mediationsprozessen als oberstes Gebot, Transparenz könnte den gesamten Prozess gefährden, die Allparteilichkeit der Schweiz könnte angezweifelt werden. "Es ist klar, dass eine Vermittlung nötig ...

  • Das Picasso-Wunder zu Basel

    Fr, 6 Okt 2017 09:00:00 GMT

    Was ist das, wenn der grösste Künstler des 20. Jahrhunderts, zwei seiner Gemälde und eine bunte Volksbewegung aus jungen Hippies, Bürgertum und schwerreichem Chemie-Adel aufeinandertreffen? Das Wunder von Basel. Dieses ist zugleich auch ein Wunder der direkten Demokratie: 1967, also vor 50 Jahren, sagten die Basler Stimmbürger Ja zum Ankauf zweier Picassos. Was dann geschah, tönt wie ein Märchen. Nur dass es wahr ist. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. So zauberhaft unsere Geschichte endet, so dramatisch beginnt sie – mit einem Flugzeugabsturz im peitschenden Regen. Im April 1967 zerschellt auf Zypern eine Maschine der Fluggesellschaft Globe Air im Landeanflug. 117 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder sterben.  Die Katastrophe lässt die kleine Airline wenig später in den Konkurs schlittern. Die hohen Forderungen muss grösstenteils der Hauptaktionär der Gesellschaft übernehmen. Es ist der Basler Peter G.

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