Das Neuste von unserem Partner swissinfo

  • Genfer Uhrensalon zum ersten Mal öffentlich

    Mon, 16 Jan 2017 12:51:00 GMT

    Der Internationale Uhrensalon (SIHH) wird heute in Genf zum 27. Mal eröffnet. Ein Publikumstag macht den Anlass zum ersten Mal öffentlich. Keine schlechte Idee bei der schleppenden Konjunktur. Es sind keine leichten Zeiten für die Uhrenindustrie. Seit 17 Monaten nehmen die Exporte ab. Während sie im Jahr 2014 noch 22,2 Milliarden Franken betrugen, ist für das Jahr 2016 aufgrund einer Schätzung noch mit 19,5 Milliarden zu rechnen. Die Uhrenbranche hofft daher auf Impulse vom Uhrensalon. Vielleicht könnte auch folgendes Novum das Interesse an Uhren ankurbeln: Zum ersten Mal wird es am Salon einen Publikumstag geben. Bisher war der Uhrensalon für das allgemeine Publikum unzugänglich. Der Salon legte Wert auf ein exklusives Luxusambiente. Manche Vertreter der ausstellenden Uhrenmarken wünschten sich jedoch, dass auch der Normalverbraucher Einblick in die Ausstellungen erhält. Nun haben sie sich durchgesetzt: Am Freitag, 20. Januar 2017, öffnet der Salon ...

  • Ernst Wyrsch: "Ich hatte nie den Drang, Staatsoberhäuptern moralisch den Zeigefinger vorzuhalten"

    Mon, 16 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Bill Clinton, Muhammad Ali, Angelina Jolie, Kofi Annan, Richard Gere, Angela Merkel: Die Liste liesse sich problemlos verlängern. Ernst Wyrsch hatte sie alle während des World Economic Forum (WEF) in seinem Steigenberger Grand Hotel Belvédère getroffen. Von 1996 bis 2011 leitete der Bündner Hotelier zusammen mit seiner Ehefrau das 5-Sterne-Hotel in Davos. Im Interview mit swissinfo.ch sprach er über die Bedeutung des WEF, über Staatsoberhäupter aus Ländern mit zweifelhaftem Ruf und die Abhängigkeit vom Profit. swissinfo.ch: Seit fünf Jahren sind Sie nicht mehr Direktor im Hotel Belvédère. Wie schauen Sie heute auf das WEF zurück? Ernst Wyrsch: Mit grosser Dankbarkeit und Stolz, 15 Jahre lang im Auge des Tornado mit dabei gewesen zu sein. Es ging oft drunter und drüber. Dankbar bin ich auch, dass die Schweiz, der Kanton Graubünden und Davos das WEF nie infrage stellten, sondern immer verstanden, dass es mehr bringt als es kostet. swissinfo.ch: Heute sind Sie ...

  • Xi Jinping in der Schweiz

    Mon, 16 Jan 2017 08:07:00 GMT

    Auf Einladung Berns weilt Chinas Präsident Xi Jinping auf einem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz. Trotz Kritik von Demonstranten wurde der chinesische Staatspräsident freundlich empfangen. China und die Schweiz haben zehn Abkommen unterzeichnet. Dass die beiden Länder gute Beziehungen zueinander pflegen, wurde bereits bei der Begrüssung ersichtlich. China ist der drittgrösste Handelspartner der Schweiz. Anlässlich des Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jingping haben China und die Schweiz zehn Abkommen unterzeichnet. Damit soll die bilaterale Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und China verstärkt werden. Grosse Sicherheit beim Staatsempfang Der chinesische Staatsbesuch in der Schweiz findet unter grossem Sicherheitsdispositiv statt: Man will einen politischen Eklat wie beim letzten Schweiz-Besuch eines chinesischen Staatspräsidenten vor 18 Jahren verhindern. Damals empörte sich der damalige chinesische Staatspräsident ...

  • Die vergessene Welt der Schweizer Bunker

    Sun, 15 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Die Schweizer Stadt Luzern war einst Heimat des grössten zivilen Bunkers der Welt. Die unterirdische Zivilschutzanlage wurde für 20'000 Personen gebaut, falls es zu einem Atomkrieg kommen sollte. Noch heute könnte sie bei einer Katastrophe benutzt werden – allerdings in reduzierter Form. Mitten in einem Quartier mit Wohnblocks, gleich neben einem Kinderspielplatz gelegen, kommt man durch eine unauffällige Tür in einer Betonwand in die Unterwelt. Hinter dieser Tür befinden sich 40 Jahre Geschichte – und ein in den Untergrund gebautes Gebäude. Zora Schelbert, die mich in den Bunker führt, stösst die schwere Eisentür auf. Lautstark schlägt diese hinter uns zu. Hier unten ist es kühl, und ein langer, grauer Tunnel führt uns stetig weiter hinab. Der Bunker war zur Zeit seiner Entstehung der grösste der Welt. Nach seiner Eröffnung 1976 sollte er im Falle eines Atomschlags 20'000 Personen Schutz bieten können. Seit 1963, als der Kalte Krieg auf seinem ...

  • "Chinesisch-schweizerische Beziehungen entwickeln sich auf hohem Niveau"

    Sat, 14 Jan 2017 16:00:00 GMT

    Die beiden Staaten lägen zwar weit auseinander, schreibt der Präsident der Volksrepublik China in seinem Gastbeitrag, aber die Schweiz sei der chinesischen Bevölkerung durchaus nicht fremd. Die Chinesen sähen die Schweiz nicht nur als "Dach Europas" mit einer herrlichen Landschaft, sondern auch als wissenschaftlich und technologisch innovatives Land mit einem "arbeitsamen Volk". Vertiefte Zusammenarbeit Wenn China und die Schweiz vor dem Hintergrund der komplizierten und wechselhaften internationalen Lage ihre innovative strategische Partnerschaft weiter festigen, wird dies zum Nutzen für die Völker beider Länder sein. Ich freue mich sehr darüber, dass mich meine erste Auslandsreise im Jahr 2017 in die schöne Schweiz führt. Dies ist mein erster Besuch in der Schweiz in meiner Eigenschaft als chinesischer Staatspräsident, es ist auch der erste Staatsbesuch eines Staatsoberhaupts Chinas in der Schweiz im neuen Jahrhundert. Der bekannte Schweizer Dichter ...

  • Nostalgische Zeitreise ins Schneegestöber

    Sat, 14 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Die historischen Bilder der Braunwalder Fotografen Johann (1875-1954) und Hans Schönwetter (1906-1997), Vater und Sohn, stammen aus der privaten Sammlung von Fridolin Walcher, selber Fotograf im Glarnerland. Der grösste Teil des Nachlasses der beiden Fotografen ging an den Kanton Glarus. Er umfasst über eine halbe Million Diapositive, Negative, Glasplatten, Fotomontagen, Retouchen, Ansichtskarten, Abzüge auf Papier und Filme (ca. 50'000 Meter) in diversen Formaten. Das Bildmaterial ermöglicht eine einmalige Sicht auf eine verflossene Zeit und ist von hohem ästhetischen und historischen Wert. Bilder von Foto Schönwetter gelangten als Postkarten in die ganze Welt, wurden in vielen Publikationen verwendet und prägten so die Sicht auf das Glarnerland und seine Bewohner. Wir zeigen eine Auswahl von Bildern, die den Beginn der Mechanisierung des Wintersports dokumentieren: Die Braunwald Standseilbahn, die das Lithtal mit der Sonnenterasse von Braunwald verbindet, die 1901 errichtete ...

  • Sollen die Schweizer Medien vom Staat gefördert werden? Ja, aber ...

    Fri, 13 Jan 2017 18:05:00 GMT

    Die Etablierung des mobilen Internets stellt viele traditionelle Branchen vor grosse Herausforderungen – so auch die Medien in der Schweiz. Der Staat soll gestaltend eingreifen, empfiehlt eine neue Studie. Ist das sinnvoll? Ein kurzer Überblick zur Studie und die Reaktionen darauf von Medien-Start-Up-Gründer Constantin Seibt. Die direkte Demokratie bringt mit sich, dass die Bürgerinnen und Bürger zu vielen teils komplexen Themen Stellung beziehen können. Viele sind sich einig, dass für die Entscheidungsfindung die Informationen und Diskurse in den Medien wichtig sind. Darüber, wie die Medienvielfalt garantiert werden soll, gehen die Meinungen jedoch weit auseinander. Was früher oft nur durch Bezahlung zugänglich war, gibt es heute massenweise gratis im Netz: Informationen und öffentliche Debatten. Das klassische Business-Modell „Journalismus“ ist dadurch ins Wanken geraten. Es sind aber nicht nur die Nutzer, die ins Netz abwanderten, sondern auch die Werbeeinnahmen.

  • China, der grosse Freund der Schweiz

    Fri, 13 Jan 2017 15:30:00 GMT

    Ob in der Wirtschaft, in der Finanzbranche, in der Forschung, mit Blick auf die Umwelt und das Klima, die Kultur und nicht zuletzt die Menschenrechte: Es vergeht kaum ein Monat, ohne dass eine chinesische Delegation die Schweiz besucht. Die bilateralen Beziehungen der beiden Länder basieren auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen. "Menschenrechte nicht ignorieren!" Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet, dass bei den Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten die Menschenrechtsprobleme ignoriert werden. Sie ruft die Schweizer Regierung auf, sich nicht nur von Wirtschaftsinteressen leiten zu lassen. Im Freihandelsabkommen, das die Schweiz 2014 mit China in Kraft gesetzt habe, erscheine das Wort Menschenrechte kein einziges Mal. GfbV erwartet von den Verantwortlichen des WEF und der Landesregierung, den Umgang Chinas mit den Minderheiten mit Xi Jinping anzusprechen und Verbesserungen einzufordern.   Im April 2016 weilte der damalige Schweizer ...

  • Mit Geschenken die Schweizer Lokaldemokratie retten?

    Fri, 13 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Gratis-Kehrichtsäcke, Grillwürste, kühles Bier und Gutscheine: Damit locken einige Gemeinden ihre Bürgerinnen und Bürger an die Gemeindeversammlung, dem Herzstück der Schweizer Lokaldemokratie. Doch: Braucht die direkte Demokratie Geschenke? Die Antwort fällt überraschend aus. Die direkte Demokratie krankt im Schweizerland. Das lassen zumindest die vielen leeren Stühle an den rund 4000 Gemeindeversammlungen vermuten, die jedes Jahr in rund 2000 Gemeinden Land auf Land ab stattfinden. An diesen meist abendlichen Versammlungen entscheidet das Volk per Handerheben beispielsweise darüber, wie viel Geld das Dorf ausgeben darf, ob ein neues Schulhaus gebaut wird oder die Steuern erhöht werden sollen. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Laut Daniel Kübler, Professor der Politikwissenschaft an der Universität Zürich und bis 2016 Direktor des Zentrums für Demokratie Aarau, verfügt man zwar nur über wenige Daten ...

  • Karikatur der Woche

    Fri, 28 Oct 2016 07:00:00 GMT

    Die Zeichnerin Marina Lutz wirft in ihrer wöchentlichen Karikatur auf swissinfo.ch einen Seitenblick auf ein aktuelles Thema. Sie arbeitet für verschiedene Schweizer Medien als Karikaturistin, darunter das führende Satiremagazin Nebelspalter. Darüber hinaus hat sie schon mehrere Preise gewonnen, etwa am internationalen Comix-Festival Fumetto in Luzern.

  • Xi Jinping, ein "verantwortungsvoller Führer" in der Schweiz

    Thu, 12 Jan 2017 15:30:00 GMT

    Auf Einladung Berns trifft Chinas Präsident am Sonntag zu einer Staatsvisite in der Schweiz ein. Neben der Hauptstadt Bern und dem WEF in Davos wird er den Europa-Sitz der UNO in Genf sowie das Internationale Olympische Komitee in Lausanne besuchen. Xi Jinping dürfte während seiner Visite sein Engagement für UNO und Freihandelsabkommen bekräftigen. "Allein die Tatsache, dass dieser Staatsbesuch stattfindet, ist ein Ereignis. Chinas Präsident ist einer der gefragtesten Männer der Welt. Diese Visite ist auf jeden Fall eine grosse Chance für die Schweiz", erklärt Blaise Godet, ehemaliger Schweizer Botschafter in China und Präsident der Westschweizer Sektion der Handelskammer Schweiz-China, mit Begeisterung. Klaus Schwab, der Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF), das im Januar zu seinem grossen Jahrestreffen in Davos zusammenkommt – mit Xi Jinping als Stargast –, teilt diese Freude. Es ist in der Tat das erste Mal, dass ein chinesischer Präsident an dieser ...

  • Trumps Medienkonferenz: "Schlechter Tag für die Demokratie"

    Thu, 12 Jan 2017 12:03:00 GMT

    Donald Trumps turbulente erste Medienkonferenz als gewählter Präsident und nicht bewiesene Anschuldigungen gegen ihn deuten an, dass seine Präsidentschaft einen schlechten Start haben könnte. Das ist das Fazit mehrere Kommentare in Schweizer Zeitungen. An der ersten Medienkonferenz seit den Wahlen vom 8. November 2016 und neun Tage vor seiner Vereidigung versuchte Trump, unbewiesene Geheimdienstberichte zu zerzausen, wonach Russland über kompromittierendes Material über den künftigen US-Präsidenten verfüge, das diesen für Erpressungen verletzlich mache. Trump wies die Vorwürfe mit aller Härte zurück, beschuldigte den amerikanischen Geheimdienst, für das Informationsleck verantwortlich zu sein, und verglich die Angelegenheit mit Zuständen im "Dritten Reich". "Die Lügen von der Wahrheit entwirren", titelt die Westschweizer Tageszeitung Le Temps in ihrem Kommentar. Sicher sei einzig, dass die Präsidentschaft von Donald Trump mit einem der schlechtesten Starts beginne.

  • Wo die Schweiz wächst – und wo sie schrumpft

    Thu, 12 Jan 2017 13:00:00 GMT

  • Kein Schweizer Pass für Tierschützerin

    Thu, 12 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Die Bürgerinnen und Bürger einer aargauischen Gemeinde haben einer Holländerin zwei Mal die Einbürgerung verweigert, weil sich die vegan ernährende Tierschützerin mit Protesten gegen Kuh- und Kirchenglocken, Zirkustiere und Rennpferde unbeliebt gemacht hat. Ist die direkte Demokratie das richtige Instrument für Einbürgerungen? Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Ein bisschen Holländerin ist Nancy Holten geblieben: Trotz Minustemperaturen und zentimeterhohem Schnee fährt sie für das Treffen mit swissinfo.ch mit dem eleganten Damenfahrrad von Gipf-Oberfrick in die Nachbargemeinde Frick zu ihrem Lieblingscafé. Ansonsten ist sie von einer Schweizerin nicht zu unterscheiden: Mit 8 Jahren zog sie mit der Mutter aus Rotterdam in den Kanton Zürich, sie spricht perfekt Schweizerdeutsch, hat drei Töchter mit Schweizer Pass und tritt als Model in Werbespots von Migros, der Schweizer Post, Rivella und anderen ...

  • "Alle Schweizer sollten einmal im Leben auswandern"

    Wed, 11 Jan 2017 15:30:00 GMT

    Die Schweiz muss sich für ihre Auswanderer interessieren, denn sie verfügen über ein riesiges Know-how und lokales Wissen, das die Schweizer Politik und die Wirtschaft nutzen könnten. Das sagt Professor Walter Leimgruber, Präsident der Migrationskommission, im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. NZZ: Herr Leimgruber, jedes Jahr wandern netto mehr Schweizerinnen und Schweizer aus. Warum? Walter Leimgruber: Früher wanderte man aus, weil man musste. Man war arm, die einzige Möglichkeit, sich ein Leben aufzubauen, war die Auswanderung. Das ist global gesehen noch heute der Hauptgrund für Migration. Aber es gab immer auch Menschen, die gingen, weil sie sich verliebt oder weil sie eine Herausforderung gesucht haben. Diese Menschen verstehen das Leben als Projekt. Und sie stellen fest: In der Schweiz kann man zwar viel machen, aber es gibt eine klare Grenze. Viele Auswanderer sind zwischen 20 und 35 Jahre alt und sehr gut ausgebildet. Sie sagen sich: Ich ...

  • Schweizer Presse begrüsst Entscheid des Menschenrechts-Gerichtshofs

    Wed, 11 Jan 2017 13:50:00 GMT

    Muslimische Schülerinnen dürfen sich nicht mehr auf die Religionsfreiheit berufen, um dem Schwimmunterricht fernzubleiben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat ein Urteil des Bundesgerichts bestätigt. Die Schweizer Zeitungen reagieren positiv auf den Entscheid. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) betrifft den Fall einer in Basel wohnhaften Familie. Die sieben und neun Jahre alten Mädchen besuchten dort im August 2008 eine Primarschule. Dem obligatorischen Schwimmunterricht blieben sie jedoch fern. Gespräche mit den Eltern, welche die Schweizer und die türkische Staatsbürgerschaft haben, fruchteten nicht. Das Erziehungsdepartement auferlegte den Eltern deshalb im Juli 2010 eine Geldbusse. Die schweizerischen Rekurs- und Beschwerdeinstanzen wiesen die dagegen eingelegten Rechtsmittel ab. So gelangten die Eltern an den EGMR. Dieser hält in seinem am Dienstag publizierten Urteil fest, dass das Interesse an ...

  • Unverkäuflich: Freie Meinungsäusserung in Genf

    Wed, 11 Jan 2017 15:01:00 GMT

    Als Stadt, die sich die Werbung vieler Schweizer Luxusmarken gewohnt ist und in der viele dieser Firmen beheimatet sind, bietet Genf kurzfristig eine alternative Lösung – das hausgemachte Plakat. Mit weissen Plakaten gibt die Stadt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, sich öffentlich auszudrucken. swissinfo.ch hat einige Beispiele der bemerkenswerteren Ergebnisse gesammelt (siehe unten). Seit Anfang Jahr hat die Westschweizer Stadt Genf rund 3000 dieser werbefreien Plakate aufhängen lassen. Das Experiment ist das Ergebnis eines Rechtsstreits über rund 3000 Werbeplakate. Nun haben zahlreiche Genferinnen und Genfer ihrer Kreativität freien Lauf gelassen, um sich künstlerisch oder politisch zu äussern und ihre Ideen mit einer grösseren Öffentlichkeit zu teilen.

  • Prominente vergessen Geld auf Schweizer Konten

    Wed, 11 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Als einer der bekanntesten Kletterer seiner Zeit vertuschte Royal Robbins gerne sämtliche Spuren seiner Aufstiege. Bei einem Aufenthalt in der Schweiz aber hinterliess der Amerikaner etwas: ein vergessenes Bankkonto – eines von fast 4000 öffentlich gemachten sogenannten nachrichtenlosen Vermögen. Als nachrichtenlos gilt ein Konto auf einer Schweizer Bank, wenn der letzte Kundenkontakt mindestens 60 Jahre zurückliegt. Ausserdem muss der Wert des Vermögens mehr als 500 Schweizer Franken betragen oder unbekannt sein. Insgesamt belaufen sich diese nachrichtenlosen Vermögenswerte auf über 52 Millionen Schweizer Franken. Die Konto-Inhaber oder deren Nachkommen haben fünf Jahre Zeit, das Geld zurückzufordern. Ansonsten geht es an den Schweizer Staat. Royal Robbins bezwang als erster die Nordwestwand des Half Dome, einem 2693 Meter hohen Berg im Yosemite-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien. Er ist der Gründer eines erfolgreichen Unternehmens für Outdoor-Bekleidung, ...

  • Schweiz führte vor zehn Jahren eingetragene Partnerschaft ein

    Tue, 10 Jan 2017 20:13:00 GMT

    Schwule und lesbische Paare können in der Schweiz seit 2007 ihre Partnerschaft offiziell eintragen lassen. Dies bestimmt ein damals neu eingeführtes Gesetz. Doch viele Homosexuelle hoffen, dass die Ehe für alle der nächste offizielle Schritt wird und das Stigma um die eingetragene Partnerschaft damit zu Ende ist. (RTS/swissinfo.ch) Florent Jouinot von der Waadtländer Vereinigung für homosexuelle Personen (VoGay) glaubt, die eingetragene Partnerschaft werde stigmatisiert, weil solche Paare nicht selber entscheiden können, ob ihr Zivilstand offengelegt wird oder nicht. "Wenn man auf Job- oder Wohnungssuche ist oder Steuern zahlt, muss man den Zivilstand angeben. Und da eingetragene Partnerschaften nur für Homosexuelle existieren, kann das zu Diskriminierung führen", sagt Bastian Baumann von Pink Cross, der Bürgerrechts- und Selbsthilfeorganisation von Schwulen in der Schweiz, gegenüber swissinfo.ch. "Es herrscht Diskriminierung in der Beziehung zwischen dem Staat und ...

  • Behindern strengere Einbürgerungskriterien die Integration?

    Tue, 10 Jan 2017 15:30:00 GMT

    Elif und Emre leben seit 12 Jahren in der Schweiz. Wegen eines kantonalen Gesetzes zur besseren Integration neuer Staatsbürger mussten sie ihren Traum, den Schweizer Pass zu erhalten, bis auf weiteres auf Eis legen. Gemäss gewissen Kreisen gehen die neuen Einbürgerungs-Kriterien zu weit oder sind sogar kontraproduktiv. 2004 war es für das Ehepaar Elif* und Emre* klar, dass sie die Türkei verlassen mussten. Nach Angaben von Emre war es bei seinem letzten von mehreren Gefängnisaufenthalten zu Drohungen gegen seine Familie gekommen. Die beiden tauchten unter und konnten dank Kontakten zu einem Netzwerk von Demokratie-Aktivisten in den Westen ausreisen. Als der Lastwagen anhielt, waren sie in der Schweiz und beantragten Asyl. Neun Jahre später haben beide Arbeit in einem Blindenheim in der Nähe der Schweizer Hauptstadt. Zwei Jahre lang waren sie finanziell unabhängig, und im Bericht ihres Sozialarbeiters hiess es, sie hätten "gute Deutschkenntnisse" und ein "breites ...

  • Chinas Präsident als "Star" des grossen Wirtschaftstreffens

    Tue, 10 Jan 2017 15:50:00 GMT

    Eine grosse chinesische Delegation, angeführt durch Staatspräsident Xi Jinping, markiert den Höhepunkt des diesjährigen World Economic Forum (WEF) im bündnerischen Davos. Die Organisatoren wollen die Führungspersönlichkeiten der Welt überzeugen, verantwortungsvoller und anpassungsfähiger zu sein. Erstmals in der Geschichte des Weltwirtschaftsforums in Davos wird dort in diesem Jahr ein chinesischer Präsident erwartet. Xi Jinping werde nach dem Staatsbesuch in der Schweiz von kommendem Sonntag anschliessend auch an dem Treffen in Davos teilnehmen, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums am Dienstag in Peking. Laut den Organisatoren des Treffens wird er zur Eröffnung des Forums zu den über 3000 Delegierten sprechen. WEF-Gründer Klaus Schwab erklärte, Chinas Teilnahme sei "besonders relevant" für das diesjährige Thema "Anpassungsfähige und verantwortungsvolle Führung". Im Mittelpunkt des Treffens von Politikern und Wirtschaftsvertretern dürften in diesem ...

  • Ist die Steuerreform zu unternehmensfreundlich?

    Tue, 10 Jan 2017 09:53:00 GMT

    Die rechtsbürgerliche Mehrheit des Schweizer Parlaments hat im Juni die Unternehmenssteuerreform III verabschiedet, um die Schweizer Gesetzgebung internationalen Steuerstandards anzupassen. Die Reform wird jedoch von den Sozialdemokraten mit einem Referendum bekämpft. Laut SP haben die bürgerlichen Parteien die Reform genutzt, um Unternehmen Steuergeschenke zu machen. Am 12. Februar 2017 wird abgestimmt. Die beiden ersten grossen Reformen der Unternehmenssteuer erfolgten in den Jahren 1997 und 2007. Sie dienten dazu, die steuerlichen Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Schweiz attraktiver zu machen. Die Unternehmenssteuerreform III (USR III), über welche das Schweizer Stimmvolk am 12. Februar befindet, erfolgte hingegen auf Druck von aussen, insbesondere von Seiten der Europäischen Union (EU). Grund: Das Schweizer Steuersystem ist „zu attraktiv“ geworden. BEPS Beim Aktionsplan BEPS (Base Erosion and Profit Shifting – "Aushöhlen der steuerlichen ...

  • Willkommen im iPhone-Land Schweiz

    Mon, 9 Jan 2017 16:42:00 GMT

    In den zehn Jahren seit der Enthüllung des iPhones hat sich die Art und Weise, wie Internet und Mobiltelefone genutzt werden, total verändert. In der Schweiz gingen die Apple-Geräte weg wie warme Brötchen – und ihre Beliebtheit hat nicht nachgelassen. Als das neue Gerät im Januar 2007 auf den Markt kam, mussten Trendsetter, die unter den ersten Schweizern mit einem iPhone sein wollten, dieses online bestellen oder in den USA kaufen. Allerdings waren die SIM-Karten der US-Geräte damals gesperrt. Das nächste Problem war also, ein Computer-Programm oder einen kleinen Laden zu finden, um die Karte zu entsperren, so dass das iPhone im mobilen Netz der Schweiz einsetzbar war. "Ich kaufte das iPhone auf eBay für rund 1300 Schweizer Franken", erzählte Jean-Claude Frick, Tech-Blogger und Digital-Experte beim Vergleichsportal comparis.ch, gegenüber swissinfo.ch. Er erinnert sich, wie eine Community heranwuchs, die iPhones entsperren oder hacken konnte. Wenn einer ein ...

  • Mit umstrittenem Plakat gegen die Einbürgerung

    Mon, 9 Jan 2017 15:45:00 GMT

    Vier Wochen vor der Volksabstimmung über eine erleichterte Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation sorgt eine Plakatkampagne aus dem rechten Lager in der Schweiz für Wirbel: In verschiedenen Bahnhöfen hängt ein Plakat einer Frau, die eine Burka trägt. "Unkontrolliert einbürgern? Nein zur erleichterten Einbürgerung", steht daneben geschrieben. Das Plakat ist der letzte Wurf der Schweizer PR-Agentur Goal AG. Diese hat bereits bei mehreren Volksabstimmungen Anti-Ausländer und Anti-Muslime-Plakate für die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) entworfen. Am meisten Berühmtheit erlangte das Plakat eines weissen Schafs, das ein schwarzes Schaf aus einer Schweizer Fahne kickt. Es diente der SVP 2010 als Werbung für ihre Volksinitiative zur "Ausschaffung krimineller Ausländer".  Die "Financial Times" betitelte Goal-Chef Alexander Segert kürzlich als "Werbe-Guru von Europas neuer Rechten". In einem Interview mit der Zeitung verteidigte der ...

  • Zürich und die Franzosen meinen es ernst miteinander

    Mon, 9 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Franzosen mögen Zürich, und Zürich scheint sie auch zu mögen. Innerhalb von vier Jahren hat die Zahl der Einwanderer aus dem westlichen Nachbarland um 37% zugenommen. Der wichtigste Grund dafür sind die Arbeitsmöglichkeiten in der grössten Schweizer Stadt. Groll gegenüber den Neuankömmlingen gibt es kaum. Die Deutschschweizer scheinen den französischen Charme zu schätzen. Einer vollständigen Symbiose steht allerdings die Sprache im Weg. Nostalgischer Schmuck, entspanntes Ambiente und festliche Stimmung vermischen sich mit der Konversation in der Sprache Molières. Einzig die Serviceangestellte drückt sich in der kleinen Bar im alternativen Zürcher Quartier auf Deutsch aus. Die rund 30 Gäste haben die Tische hinter sich gelassen, um sich vor dem Tresen zu versammeln. "Anstatt ruhig an seinem Tisch zu sitzen und sein Glas zu trinken, bleiben die Leute lieber an der Bar stehen. Das ist typisch französisch", sagt Jérôme Delmotte vom Comité des Jeudis francophones (Komitee ...

  • Schweiz bewilligt erstmals Lieferung in den Irak

    Mon, 9 Jan 2017 13:00:00 GMT

    Die Schweiz exportiert jedes Jahr Waffen im Wert von hunderten Millionen Franken. Ebenfalls sehr lukrativ ist der Export von sogenannten Dual-Use-Gütern. Diese sind sowohl zivil als auch militärisch einsetzbar. Im vergangenen Jahr hat das Staatssekretariat für Wirtschaft den Export solcher Güter im Wert von 1,2 Milliarden Franken bewilligt, darunter neu auch Lieferungen in den Irak. Lange war der Irak bei Schweizer Exporteuren von militärisch verwendbaren Gütern eine Tabuzone. Eine Recherche von SRF Data zeigt nun: Im letzten Jahr wurde erstmals ein Export von Chiffriergeräten im Umfang von rund 100 Millionen Schweizer Franken beantragt – und bewilligt. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervor, das solche Geschäfte bewilligen muss. Gemäss Jürgen Böhler, Leiter Exportkontrollen beim Seco, handelt es sich dabei um Telefone, mit denen abhörsicher kommuniziert werden kann. Der Empfänger: ein ziviles ...

  • Der junge Co-Pilot von Rudolf Caracciolas Silberpfeil

    Sun, 8 Jan 2017 10:00:00 GMT

    2016 war ein Spitzenjahr des Schweizer Automobilrennsports: Sebastien Buemi wurde auf Renault Weltmeister der Formel E, Neel Jani siegte mit Porsche in der Langstrecken-WM. Das Duo knüpfte damit an jene Zeiten an, als die Schweiz Rennsport-Hochburg war: Dank des Grand Prix der Schweiz in Bern. Der 91-jährige Hans Hostettler hat an die Austragungen in den 1930er-Jahren ganz besondere Erinnerungen. Hans Hostettler ist ein aussergewöhnlicher Mann: von 100 Menschen gäbe ihm kein einziger die 91 Jahre - das tatsächliche Alter des 1925 Geborenen. Aussergewöhnlich ist auch sein erstes Auto, das er immer noch besitzt. Und gelegentlich immer noch fährt! Den Citroën Traction Avant Jahrgang 1948, kauft er 1950. Auf dessen Tacho stehen nach gut 67 Jahren 440'000 Kilometer – das sind mehr als zehn Umrundungen der Erde. Und Hans Hostettler gehört zu den ganz wenigen Auserwählten, die als Nicht-Rennfahrer einen der legendären Silberpfeile von Mercedes-Benz fahren durften.

  • 2016 aus Sicht von Schweizer Karikaturisten

    Sat, 7 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Brexit, Krieg in Syrien, Attentate in Europa, Wahl von Donald Trump, Tod von Fidel Castro… die grossen internationalen Ereignisse des vergangenen Jahres haben auch die Karikaturisten der Schweizer Presse inspiriert. Wie jedes Jahr seit 2008 zeigen an die fünfzig Karikaturisten ihre besten Pressezeichnungen im Rahmen der Ausstellung "Gezeichnet" im Museum für Kommunikation in Bern. Die Besucher werden aufgefordert, aus den 200 gezeigten Werken die Zeichnung des Jahres zu wählen. Die Ausstellung hat den Anspruch, die kulturellen Grenzen der vier Sprachregionen der Schweiz zu überwinden. Zu sehen sind die berühmtesten "Zeichenfedern" der Schweizer Presse, namentlich Felix Schaad (Tages-Anzeiger), Max Spring (Berner Zeitung), Peter Schrank (Basler Zeitung), Chappatte (Le Temps / NZZ am Sonntag), Orlando (Der Bund), Ben Marchesini (Le Matin) und Michael Streun (Nebelspalter). Das Jahr 2016 endet für die Schweizer Karikaturwelt allerdings traurig: Rasch hintereinander starben zwei der ...

  • Erstmals seit 1999 besucht chinesischer Präsident die Schweiz

    Fri, 6 Jan 2017 15:51:00 GMT

    Kommende Woche kommt mit Xi Jinping erstmals seit 1999 wieder ein chinesischer Präsident in die Schweiz auf Staatsbesuch. Damals war es in Bern zum Eklat gekommen, nachdem tibetische Sympathisanten "Free Tibet"-Transparente entrollt hatten. Der Bundesrat empfängt den chinesischen Präsidenten Xi Jinping "als Ausdruck der politisch und wirtschaftlich zunehmend engeren Beziehungen zwischen der Schweiz und China", wie die Landesregierung am Freitag mitteilte. Geplant sind Reden, Gespräche und ein Gala-Dinner. Die Beziehungen zum Reich der Mitte waren auch schon kühler. So hatte der letzte Staatsbesuch 1999 zu einem regelrechten diplomatischen Eklat geführt: Während dem offiziellen Empfang des Staatspräsidenten Jang Zemin mit militärischen Ehren auf dem Bundesplatz hatten tibetische Sympathisanten auf den umliegenden Hausdächern "Free Tibet"-Transparente entrollt. Der Magistrat war erzürnt und wollte nicht derart empfangen werden. Er verweigerte Bundespräsidentin Ruth Dreifuss den ...

  • In welchen Schweizer Städten leben am meisten Ausländer?

    Fri, 6 Jan 2017 15:09:00 GMT

    Zehn Städte in der Schweiz haben mehr als 50'000 Einwohner. Die Einheimischen sind zwar überall in der Mehrheit, aber der Anteil der ausländischen Bevölkerung variiert stark, von 23,4% in Winterthur bis 48,4% in Genf. In Zürich, der grössten Schweizer Stadt, leben laut Bundesamt für Statistik in absoluten Zahlen gemessen am meisten Ausländer, nämlich 124'823 (Im Jahr 2014). Aber in Genf, wo viele internationale Organisationen und multinationale Unternehmen ihren Sitz haben, ist der Anteil Ausländer an der Gesamtbevölkerung der Stadt am grössten. Am Donnerstag hat das Westschweizer Radio (RTS) berichtet, dass in Locarno, eine Stadt im italienischsprachigen Kanton Tessin mit 16'400 Einwohnern, mehr Menschen leben, die aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland kommen, als Einheimische. Der Anteil Ausländer beträgt dort 35%, jener der Schweizer aus anderen Kantonen – vor allem aus der deutschsprachigen Schweiz – beträgt 16%, jener der Tessinerinnen und ...

  • Sabine Weiss: "Die Fotografie ist nicht Kunst, sondern ein Handwerk"

    Fri, 6 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Sie setzte das Licht ein, um via die Fotografie Emotionen zu vermitteln, und nicht, um sich selber in den Vordergrund zu stellen. Es ist die Arbeit selber, die für Sabine Weiss zählt, eine Selbstdarstellerin ist sie nicht. Mit 92 hat die letzte Vertreterin der so genannten École humaniste nun erstmals einer Ausstellung über ihr Werk zugestimmt, die auch in der Schweiz, ihrem Herkunftsland, zu sehen ist. Künstlerin, Feministin, humanistische Fotografin, Sabine Weiss mag keine Etiketten: "Ich habe es nicht gern, wenn man mich qualifiziert, denn ich habe viele verschiedene Dinge gemacht. Ein gelungenes Bild? "Es muss einfach sein und berühren." Und so hat Sabine Weiss auch immer gelebt, ein aussergewöhnliches Leben in Einfachheit. Dank ihrer Sensibilität verwandelte sie gewöhnliche Szenen in zeitlose Bilder. Und mit derselben Einfachheit fotografierte sie Strassenkinder wie die Grossen dieser Zeit, indem sie stets die Noblesse des Moments erfasste. Mit 92 ist nun der ...

  • Umfrage: Für Steuerreform könnte es im Schlussspurt reichen

    Fri, 6 Jan 2017 05:00:00 GMT

    Zweimal klar Ja, einmal knapp Ja. Dies wäre das Ergebnis, hätte das Schweizer Stimmvolk bereits in der zweiten Dezemberhälfte über die drei Vorlagen der Abstimmung vom 12. Februar abgestimmt: Klar sieht es für die erleichterte Einbürgerung und den Nationalstrassen-Fonds aus, knapp könnte es für die Unternehmenssteuer-Reform III werden. Sichere Arbeitsplätze oder "Milliarden-Beschiss"? Genau 50% Zustimmung zeigt die SRG-SSR-Trendbefragung, durchgeführt vom Forschungsinstitut gfs.bern, für die Unternehmenssteuer-Reform III. 35% der Befragten sind bestimmt oder eher gegen die Vorlage und ganze 15% noch unentschlossen. Mit dem Bundesgesetz über steuerliche Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz soll die inländische Gesetzgebung internationalen Steuerstandards angepasst werden. Die Revision wurde hauptsächlich auf Druck von aussen in Gang gebracht, namentlich von Seiten der Europäischen Union (EU) und der ...

  • "Die Leugnung von Völkermorden ist für betroffene Gruppen traumatisch"

    Thu, 5 Jan 2017 15:30:00 GMT

    Der türkische Nationalist Doğu Perinçek fordert von der Schweiz, das Leugnen des Genozids an den Armeniern nicht mehr unter Strafe zu stellen. Er stützt sich dabei auf ein Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs. Warum soll der Genozid an den Armeniern geleugnet werden dürfen, nicht aber der Holocaust? Ein Interview mit dem Strafrechtsprofessor Gerhard Fiolka von der Universität Freiburg. Das oberste Gericht der Schweiz (Bundesgericht) hat vor einigen Jahren den türkischen Politiker Doğu Perinçek verurteilt, weil er den Genozid an den Armeniern als "imperialistische Lüge" bezeichnet hatte.  Genozid an den Armeniern In den Jahren 1915 bis 1917 wurden im Osmanischen Reich je nach Schätzung zwischen 300'000 und über 1,5 Millionen Armenier massakriert oder durch Todesmärsche in den Tod gehetzt. Die Massaker an Kindern, Frauen und Männer sind gut dokumentiert und gelten nach Definition von Historikern und Juristen als erster Genozid des 20. Jahrhunderts. Wer ...

  • Rekord-Nachfrage ruft nach neuen Ansätzen

    Thu, 5 Jan 2017 15:45:00 GMT

    Die Nachfrage nach Organspenden in der Schweiz ist so hoch wie nie zuvor. Dennoch bleibt die Gesetzeslage restriktiv: Damit Ärzte einer Person im Todesfall die Organe entnehmen und weitergegeben dürfen, ist im Voraus eine Einwilligung des Betroffenen oder dessen Familie nötig. Nachbarländer wie Frankreich drehen den Spiess um. Knapp 1500 Schweizer und Schweizerinnen standen Ende September 2016 auf einer Warteliste für Organspenden. Nach Angaben der nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation, Swisstransplant, handelt es sich hierbei um die höchste Zahl seit 2010. Je nachdem, auf welches Organ eine Person angewiesen ist, variiert die Wartezeit erheblich. Wer zum Beispiel ein neues Herz braucht, muss sich im Durchschnitt 371 Tage gedulden. Eine Person, die an einer Nierenkrankheit leidet, wartet bis zu 1178 Tage auf eine Organspende. Jede Woche sterben durchschnittlich zwei Personen, die auf der Warteliste für ein neues Organ stehen. Laut einer Studie von ...

  • Sind die Menschenrechte in der Krise?

    Thu, 5 Jan 2017 10:00:00 GMT

    50 Jahre internationale Menschenrechte: Glaubt man den Daten, hat sich die weltweite Lage der Menschenrechte kaum verbessert. Das bedeutet aber nicht, dass internationale Menschenrechtsabkommen unwirksam sind.  Der 16. Dezember 1966 markiert den Beginn der internationalen Menschenrechtspolitik, wie wir sie heute kennen. Als die UNO-Generalversammlung den Internationalen Pakt über zivile und bürgerliche Rechte ("Zivilpakt") sowie den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte ("Sozialpakt") verabschiedete, schuf sie erstmals ein Regelwerk, in welchem Staaten aus aller Welt sich rechtsverbindlich auf die Einhaltung eines Grundrechtekatalogs verpflichteten und eigens Gremien zur Überwachung dieser Pflichten errichteten.  Die beiden Pakte bildeten lediglich den Startschuss für das völkerrechtliche Projekt der Menschenrechte. In den Folgejahren traten immer mehr Staaten immer mehr Menschenrechtsverträgen bei. Und wenn ...

  • Türkischer Politiker reizt Grenzen der Schweizer Meinungsfreiheit aus

    Wed, 4 Jan 2017 15:17:00 GMT

    Gestützt auf ein Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs testet ein türkischer Politiker die Toleranz der Schweiz bezüglich Meinungsfreiheit. Doğu Perinçek, Präsident der türkischen Arbeiterpartei, machte erstmals 2005 Schlagzeilen, als er an drei Anlässen in der Schweiz öffentlich den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich leugnete. Bei den Massakern vor hundert Jahren wurden schätzungsweise bis zu 1,8 Millionen Armenier getötet. Das Schweizer Bundesgericht verurteilte Perinçek 2007 wegen Verletzung der Rassismus-Strafnorm, die das Leugnen, Verharmlosen oder Rechtfertigen eines Genozids unter Strafe stellt. Perinçek zog das Urteil weiter an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg. Der EGMR sprach Perinçek 2015 von den Vorwürfen der Rassendiskriminierung frei und verurteilte die Schweiz wegen Verletzung der Meinungsfreiheit. Seit er den jahrelangen Streit gewonnen hat, lässt Perinçek keine Gelegenheit aus, die ...

  • Zwei Jahre nach Frankenschock: Schweizer Wirtschaft erholt sich noch immer

    Wed, 4 Jan 2017 10:00:00 GMT

    Die Schweiz erholt sich langsam vom geldpolitischen Schock, den die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) ausgelöst hatte. Gewisse Schlüsselbranchen der Wirtschaft wie Industrie, Tourismus oder Detailhandel, leiden jedoch nach wie vor unter dem starken Franken. 15. Januar 2015, 10h29: Wie fast immer in den letzten dreieinhalb Jahren zuvor wird der Euro zu 1,20 Schweizer Franken gehandelt. Eine Minute später schlägt eine Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein: Die SNB hat entschieden, den Euro-Mindestkurs aufzugeben, eine Massnahme, die sie im September 2011 eingeführt hatte, um zu verhindern, dass der Schweizer Franken gegenüber dem Euro allzu stark würde. Auf den Märkten breitet sich helle Aufregung aus: Innerhalb von wenigen Minuten taucht die europäische Währung gegenüber dem Franken bis auf das historische Tief von 85 Rappen. Im Verlauf der nächsten Monate stabilisiert sich der Euro auf einem Wechselkurs zwischen 1,05 ...

  • Schweizer stehen auf deutsche Autos

    Wed, 4 Jan 2017 14:15:00 GMT

    Vier der fünf in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 2016 meistverkauften Automarken sind deutsch: Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz und Audi gehören zu den beliebtesten Personenwagen, wie eine Auswertung des Branchenverbandes Auto-Schweiz zeigt. 4,7% der 2016 neu immatrikulierten Fahrzeuge verfügten zudem über keinen klassischen Verbrennungsmotor, sondern über alternative Antriebsarten wie Hybridmotor oder Elektroantrieb. Aus welchem Land kommt Ihr Auto? Und woher kommen die besten? Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!

  • Das Ende des Bankgeheimnisses

    Wed, 4 Jan 2017 10:30:00 GMT

    Die Schweiz war einst bekannt für ihre geheimen Bankkonten. Vermögenswerte im Alpenland geheim zu halten, ist inzwischen allerdings schwierig geworden. (SRF/swissinfo.ch) Seit Anfang Januar sind neue globale Standards für den automatischen Informationsaustausch (AIA) in Kraft. Damit soll die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindert werden. Ausländische Staatsangehörige mit Konten in der Schweiz müssen damit rechnen, dass bislang geheime Informationen den Steuerbehörden in ihrem Heimatland mitgeteilt werden – und umgekehrt. Dieses Abkommen gilt im Prinzip für rund 100 Länder, auch wenn die USA nicht mitmachen. Diese Änderung hat international für Aufsehen gesorgt, wie etwa die Kommentare auf Reddit zeigen. Dabei kam zum Beispiel die Frage auf, wohin Leute ihr Geld, das sie in der Schweiz deponiert hatten, transferieren werden. Erwähnt wurden etwa Singapur oder Hongkong. Zu den wichtigsten Fragen der User des online-Forums gehört, wie US-Bürger oder Leute mit Kapital in ...

  • Weniger Geschlechterstereotype, aber auch weniger Medienpräsenz für Frauen

    Wed, 4 Jan 2017 07:19:00 GMT

    Die Schweiz und nicht die USA wird 2017 eine der erfahrensten Politikerinnen als Präsidentin haben. Dennoch erhalten Männer, die für einen Sitz im Schweizer Parlament kandidieren, mehr Medienpräsenz als Kandidatinnen. Die Medienpräsenz zählt zu den zentralen Faktoren für den Wahlerfolg von Politikerinnen und Politikern, denn die meisten Leute informieren sich via Medien über Politik. Eine vom Bund in Auftrag gegebene Studie, die im Oktober 2016 publiziert wurde, kam zum Schluss, dass weibliche Kandidaten im Vergleich zu den männlichen Bewerbern im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2015 in den Medien untervertreten waren. Ein positiver Aspekt ist allerdings, dass – zumindest in diesem Wahlkampf – kaum sexistische Stereotype erschienen sind. Die Medienberichterstattung zeichnete sich durch eine erstaunliche Absenz von Kommentaren über das Aussehen oder das Privatleben der Kandidatinnen aus. Kontrast zu anderen Ländern Geschlechtsspezifische Vorurteile und ...

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