Das Neuste von unserem Partner swissinfo

  • Panorama der fünften Jahreszeit

    Mo, 19 Feb 2018 15:30:00 GMT

    Die Fotografen und Fotografinnen der Bildagentur Keystone sind während der Fasnacht oft zu unüblichen Zeiten unterwegs und dokumentieren das närrische Treiben in all seinen lokalen Formen und Ausprägungen in der ganzen Schweiz.  Der letzte Grossanlass im jährlichen Fasnachtskalender ist der "Morgenstraich" in Basel. Ab 4 Uhr Morgens sind die Maskierten mit Piccolo und Trommeln unterwegs. Die Bildersammlung präsentiert einen kleinen Streifzug durch die Fasnachtstraditionen der Schweiz - ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Nicht überall wird die Fasnacht mit Grossanlässen begangen, mancherorts sind es ganz einfach kleinere Feste und Maskenbälle in den Gast- und Wirtshäusern der jeweiligen Gemeinden. Alle Bilder: Keystone, Text: Thomas Kern, swissinfo.ch

  • Tim Guldimann, der erste Auslandschweizer-Nationalrat, nimmt den Hut

    Mo, 19 Feb 2018 13:00:00 GMT

    Tim Guldimann, Ex-Spitzendiplomat, Auslandschweizer und SP-Politiker, räumt auf Ende März seinen Sessel im Nationalrat. Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) bedauert seinen Rücktritt. Guldimann habe sich in den zweieinhalb Jahren im Parlament sehr aktiv für die Anliegen der Fünften Schweiz eingesetzt. "Es ist keine Katastrophe, aber sehr schade, dass unser erster Auslandschweizer-Nationalrat zurücktritt, der dank seinem Bekanntheitsgrad 2015 mit einem Glanzresultat gewählt worden war", sagt ASO-Direktorin Ariane Rustichelli gegenüber swissinfo.ch. "Er war eine Art Symbol. Dank ihm, der in Berlin lebt, wurde mehr über die alltäglichen Probleme und Interessen der Fünften Schweiz gesprochen." Guldimann, Mitglied der Parlamentarischen Gruppe Auslandschweizer, des Auslandschweizerrats (Sprachrohr der Fünften Schweiz) sowie der Aussenpolitischen Kommission (APK) habe sehr wertvolle Inputs geliefert, zum Beispiel zur elektronischen Stimmabgabe (E-Voting), zu den Konsularnetzen, den ...

  • Schweizer Lokaldemokratie in der grossen Depression

    Mo, 19 Feb 2018 12:00:00 GMT

    Hätte die Lokaldemokratie in der Schweiz eine Seele, so bräuchte sie dringend Antidepressiva: 2016 hat die Beteiligung an Gemeindeversammlungen – seit 30 Jahren im Abwärtstrend – einen neuerlichen Tiefpunkt erreicht. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. "Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst": Dieses Bonmot ungeklärter Herkunft würde sich sehr gut in einem Krankenbericht machen. Name des Patienten: Lokaldemokratie Schweiz. Das Krankheitsbild: Patient leidet an besorgniserregendem Schwund an Teilnehmerinnen und Teilnehmern. In Schweizer Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern gingen 2016 im Schnitt nur noch 4,6% der Stimmberechtigten an die Gemeindeversammlung. Diese ist gewissermassen die Wiege der direkten Demokratie in der Schweiz: Dort bestimmen die Bürgerinnen und ...

  • Grosskatze findet Liebe und Lebensraum in der Schweiz

    Mo, 19 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Luchs in der Schweiz bis zum Aussterben gejagt. Heute geht es ihm wieder besser – auch dank gezielter Fortpflanzungs-Massnahmen der Behörden. 1971 importierten die Behörden zwei männliche und zwei weibliche Luchse aus den Karpaten in Osteuropa. Sie brachten die Tiere im Kanton Obwalden in der Zentralschweiz in den Wald. Die grossen gefleckten Katzen mit den Ohrbüscheln mochten ihr neues Zuhause und pflanzten sich fort. Heute leben wieder etwa 170 Luchse in verschiedenen Regionen des Landes. Dieser Bestand erlaubt es der Schweiz, die grossen Katzen in andere Länder weiterzugeben, damit sich die Tiere dort ebenfalls wieder ansiedeln können. Ausser während der Paarungszeit in den Monaten März und April, sind die Luchse allein unterwegs. Das Revier eines Weibchens ist etwa 50-150, das eines Männchens 100-250 Quadratkilometer gross. Ende Mai oder Anfang Juni bringen die Weibchen zwei Kätzchen zur Welt. Die Kleinen bleiben während zehn Monaten ...

  • Doris Hofer: Mit Sport- und Ernährungstipps zum Insta-Star

    So, 18 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Fitness sei die beste Investition ihres Lebens gewesen, sagt Doris Hofer. Die 42-jährige Auslandschweizerin hat sich nach ihrer Scheidung neu erfunden. In der Türkei wurde sie mit ihren Tipps für Fitness und gesunde Ernährung zur gefragten Expertin – besonders auch dank Instagram & Co. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Doris Hofer: Ich habe die Schweiz 2004 wegen der Liebe verlassen. Ich war mit meinem türkischen Ex-Mann knapp 10 Jahre zusammen. Wir haben zwei Kinder, Zoe und Noah. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. swissinfo.ch: War es eine Reise ohne Rückkehr, oder haben Sie vor, einmal wieder in die Schweiz zurückzukehren? D.H.: Ich würde gerne wieder vermehrt in die Schweiz kommen und mit helvetischen Firmen arbeiten. Aber zurückziehen werden wir wohl nicht, denn wir haben eine ...

  • Hoch oben im Tessin - weit unten in der Tabelle

    Sa, 17 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Die Dörfer Ambrì und Piotta liegen am oberen Ende des Tessiner Leventina-Tals auf rund 1000 Metern Höhe. Hier schlägt das Eishockey-Herz der Schweiz.  Wer von Norden kommend den Gotthardpass hinter sich lässt, erblickt die Dörfer auf der rechten, schattigen Talseite. Ein auffälliges Gebäude mit gewölbtem Dach überragt sämtliche Häuser von Ambrì: die "Pista la Valascia". Das Hockey-Stadion ist die Heimstätte des HC Ambrì-Piotta und bietet Platz für knapp 7000 Zuschauer. Das ist bedeutend mehr als die zwei Dörfer Einwohner haben und hat seinen Grund: Der HCAP hat Anhänger in der ganzen Schweiz und sogar im nahen Ausland. 17 Fanclubs gibt es landesweit, drei weitere in Italien. Vor einem Spiel hört man rund um das Stadion neben Italienisch denn auch Französisch und diverse schweizerdeutsche Dialekte.  Steht ein Derby gegen den Erzfeind Lugano an, stehen selbst die Tifosi aus dem fernen Schaffhausen nicht abseits. In einer Osteria unweit des Stadions bereiten sie sich mit Pizza, Bier ...

  • "Mit dieser politischen Elite kommt Kosovo nicht vom Fleck"

    Fr, 16 Feb 2018 15:00:00 GMT

    Kosovo, der jüngste Staat Europas, gilt als korrupt und politisch fragil, die Wirtschaftslage ist desolat, die Arbeitslosigkeit hoch, die Bevölkerung frustriert und die Statusfrage bleibt ein Knackpunkt. Der Journalist und Balkankenner Andreas Ernst macht die aktuelle Polit-Elite im Kleinstaat, aber auch die westlichen Staaten für diese Probleme verantwortlich. swissinfo.ch: Vor zehn Jahren hat die Republik Kosovo ihre Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Ein Grund zum Feiern? Andreas Ernst: Natürlich spricht nichts dagegen, diesen historischen Moment zu feiern. Der Anlass sollte aber auch dazu genutzt werden, selbstkritisch einen Blick auf die vergangenen Jahre zu werfen, und zwar nicht nur auf die zehn Jahre seit der Unabhängigkeit, sondern auch auf die 19 Jahre seit dem Ende des Krieges. Und nicht nur die Kosovaren, sondern auch die Westmächte, welche diese Entwicklung massgeblich prägten, sollten die Gelegenheit ergreifen, selbstkritisch Bilanz zu ziehen. swissinfo.ch: Die ...

  • Wie war das damals in der Skischule?

    Fr, 16 Feb 2018 12:00:00 GMT

    In der Schweiz finden im Februar die Sportferien statt. Im Land, das sich gerne als Skination bezeichnet, wird das Skifahren den Kindern schon früh beigebracht. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Skischule. Skischule ist in diesem Land fast so selbstverständlich wie die Znüni-Pause. Generationen von Kindern sind seit Gründung der ersten Skischule 1932 mit ihr in Kontakt gekommen. Heute gibt es 132 Skischulen und jedes Jahr erhalten weit über 100 neue Ausbilder das begehrte Schweizer Skilehrer-Diplom. Der Verband der Schweizer Skischulen verspricht inzwischen, jedes Kind und jeder Erwachsene könne in drei Tagen Skifahren lernen. swissinfo stellte die #wochenfrage in der Umgebung von Locarno: Was sind Ihre besten oder auch schlimmsten Erinnerungen an Ihre Zeit in der Skischule?

  • "Singapur und die Schweiz sind Vorbilder für die Zukunft"

    Fr, 16 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Mit seinen provokativen Thesen und Büchern ist der US-indische Politikwissenschaftler Parag Khanna auf allen Kanälen präsent. Ob bei CNN, am WEF in Davos oder auf Facebook: Khanna gilt weltweit als intellektueller Star. Wir begegneten dem unermüdlichen Weltreisenden mit dem Flair für demokratische Unaufgeregtheit in Singapur. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Direkter, digitaler und lokaler: der 40-jährige US-indische Politikwissenschaftler und Buchautor Parag Khanna setzt sich weltweit für die Stärkung der Demokratie ein.  Als Motor für diese Entwicklung sieht er Metropolen wie Singapur. Dort herrscht zwar Familiendynastie, die aber täglich die Bürger konsultiert.  Khanna ist auch ein grosser Fan von der Schweiz und deren direkter Demokratie. In beiden Systeme sieht er den ...

  • Die Schweiz lässt im Sudan die Trommeln wirbeln

    Do, 15 Feb 2018 15:51:00 GMT

    Musik und Tanz im öffentlichen Raum – für Frauen und Männer. Im Sudan, der politisch während Jahrzehnten isoliert war, bewegt sich etwas. Dank der Swiss Initiative und mit Geldern der Schweizer Botschaft trafen sich unter Dattelpalmen am Nil die Lokalbevölkerung, junge Kulturaktivisten aus der Hauptstadt und Expats zum dreiwöchigen Kulturfestival "Open Sudan". Eine Reportage von Daniel Hitzig von Alliance Sud, einer Arbeitsgemeinschaft von sechs Schweizer Hilfswerken. 15. Dezember 2017, sechs Uhr morgens, es ist noch angenehm frisch in Karmakol in der nordsudanesischen Provinz. Daniel Cavegn, Botschafter der Schweiz für den Sudan und Eritrea mit Sitz in Khartum, schaut zufrieden in die Welt. Auch etwas verschmitzt, so wie es die Art des ausgebildeten experimentellen Psychologen ist. Er war in den letzten Tagen mit grossem Einsatz unterwegs – und es hat sich gelohnt. Nicht zuletzt dank seiner Last-Minute-Fürsprache beim sudanesischen Kulturminister hat hier am Vorabend das erste ...

  • Im Herzen sind die Schweizer ängstliche Krieger

    Do, 15 Feb 2018 15:00:00 GMT

    Schweizer Männer und Frauen interpretieren "Mut" sehr unterschiedlich. Was das mit traditionellen Stereotypen und Erziehung zu tun hat, erklärt ein Psychologe.  Arnold Winkelried umfasste im Jahr 1386 ein Bündel gegnerischer Lanzen, spiesste sich selbst damit auf und durchbrach damit die habsburgische Front. So will es zumindest die Legende. Ob wahr oder nicht: Gefragt nach der mutigsten Persönlichkeit, nennen Schweizer Männer Winkelried an erster Stelle. Dies ist das Resultat einer repräsentativen Studie, die der Frage nachgeht, was Schweizerinnen und Schweizer als mutig erachten – und wo sie sich selbst verorten.  Hat sich denn gar nichts verändert in den vergangenen acht Jahrhunderten? "Der traditionelle Mutbegriff ist der des Soldaten im Kampf auf dem Schlachtfeld." Das sagt der Zürcher Psychologe Andreas Dick. Er hat ein Buch zum Thema Mut geschrieben. Seit Aristoteles wird auch in der Philosophie mit "Mut" mehrheitlich "Todesmut" auf dem Schlachtfeld ...

  • Immer mehr Menschen melden sich bei Sterbebegleitung an

    Do, 15 Feb 2018 14:00:00 GMT

    Jedes Jahr werden tausende Menschen Mitglied von Exit, der grössten Sterbehilfe-Organisation der Schweiz. Das vergangene Jahr war keine Ausnahme: 10'078 neue Mitglieder meldeten sich an. Wer das eigene Leben beenden will und bestimmte Kriterien erfüllt, kann die Dienste der Organisation in Anspruch nehmen. Exit hatte Ende 2017 in der Deutschschweiz und im Tessin insgesamt 110'391 Mitglieder. In der Westschweiz waren es 26'205. Im letzten Jahr beendeten 734 Menschen in der Deutschschweiz und im Tessin ihr Leben mit den Dienstleistungen von Exit. Im Jahr zuvor waren es 723. Die Zahlen für die Westschweiz werden erst Ende April publiziert. Was ist eine Sterbehilfe-Organisation?  Die ersten Organisationen, die Menschen bei der Wahrnehmung ihres "Sterberechts" unterstützten, wurden vor rund 35 Jahren in der Schweiz gegründet. Dazu gehörten Exit, Dignitas, Ex International und Lifecircle. Die Organisationen setzen sich für Menschen ein, die zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl sterben ...

  • Schweiz fördert umstrittenes Kosovo-Tribunal

    Do, 15 Feb 2018 12:47:00 GMT

    Ist das Kosovo-Kriegsverbrechertribunal schon tot, bevor es überhaupt seine Arbeit aufnimmt? Parlamentarier, die dem Präsidenten und Premierminister des Landes nahestehen, versuchen, es zu sabotieren. Inzwischen hat die Schweiz Fördermittel für das Tribunal zur Verfügung gestellt. Im Januar 2018 bewilligte die Schweiz dem Tribunal eine Finanzhilfe in Höhe von 200'000 Franken zur Aufklärung der zwischen 1998 und 2000 im Kosovo begangenen Kriegsverbrechen, insbesondere des Verschwindens von 500 vorwiegend serbischen Zivilisten. Der Konflikt war zwischen Separatisten und serbischen Streitkräften ausgetragen worden und hatte eine militärische Intervention der NATO zur Folge. Doch zahlreiche Parlamentarier der regierenden Partei in Pristina sind nach wie vor entschlossen, diesem neuen Tribunal ein Ende zu setzen. Das Tribunal könnte Schlüsselpersonen an der Macht bedrohen, die Kommandanten der ehemaligen Rebellenbewegung UCK waren. Deshalb ist die politische Botschaft dieser ...

  • Preisträger Meizoz: "Meine Themen sind der heutigen Welt nahe"

    Do, 15 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Die vom Bundesamt für Kultur (BAK) vergebenen Schweizer Literaturpreise 2018 werden am 15. Februar im Beisein von Bundeskanzler Walter Thurnherr in Bern verliehen. Zu den Preisträgern gehört der Walliser Romanautor und Essayist Jérôme Meizoz. Eine Begegnung. Er hat einen offenen Blick und ein Lächeln im Gesicht. Jérôme Meizoz hat nichts von einem Angeber. Und auch ein Schweizer Literaturpreis wird ihn nicht zum Prahlen verführen, obschon dieser Preis seiner Ansicht nach eine Ehre ist. "Es ist eine sehr schöne Anerkennung meiner Arbeit als Schriftsteller im Lauf der Zeit. Aber ich bin mir bewusst, dass sie eher einen symbolischen, als einen kommerziellen Wert hat", sagt er. Jérôme Meizoz: Geboren 1967 in Vernayaz (Wallis). Schriftsteller und heute Professor für französische Literatur an der Universität Lausanne. Zuvor hatte er Lehraufträge an den Universitäten in Zürich, Genf, Metz und an der Ecole Normale Supérieure in Paris. Neben verschiedenen Schweizer ...

  • Berlinale-Plakate aus Luzern sind Kult

    Mi, 14 Feb 2018 14:30:00 GMT

    Was treibt ein Braunbär auf einem trostlosen Platz im nächtlichen Berlin? Neben einer geschlossenen Imbissbude? Er wirbt für die anstehende Berlinale. Zum dritten Mal begeistern Motive wie diese die internationalen Filmfans. Sie stammen von der Luzerner Agentur Velvet. Vor drei Jahren suchten die Berlinale-Macher nach einer neuen Plakatstrategie. Damals setzten sich die Schweizer Kreativen mit ihren Ideen beim sogenannten Pitch gegen drei Berliner Agenturen durch. Seither schicken sie den Bären zu jeder Berlinale erneut durch das bei Nacht ungewöhnlich leere Berlin. Die Motive erzählen Geschichten eines Wanderers durch die Grossstadt. In den vergangenen Jahren streifte der Bär durch U-Bahnhöfe, dieses Mal schaut er unter anderem neugierig vom Brandenburger Tor hinab oder entspannt im Whirlpool hoch über der Stadt. Berlinale Für jeweils zehn Tage im Februar wird Berlin zum Mekka für Filmschaffende und Filmliebhaber aus aller Welt. Die mittlerweile 68. Berlinale vom 15. - 23.2.

  • Retten die neuen Bauern die Schweizer Landwirtschaft?

    Mi, 14 Feb 2018 15:45:00 GMT

    Jeden Tag verschwinden in der Schweiz vier Bauernhöfe. Was tun gegen dieses scheinbar unaufhaltsame Hof-Sterben? Vielleicht liegt die Lösung im Direktverkauf ab Hof und in partizipativen Modellen, losgelöst vom Massenvertrieb. 1996 gab es in der Schweiz noch knapp 80'000 Betriebe. Heute sind es noch etwas mehr als 50'000. Die Bauernhöfe, die weiterbestehen, werden tendenziell immer grösser: In 20 Jahren hat sich die Zahl der Höfe, die grösser sind als 30 Hektar, fast verdoppelt. Heute muss man wirklich überzeugt sein, um den Bauernhof der Eltern zu übernehmen oder einen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen - einige tun es, indem sie ein völlig anderes "Geschäftsmodell" wählen: Sie verkaufen ihre Produkte direkt ab Hof an die Konsumenten, anstatt über die Grossverteiler. Von da kommt das Angebot der Körbe, gefüllt mit Produkten vom Hof, die man sich nach Hause liefern lassen oder an einer Verteilstelle abholen kann. Es handelt sich hier um die sogenannte partizipative ...

  • "Kunst? Eine ehrliche Art, über das Leben zu sprechen"

    Mi, 14 Feb 2018 12:30:00 GMT

    Der Schweizer Künstler Olaf Breuning lebt tief in den Wäldern, zwei Autostunden von der US-Metropole New York entfernt. An diesem friedlichen Ort sucht und findet er seine Inspiration. Olaf Breuning ist einer der originellsten und exzentrischsten Schweizer Künstler der Gegenwart. Seine Werke sind faszinierend und brechen mit allen Konventionen. Der in Schaffhausen geborene Breuning realisiert Gemälde, Videos, Installationen, Skulpturen, Fotografien und Performances. Für ihn ist alles Kunst. Leben und Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Wer lebt, erschafft, wer nichts erschafft, lebt nicht, lautet sein Credo. Seine Werke werden in den bedeutendsten Museen und Kunstsammlungen der Welt ausgestellt. Vom Centre d'Art Contemporaine in Paris oder Genf über das Museum of Modern Art in New York bis zur Kodama Gallery im japanischen Kyoto. Nachdem er im New Yorker Stadtteil Manhattan gelebt hatte, arbeitet und wohnt er heute in den Wäldern, zwei Autostunden von der US-Metropole ...

  • "Wir sind alle gleich und alle verschieden"

    Mi, 14 Feb 2018 09:45:00 GMT

    Manarekha ist acht Jahre alt. Doch das Mädchen, das in einer Adoptivfamilie im Tessin lebt, hat Mühe zu sprechen und zu rechnen. Für die Familie ist es nicht leicht, mit dieser kognitiven Beeinträchtigung umzugehen. Grosse Unterstützung findet die Familie aber durch die Schule. swissinfo.ch porträtiert das Mädchen, ihren Alltag und ihre Familie.  Es ist 7 Uhr morgens. Manarehka reibt sich die Augen. Sie ist noch müde. "Wer hat seine Milch zuerst ausgetrunken?", wird sie von ihrem Papa angespornt. "Beeile dich, denn gleich kommt der Schulbus. Noch ein Schluck – und dann Zähneputzen." Es ist der übliche Alltag in einem kleinen Haus in Vacallo, einem Tessiner Dorf in unmittelbarer Nähe zu Italien. Die Familie Di Costantino-Laudi ist zum Frühstück im Wohnzimmer. Mutter Babita, Vater Massimo, die jugendliche Tochter Iris und die kleine Manarekha. Ein multidisziplinäres Team Das Projekt "Willkommensklasse" (Classe accogliente) wurde im September 2017 in Stabio, Kanton Tessin, lanciert.

  • Kampf gegen Sucht braucht neue Ansätze

    Di, 13 Feb 2018 15:50:00 GMT

    Cannabis mir tiefem THC-Gehalt, elektronische oder verbrennungsfreie Zigaretten, Online-Spiele. In jüngster Zeit hat sich das Angebot an Produkten mit Suchtpotenzial vervielfacht. Deren Verbreitung übers Internet vereinfacht den Zugang, wie das Schweizer Suchtpanorama 2018 warnt. Die Kreativität im Bereich von Produkten, die Suchtpotenzial aufweisen, kennt keine Grenzen. Zwar hat die Anzahl der Süchtigen in den letzten Jahren kaum zugenommen, doch heute stehen ihnen immer mehr Produkte zur Verfügung. Eine Entwicklung, die sich mit den neuen Technologien beschleunigt. Zu diesem Schluss kommt die unabhängige, gemeinnützige Stiftung Sucht Schweiz, die heute ihr Schweizer Suchtpanorama 2018 herausgegeben hat. Die Stiftung bemängelt das Fehlen von wissenschaftlichen Daten und verlangt nach einer besseren politischen Antwort, wie deren Pressesprecherin Corine Kibora im Interview erklärt. swissinfo.ch: In der letzten Zeit kommen immer wieder neue Produkte mit Suchtpotenzial auf den ...

  • In den Fängen der schwarzen Magie

    Di, 13 Feb 2018 15:08:00 GMT

    Nigerianische Migrantinnen, überzeugt davon, verhext zu sein, werden in Europas Städten sexuell ausgebeutet. Auch in der Schweiz. Hier können Sozialarbeitende nun Kurse besuchen, in denen sie lernen, mit diesem Phänomen umzugehen. "Die Menschenhändler haben einen Weg gefunden, die Mädchen für immer an sich zu binden. Es ist eine Art Marketingstrategie." Gifty Amponsah beschreibt die Strategie, mit der die Menschenhändler nigerianische Jugendliche für die Prostitution gewinnen und dort halten. Die Migrantin aus Ghana wohnt in Biel im Kanton Bern. Sie hat selbst Opfer getroffen und engagiert sich an der Seite des Beratungs- und Schulungszentrums Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung ACT212 für die betroffenen Frauen. Der Verein bietet Kurse an für Sozialarbeitende und Mitglieder von Organisationen, die mit Prostituierten in Kontakt stehen. Sie sollen für dieses spezifische und der westlichen Gesellschaft fremdes Problem sensibilisiert werden. Seit Oktober 2015 hat das ...

  • Samuel Schmid: "Auch Anti-Doping-Agentur muss Schuld eingestehen"

    Di, 13 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Während neun Jahren war er aus dem Scheinwerferlicht verschwunden. Am 5. Dezember 2017 trat der ehemalige Bundesrat und Sportminister Samuel Schmid wieder an die Weltöffentlichkeit, als er die Schlussfolgerungen des Untersuchungsausschusses zum Thema Staatsdoping in Russland präsentierte. Mit swissinfo.ch sprach Schmid über den Skandal, der die Welt des Sports erschütterte, und eine mögliche Beteiligung von Wladimir Putin. Es fehlte nur noch ein Kaminfeuer, und die Szene wäre perfekt gewesen. Auf der einen Seite ein Journalist von etwa vierzig Jahren, auf der anderen Seite ein pensionierter Bundesrat, der erzählte; eine Art Nachstellung eines Gemäldes von Albert Anker. Samuel Schmid, 71, empfängt mich in seinem Wohnzimmer in Rüti bei Büren im Berner Seeland und erinnert sich mehr als zwei Stunden lang an seine politische Vergangenheit. "Ich wünsche mir, dass zuoberst auf dem Podest ein echter Sieger steht, nicht ein Betrüger." Und dann spricht er auch über sein kürzliches ...

  • "Von dramatischem Demokratie-Rückgang kann keine Rede sein"

    Mo, 12 Feb 2018 12:00:00 GMT

    ​​​​​​​ "Meinungsäusserungsfreiheit unter Beschuss" und "Demokratie setzt dramatischen Rückzug fort": So titelte The Economist seinen Demokratie-Index 2017. Solche Töne seien fehl am Platz, sagt Bruno Kaufmann, internationaler Demokratie-Korrespondent von swissinfo.ch. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Laut neuestem internationalen Demokratievergleich der britischen Wochenzeitschrift The Economist wiesen 2017 über die Hälfte der untersuchten Länder rückläufige Werte auf (89 von 167). Nur knapp fünf Prozent der Weltbevölkerung lebten 2017 in einer "echten Demokratie", wogegen fast ein Drittel unter autoritären Regimes stehe. Die Autoren schreiben vom "grössten Rückschlag seit Jahren". Die Schweiz liegt zwar immer noch in den Top Ten, fiel aber von Platz acht auf neun zurück.

  • Service Public abschaffen, um Politiker zu bestrafen?

    Mo, 12 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Regierung, Parlament, fast alle politischen Parteien, Gewerkschaften, der Wirtschafts-Dachverband. Alle sind gegen die "No Billag"-Initiative, welche die Gebühren für Radio und Fernsehen abschaffen will. Einzig der Gewerbeverband (SGV) sagt Ja dazu. Aber die Chefs der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind nicht alle gleicher Meinung. Im Streitgespräch kreuzen zwei von ihnen die Klinge. Kurt Schär hat sich einen Namen als Pionier für Elektrovelos gemacht. Heute ist er Verwaltungsrat in mehreren Unternehmen im Raum Bern und Mitglied des SGV. Trotzdem wird er am 4. März ein Nein in die Urne legen. Konrad Rüegg war bis vor vier Jahren Inhaber eines Reisebüros im Zürcher Oberland und Mitglied des SGV. Heute verdient er seinen Lebensunterhalt mit der Vermietung von Wohnungen. Der No-Billag-Initiative stimmt er zu. swissinfo.ch, eine Informations-Plattform der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), hat die beiden KMU-Vertreter an den gleichen Tisch geholt: swissinfo.

  • Autonomes Fahren: Die Zukunft ist bereits Realität

    So, 11 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Reisen im Stadtverkehr mit einem selbstfahrenden Auto oder Bus: Das ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits Realität. In Singapur wird ab 2018 ein unbemannter Taxidienst angeboten. Auch in der Schweiz wird diese Art von Mobilität an einigen Standorten erprobt. In der Gemeinde Marly beispielsweise fährt ein Shuttlebus durch die Strassen eines Industriegebietes. Eine Tankstelle, eine verkehrsreiche Strasse, ein Restaurant und ein Dorfladen. Das ist das Bild, das man von Marly hat, eine anonyme Gemeinde, etwa zehn Busminuten vom Zentrum Freiburgs entfernt. Nichts deutet darauf hin, dass gerade hier die Zukunft geplant wird. Und doch sieht man etwas Zukunftsträchtiges auf sich zurollen: Es handelt sich um den selbstfahrenden Shuttle-Bus, der seit September 2017 zwischen dem Innovationszentrum der Gemeinde Marly und der Haltestelle Epinettes verkehrt. Der Elektrobus fährt mit einer Geschwindigkeit von rund 10 Stundenkilometern auf einer 1300 Meter langen Strecke und kann bis zu ...

  • Der Vogelflüsterer

    Sa, 10 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Mit seinen Greifvögeln ist Ulrich Lüthi in verschiedenen Städten unterwegs. Er sorgt dafür, dass Alleen, Pärke und private Grundstücke frei von Saatkrähen sind. Er hat diesen bekannten Ton, der bei jeder neuen Nachricht aus dem Handy zwitschert. Während der Fahrt auf der Autobahn pfeift der Dachträger. Die Raubvögel auf der Rückbank dagegen, sie können gellend schreien. Am Rückspiegel baumelt eine Falkenhaube, verziert mit Federn. An den Schlüsseln hängen ein kleiner Falknerhandschuh und ein filigraner Vogelkopf aus Silber. Seit 15 Jahren hatte Ulrich Lüthi keine Ferien mehr. Traurig ob dieser Tatsache wirkt er allerdings nicht. "Ich habe meine Berufung gefunden", sagt der Falkner, der im Moment in Thun und Bern seine Runden dreht. Vor ein paar Jahren hätten sich Wissenschaftler noch gefreut, dass sich wieder vermehrt Saatkrähen in der Schweiz einnisteten, erzählt er. Heute wird ihrer Präsenz in vielen Städten mit Missmut entgegengeblickt, ihr Krähen und Koten vergrault die ...

  • Krise bei Kleiderbörsen

    Fr, 9 Feb 2018 15:00:00 GMT

    Konkurrenz aus dem Internet, billige Neuware und Probleme, einen Nachfolger zu finden: Viele Second-Hand-Geschäfte und Kleiderbörsen kämpfen ums Überleben. 2017 gaben allein im Kinderartikelbereich in der Deutschschweiz 50 Börsen auf. "Ich finde diese Entwicklung beunruhigend", sagt Sabine Kölliker, verantwortlich für die Internetseite "kindex.ch" gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin "Espresso". Anbieter können sich dort registrieren lassen, Interessenten erhalten einen breiten Überblick über das Angebot an Second-Hand-Geschäften mit Kinderartikeln in ihrer Nähe. Kölliker beobachtet, wie die Zahl der Angebote seit letztem Jahr deutlich sinkt: Von rund 800 in den Jahren 2015 und 2016 auf rund 750 Ende letzten Jahres. Gründe gebe es mehrere, so Kölliker: Einer sei sicher die wachsende Konkurrenz von Discountern und grossen Kleiderketten. Dort gebe es neue Kinderkleider zu Tiefstpreisen. "Man kauft halt für fünf Franken lieber einen neuen Kinderpulli als einen gebrauchten aus einer ...

  • Eine Identität kann vielschichtig sein

    Fr, 9 Feb 2018 12:30:00 GMT

    Was bedeutet es, Schweizer zu sein? Diese Frage versucht Ada Marra, Schweizer Parlamentarierin italienischer Herkunft, in einem kürzlich erschienenen Buch zu beantworten. Wenn es in der Geschichte der modernen Schweiz einen "roten Faden" gibt, dann ist eines davon sicherlich das Recht auf Staatsbürgerschaft. Bei der ersten Volksabstimmung 1866, achtzehn Jahre nach der Gründung des Bundesstaates, ging es genau um dieses Thema: die Gleichstellung von Juden und Eingebürgerten. Bis dahin hatten eingebürgerte Personen nicht die gleichen Rechte wie jene, die als Schweizer geboren wurden. So wurden sie zum Beispiel erst wählbar, wenn sie seit fünf Jahren im Besitz des roten Passes waren. In den letzten Jahrzehnten rückte dieses Thema mehrmals ins Rampenlicht. Die jüngsten Entwicklungen gehen auf den Februar 2017 zurück, als das Stimmvolk ein Dekret zur Erleichterung der Einbürgerung für Ausländer der dritten Generation annahm, das am 15. Februar 2018 in Kraft tritt. Anfang Jahr trat ...

  • "Als Franzose denkt man, man kommt aus dem besten Land der Welt"

    Fr, 9 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Er hatte davon geträumt, an einer französischen Universität zu unterrichten, machte aber schliesslich Karriere in einem grossen Industrieunternehmen in der Region Basel. Grenzgänger wurde der 49-jährige Alain Chomik eher, weil es sich so ergab, nicht aus einem bewussten Entscheid heraus. In der Schweizer Arbeitswelt fühlt er sich heute wie ein Fisch im Wasser. Im Verlauf eines Lebens gibt es Jahre, die mehr Bedeutung haben, als andere: Für Chomik, einen Liebhaber guter Weissweine aus dem Elsass, gehört 1997 zu den besonderen Jahrgängen. "Am 1. Oktober trat ich meine erste Stelle in der Schweiz an, am 11. November wurde meine älteste Tochter geboren", erinnert sich der 49 Jahre alte Franzose, der verheiratet und Vater von zwei Kindern ist. Wer sind Grenzgänger in der Schweiz?  swissinfo.ch trifft Leute, die tagtäglich die Grenze überqueren, um in verschiedenen Teilen der Schweiz zu arbeiten. Innert 15 Jahren hat sich die Zahl der Grenzgänger von 160'000 auf über 320'000 verdoppelt.

  • Post-Konzernspitze wegen Subventionsbetrug unter Druck

    Fr, 9 Feb 2018 09:29:00 GMT

    Die Chefin der Schweizerischen Post, Susanne Ruoff, ist in Erklärungsnot. Die illegale Buchhaltung bei der Post-Tochter, Postauto Schweiz AG, bringt sie stärker in Bedrängnis als zunächst angenommen. Obwohl sie behauptet, erst vor ein paar Monaten von den illegalen Umbuchungen erfahren zu haben, zeigen post-interne Akten etwas anderes. Die Vorgeschichte: Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat diese Woche publik gemacht, dass die Postauto Schweiz AG mit gesetzeswidrigen Tricks jahrelang ihren Gewinn kleinschrieb. Dadurch zahlten Bund und Kantone während Jahren zu hohe Subventionen. Postauto Schweiz muss Bund und Kantonen nun 78,3 Millionen Franken zurückzahlen. Die Post gab bekannt, bereits im November 2017 eine unabhängige Untersuchung zu den fehlbaren Umbuchungen eingeleitet zu haben. Diese soll bis Sommer 2018 abgeschlossen sein. Was ist seither passiert? Die Post-Spitze wusste offenbar seit Jahren über die Buchhaltungstricks bei Postauto Bescheid. Das belegt eine vertrauliche ...

  • IOC scheitert an inneren Widersprüchen

    Do, 8 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Auch auf Vermittlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ziehen in Pyeongchang nord- und südkoreanische Sportler gemeinsam ins Stadion. Das IOC mit Sitz in der Schweiz als Mediator in politischen Konflikten? Diese Frage gibt hierzulande vor Olympischen Spielen immer wieder zu reden. "Die Olympischen Spiele zeigen uns, wie die Welt aussehen könnte, wenn wir uns alle vom olympischen Geist des Respekts und der Verständigung leiten liessen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach vor knapp drei Wochen in Lausanne. Hier hatten sich die Delegationen der beiden verfeindeten Staaten zuvor darauf geeinigt, dass Sportler aus dem Norden bei den Winterspielen im Süden antreten werden. Berset in Pyeongchang Der Schweizer Bundespräsident Alain Berset weilt zurzeit in Südkorea. Nach bilateralen Gesprächen mit dem Präsidenten Moon Jae-in wird er an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Geplant sind zudem bilaterale Gespräche mit anderen anwesenden Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern ...

  • Wie dopt sich die Schweiz?

    Do, 8 Feb 2018 14:30:00 GMT

    Die olympischen Winterspiele machen Doping zum Thema. swissinfo.ch hat Schweizerinnen und Schweizer in Brig gefragt, mit was sie sich täglich dopen und was ihnen das für ein Gefühl gibt. Bereit sein, wach sein und noch mehr leisten können: Während Spitzensportler für das Ergebnis offenbar nicht selten zu unerlaubten Mitteln greifen, wenden Schweizer Arbeitnehmende im alltäglichen Leben auch Tricks an, um einsatzfähiger zu sein.  So braucht Nicolas seine tägliche Dosis Kautabak und Davide seine Koffeintabletten, um im Schichtbetrieb vollen Einsatz bringen zu können. Marit setzt auf den Klassiker der jungen Generation: Energy Drinks. Und Melina braucht, um sich gut zu fühlen, möglichst viel Speck.

  • Wolffs Weg

    Do, 8 Feb 2018 13:00:00 GMT

    Richard Wolff sitzt als Mitglied einer linken Oppositionspartei in der Regierung der grössten Schweizer Stadt. Seit fünf Jahren ist er Vorsteher eines Departements, das er nie wollte. Wie er trotzdem glücklich wurde. Rote Scheinwerfer beleuchten Richard Wolff. Er sitzt auf der Bühne im "Helsinki", einem winzigen Konzertlokal im Zürcher Ausgehquartier, wo sonst Punkbands spielen. Vor ihm drücken sich die Mitglieder der linken Oppositionspartei Alternative Liste (AL). Manche tragen blau-weisse Fussball-Schals, andere Wollmützen. Richard Wolff antwortet auf die Frage des Moderators: "Ich bin happy. Eigentlich glücklicher denn je." Er klingt selber etwas überrascht. Dass er einmal so happy sein würde mit diesem Departement, das er erst nicht haben wollte, daran glaubte er selbst am wenigsten, als er 2013 in den Stadtrat eintrat. Als Mitglied der Kleinpartei wurde er überraschend gewählt. Frei war damals das Finanzdepartement. Der Gesamtstadtrat befand jedoch, Daniel Leupi von der ...

  • Die neue Erde könnte Trappist 1e heissen

    Mi, 7 Feb 2018 15:40:00 GMT

    Seit einem Jahr ist er der Star unter den weit entfernten Planetensystemen. Nun haben die sieben Planeten von Trappist 1 etwas mehr von ihren Geheimnissen preisgegeben. Die Ähnlichkeiten mit der Erde sind frappant. "Diese Planeten sind die ersten, bei denen man bestimmen könnte, ob es Leben auf ihnen gibt. Und das innerhalb von zehn Jahren", sagt Brice-Olivier Demory begeistert. Der Astronomie-Professor arbeitet am Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern und beim Nationalen Forschungsschwerpunkt "PlanetS". Diese beiden Institutionen meldeten kürzlich, dass unter den sieben Planeten des Sternes Trappist 1, in 39 Lichtjahren Entfernung von der Erde, der vierte Planet Trappist 1e der erdähnlichste ist, der je beobachtet wurde. Er ist felsig, hat ein gemässigtes Klima und muss über flüssiges Wasser und eine gute Atmosphäre verfügen. Das ist aber noch nicht alles: Während die drei äussersten Planeten dieses Systems wahrscheinlich von Eisschichten bedeckt sind, ...

  • Andere Länder - andere Mediensysteme

    Mi, 7 Feb 2018 10:00:00 GMT

    Die Schweizer Medienlandschaft ist im Umbruch. swissinfo.ch hat sich in seinem internationalen Netzwerk umgehört, welche Systeme für öffentliche Medien sich andernorts etabliert haben und wie sie sich bewähren. Am 4. März stimmt die Schweiz über die Zukunft des öffentlichen Radios und Fernsehens ab. Spricht sich die Bevölkerung gegen die Fortsetzung der Gebührenfinanzierung aus, wird sich die Schweizer Medienlandschaft radikal verändern. Der Bund soll sich gänzlich aus der Medienpolitik heraushalten. Dies die Forderung der Urheber der Volksinitiative "No Billag". Im Initiativtext steht unmissverständlich: "Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen." "Der Bund oder durch ihn beauftragte Dritte dürfen keine Empfangsgebühren erheben." "Der Bund betreibt in Friedenszeiten keine eigenen Radio- und Fernsehstationen." Keine Alternative Dazu gebe es keine Alternative, lautet die offizielle Haltung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR, zu der auch SWI ...

  • Schlagabtausch zwischen Macron und Schneider-Ammann

    Mi, 7 Feb 2018 14:30:00 GMT

    In Frankreich und in der Westschweiz kennt man ihn wegen seiner Sendung "Petit Journal": Nun hat sich der scharfzüngige Journalist Yann Barthès einmal mehr Bundesrat Johann Schneider-Ammann vorgeknöpft. (TF1/RTS, swissinfo.ch)  Diese "Bromance" geht auf die aufsehenerregende Ansprache "Lachen ist gut für die Gesundheit" von Schneider-Ammann zurück. Seitdem wirbt Barthès bei jeder Gelegenheit für den damaligen Bundespräsidenten. Hier sein letztes Werk. Der Schweizer Wirtschaftsminister Schneider-Ammann reagierte auf Aussagen von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, nachdem dieser das Verhalten der Schweizer Regierung in den Verhandlungen mit der Europäischen Union (EU) als "Rosinenpickerei" ("Cherry Picking") bezeichnet hatte. Hier finden Sie in der Sendung Quotidien von Yann Barthès auf TF1 den ganzen Beitrag.

  • Alpenblumen kämpfen um Nahrung und Raum

    Mi, 7 Feb 2018 12:45:00 GMT

    Die globale Erwärmung beeinflusst die Alpenflora. Dabei gibt es unter den Pflanzen Gewinner und Verlierer, wie eine gemeinsame Studie von Schweizer und österreichischen Wissenschaftlern zeigt. Es droht ein Verlust der Biodiversität. Alpenpflanzen geraten in höheren Lagen zunehmend unter Druck, wie Forscher der Universität Wien und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) herausgefunden haben. Wenn die Temperaturen steigen, steigen auch die Pflanzen. Im Vergleich zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts liegt ihre obere Verbreitungsgrenze heute im Durchschnitt 20-35 Meter höher. Die Studie, die in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA" erschien, kommt zudem zum Ergebnis, dass die untere Verbreitungsgrenze vieler Arten schneller ansteigt als die obere Grenze, so dass gesamthaft ein schmaleres Höhenband besiedelt wird als früher. Die Folge: In grösseren Höhen wird es eng, die nach oben vorstossenden ...

  • Lehrpersonen wollen nicht Denunzianten sein

    Mo, 5 Feb 2018 15:30:00 GMT

    Eine Gruppe rechtsbürgerlicher Parlamentarier verlangt, dass die Schule die Kinder von Sans-Papiers "verpfeift". Das sorgt für Empörung – nicht nur bei den Lehrpersonen. Laut Schätzungen liegt die Zahl der Sans-Papiers in der Schweiz zwischen 90'000 und 150'000. Auch ohne Status haben diese Personen ein Recht auf gesellschaftliche Leistungen. Sie können ihre Kinder in die Schule schicken. Das Recht auf Schulbildung wurde bereits in der ersten Bundesverfassung von 1848 garantiert. Heute dürften mehrere Tausend oder Zehntausend Schüler Kinder "illegaler Einwanderer" sein. Offizielle Statistiken gibt es allerdings nicht. In einer Broschüre, welche die Sans-Papiers auf ihre Rechte aufmerksam macht, bekräftigen die Gewerkschaft Unia und die Schweizer Flüchtlingshilfe, dass die Schule und die Lehrpersonen nicht befugt seien, der Polizei Informationen über Kinder zu liefern. Die Eltern werden ermutigt, sich den Lehrpersonen anzuvertrauen. Letztere seien "Vertrauenspersonen, die fast ...

  • 'Ich bin einer, auf den Verlass ist'

    Mo, 5 Feb 2018 14:12:00 GMT

    Peter Aeschlimann ist Gemeindepräsident von Trub im Emmental. Neben der Politik repariert er in seiner Autowerkstatt für seine Kunden alles  –  vom Rasenmäher bis zum Lastwagen. Der Schriftsteller Jeremias Gotthelf hätte an diesem sonnigen Nachmittag seine wahre Freude gehabt. Ruhig und heimelig ist es im Trub. Vom Dorfplatz aus sieht man in die grünen Hügel des Emmentals, an deren Enden Rauch aufsteigt. "Vom Sturm", sagt Peter Aeschlimann. "Sie sind gerade daran, die Äste der umgekippten Bäume zu verbrennen."  swissinfo porträtiert in der  Video-Webserie #deardemocracy Gemeindepolitiker in der ganzen Schweiz, die sich für ihre Gemeinschaft und ihre Sprachregion einsetzen. In der direkten Demokratie wird viel politisiert und auf Meinungen einzelner Lokalpolitiker gesetzt. Die Videoporträts zeigen die Menschen dahinter – wie vielfältig sie leben und  denken. Der 54-jährige Gemeindepräsident von Trub zeigt auf den Gasthof "Löwen" vor ihm. Hier haben sie die Schweizer Filme "Die ...

  • Sind von der Schweiz finanzierte christliche NGO in Indien unerwünscht?

    Di, 6 Feb 2018 13:08:00 GMT

    Für christliche Hilfswerke, die von ausländischen Spendern, darunter auch Schweizer, unterstützt werden, wird es aufgrund administrativer Hürden immer schwieriger, in Indien tätig zu sein. Diese behaupten, die selektive Umsetzung von Vorschriften sei auf den Aufstieg des Hindu-Fundamentalismus zurückzuführen. "Es ist bedauerlich, dass der Fundamentalismus im Land zunimmt und sogar die Regierung selbst die Hindutva-Agenda der kommunalen Kräfte unterstützt", sagte der indische Bischof Robert Miranda in seiner Rede im Oktober 2017 in der Westschweizer Stadt Freiburg. Eingeladen worden war er von Missio Schweiz, der Schweizer Niederlassung der Päpstlichen Missionswerke, für die der Papst zuständig ist. Miranda leitet in der Kleinstadt Gulbarga im südindischen Bundesstaat Karnataka eine Diözese von rund 8000 Katholiken. Als er 1982 zum ersten Mal in die Region geschickt wurde, gab es dort nur drei katholische Familien und eine Handvoll Methodisten. Die Gemeinde wurde schnell grösser, ...

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