Das Neuste von unserem Partner swissinfo

  • "Konflikte verstädtern, Ursachen vermischen sich – das ist neu und explosiv"

    Mo, 11 Dez 2017 10:00:00 GMT

    ​​​​​​​ Tausende Migranten ertrinken im Mittelmeer, Zehntausende sind eingesperrt in Libyen, Krieg und Elend in Syrien und im Jemen, ethnische Säuberungen in Burma: Die Liste der Krisenherde ist noch länger, das Internationale Komitee des Roten Kreuzes steht in mehr als 80 Ländern im Einsatz. IKRK-Präsident Peter Maurer zieht im Gespräch mit swissinfo.ch eine Bilanz des ausklingenden Jahres und wagt einen Ausblick ins 2018. swissinfo.ch: War 2017 ein besonders schlimmes Jahr für das IKRK? Peter Maurer: Nein, es kam 2017 nicht zu einer Eskalation der Lage – leider aber auch nicht zu einer Entspannung. Es ist die Entwicklung der letzten fünf Jahre, die sehr besorgniserregend ist: Die Konflikte werden mit grosser Grausamkeit und unter Verletzung des humanitären Völkerrechts geführt. Ausserdem verstädtern sie sich zunehmend, Aleppo in Syrien und Mossul im Irak stehen symbolisch für diese Tendenz. Und schliesslich vermischen sich politische Ursachen von Konflikten zunehmend mit ...

  • Passagierrekord im längsten Tunnel der Welt

    So, 10 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Mit dem Start des neuen Fahrplans der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) jährt sich zum ersten Mal die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Dank des mit 57 Kilometern längsten Eisenbahntunnels der Welt hat der Transit von Personen und Gütern durch die Alpen stark zugelegt. Und Italien und Deutschland sind näher zusammengerückt. Am 11. Dezember 2016 wurde der Gotthard-Basistunnel offiziell in Betrieb genommen. Zeit für die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Bilanz zu ziehen: Im ersten Betriebsjahr wurde der Tunnel von durchschnittlich 11'000 Fahrgästen pro Tag durchquert, das sind mehr als 30% mehr als auf der alten Strecke. Und trotz dieser Verkehrszunahme habe sich die Pünktlichkeit der Züge "deutlich verbessert", wie die SBB mitteilen. Insgesamt haben bisher 18'395 Passagierzüge und 24'757 Güterzüge den neuen Tunnel durchquert, in Spitzenzeiten waren es bis zu 165 Züge pro Tag. + Entdecken Sie unglaubliche Zahlen rund um den Gotthard-Basistunnel Natürlich profitiert ...

  • Wiederentdeckung einer uralten Heilpflanze

    Sa, 9 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Die Mistel wird mit weihnachtlichen Traditionen und sogar mit den alten Druiden in Verbindung gebracht, aber die Viscum album – wie sie korrekt heisst – hat einen viel praktischeren Nutzen: als Behandlung für Krebspatienten. Tatsächlich war die heilende Kraft der Pflanze den Ärzten bereits zur Zeit des Hippokrates im antiken Griechenland bekannt. Doch erst 1917 setzte die Mitbegründerin der Anthroposophischen Medizin, Ita Wegman, sie erstmals in Zürich zur Behandlung von Krebserkrankungen ein, nachdem ihr Kollege Rudolf Steiner ihr krebsspezifisches Heilungspotenzial erkannt hatte. Seitdem ist die Mistel ein bewährter und zunehmend anerkannter Bestandteil der komplementären Krebsbehandlung, vor allem in Europa (obwohl sie in Grossbritannien und den USA noch nicht als Teil der Palliativmedizin zugelassen ist). Hier sind einige der Eigenschaften, welche die Pflanze so besonders machen: Die Pflanze braucht einen Baum Die Mistel ist eine blühende Pflanze, aber sie bildet keine ...

  • Im Tessin und in Zug boomt das Kryptogeld

    Fr, 8 Dez 2017 15:00:00 GMT

    In der Stadt Zug brach es aus. Doch das Fieber der Kryptowährungen hat nun auch das Tessin erfasst. Die Gemeinde Chiasso wird ab Januar Steuerzahlungen in Bitcoin in geringem Umfang akzeptieren. Chiasso will eine "CryptoPolis" werden und Start-Up-Unternehmen aus Norditalien anziehen. Ein parlamentarischer Vorstoss fordert zudem, dass der Kanton dem Beispiel der Grenzgemeinde folgt. Ab Januar 2018 kann ein kleiner Betrag der Gemeindesteuern in Chiasso in Bitcoin bezahlt werden. Akzeptiert werden Beträge im Wert von umgerechnet 250 Franken. Das sind 50 Franken mehr als in der Stadt Zug, die im Juli 2016 als erste Schweizer Gemeinde bekannt gab, die Kryptowährung Bitcoin zu akzeptieren. In beiden Städten beziehungsweise Kantonen geht die Neuerung weit über eine symbolische Geste hinaus. CrytoValley und CryptoPolis Zug ist seit einiger Zeit für die vorteilhafte Besteuerung von Unternehmungen bekannt. Der Kanton hat aus diesem Grund einen Ruf als Steuerparadies. Doch damit soll ...

  • Wenn Shoppen zum politischen Akt wird

    Fr, 8 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Junge scheren sich kaum um das politische Geschehen, heisst es oft. Tatsächlich: Bei Abstimmungen ist ihre Beteiligung meist sehr schwach. Besser sind sie beim Einkaufen. Auch hier kann man politisch Einfluss nehmen, zum Beispiel dann, wenn man sich beim Shoppen mit den Produktionsbedingungen in anderen Ländern auseinandersetzt.  Bio und Fairtrade liegen im Trend. Das Angebot an zertifizierten Produkten wächst stetig. Jedoch lässt sich an den Verkaufszahlen alleine nicht sehen, warum die Leute zertifizierte Produkte kaufen. Erst wenn politische Gründe zu einem Kauf führen, findet eine Form politischer Teilhabe statt. Politisch motiviertes Einkaufen ist das Gebiet von Birte Gundelach. Die Forscherin tüftelt in Aarau am Zentrum für Demokratie an neuen Methoden, um herauszufinden, wieso Konsumenten Produkte mit Label kaufen. Im Democracy Lab, unserer Video-Serie von #DearDemocracy, erzählen junge Forscherinnen und Forscher, was sie über die Demokratie herausgefunden haben.

  • Schweizer Aussenminister sieht Friedensprozess gefährdet

    Fr, 8 Dez 2017 07:35:00 GMT

    Der neue Aussenminister der Schweiz, Ignazio Cassis, äussert sich besorgt über die Entscheidung des US-Präsidenten. Seiner Meinung nach wird der Friedensprozess dadurch behindert und verkompliziert. Nach dem Trump-Entscheid, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, brodelt es in den Palästinensergebieten. Die radikal-islamische Hamas hat zu einer neuen Intifada aufgerufen. Der Schweizer Aussenminister ist besorgt. Cassis sieht in dem Entscheid Trumps eine Gefahr. Die Schweiz werde weiterhin den Friedensprozess unterstützen. Palästina habe das Recht auf einen eigenen Staat. 

  • "Im Jemen fehlt es an allem"

    Do, 7 Dez 2017 16:02:00 GMT

    Die Tötung des jemenitischen Ex-Präsidenten Ali Abdallah Saleh droht den "Stellvertreterkrieg" im Jemen zwischen Riad und Teheran anzuheizen. Laut IKRK-Präsident Peter Maurer ist die humanitäre Krise schlimmer denn je. Letzten Samstag, 48 Stunden bevor er von seinen ehemaligen Partnern – den von Iran unterstützten Huthi-Rebellen – getötet wurde, hatte Ali Abdallah Saleh erklärt, er sei bereit, mit Saudi-Arabien ein neues Kapitel aufzuschlagen. Die von Riad kommandierte militärische Koalition begrüsste diese Initiative umgehend, die von der Huthi-Saleh-Allianz seit 2015 bekämpft worden war. Während sich der Konflikt drei Jahre nach der Eroberung der Hauptstadt Sanaa durch die Rebellen in einer totalen Sackgasse befand, schien Salehs Sinneswandel auf eine mögliche Niederlage der Huthi-Milizen hinzuweisen. Wird der gewaltsame Tod des ehemaligen Autokraten, der 2012 gestürzt wurde, dessen Kräfte trotzdem auf die Seite Riads schlagen und die Huthi-Milizen entscheidend schwächen, wie ...

  • Charlie Chaplin im Eispalast

    Do, 7 Dez 2017 15:00:00 GMT

    Der Eispalast auf dem Jungfraujoch erhält einen neuen Besucher: Charlie Chaplin, in Eis geschnitzt vom britischen Bildhauer John Doubleday. Der Mann mit dem Melonenhut und dem strengen Schnurrbart wurde in Eis verewigt. Vor vierzig Jahren, am 25. Dezember 1977, starb der britische Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent Sir Charles Spencer Chaplin. Die letzten 25 Jahre seines Lebens verbrachte die Filmikone auf seinem Anwesen Manoir de Ban in der Nähe von Vevey. John Doubleday, der bereits eine Statue von Sherlock Holmes für den Eispalast auf dem Jungfraujoch errichtete, hat die Figur von Chaplin nun fertiggestellt. Als Vorlage diente eine Szene aus dem Film "The Kid" ("Der Vagabund und das Kind") aus dem Jahr 1921.  Nun ist die Skulptur auf 3466 Metern über Meer zu betrachten. Doubleday kennt sich mit Chaplin aus: Die Bronze-Figuren in Vevey und auf dem Leicester Square in London stammen ebenfalls aus seiner Hand.

  • Albinen oder ein Dorf holt sich seine Zukunft zurück

    Do, 7 Dez 2017 12:30:00 GMT

    Ein kleines Dorf in den Walliser Bergen droht auszusterben. Bis eine Gruppe junger Einwohner vorschlägt, neue Bewohner anzulocken – mit Prämien von bis zu 25'000 Franken pro Person. Was diese Idee dann in der Welt auslöst, damit hat im Dorf niemand gerechnet. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. + So kämpfen Dörfer in den Schweizer Bergen gegen das Aussterben Vier Kameras sind auf ihn gerichtet. Noch mehr Mikrofone recken sich ihm entgegen, als Gemeindepräsident Beat Jost sagt: "Albinen hat die Wohnbauförderung angenommen." Dann feuern die Journalisten ihre Fragen auf ihn ab: "Herr Jost, wie geht es Ihnen jetzt?" "Was bedeutet das nun?" "Haben Sie damit gerechnet?" Man fühlt sich, als sässe man an einer Pressekonferenz mit mindestens einem Mitglied der Schweizer Regierung.

  • "Im Pass sollte das Geschlecht einer Person nicht angegeben werden"

    Do, 7 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Mann oder Frau? Milusch will sich nicht entscheiden und definiert sich als non-binäre Person. Für den/die Zürcher_in, geht der Entscheid Deutschlands, die Tür für ein "drittes Geschlecht" zu öffnen, nicht weit genug: In offiziellen Ausweispapieren sollte es vielmehr gar keinen Hinweis auf das Geschlecht mehr geben. Um sich von den Kategorien zu lösen, veränderte Milusch seinen/ihren Vornamen und sein/ihr Aussehen. Deutschland vor Anerkennung eines "dritten Geschlechts" Im November 2017 forderte das oberste deutsche Gericht ein "drittes Geschlecht" für den Eintrag im Geburtenregister. Deutschland würde mit einer solchen neuen Neuregelung das erste Land Europas, in dem die Registrierung eines dritten Geschlechts möglich wäre. Gemäss dem Entscheid des Bundesverfassungsgerichts muss der Gesetzgeber in Deutschland bis Ende 2018 eine Neuregelung schaffen, in die als drittes Geschlecht neben "männlich" und "weiblich" mit "divers" oder "inter" oder eine andere "positive Bezeichnung ...

  • Als ein ungewöhnliches Bündnis Schweizer Abstimmungsgeschichte schrieb

    Mi, 6 Dez 2017 15:30:00 GMT

    Vor dreissig Jahren sorgte das Schweizer Stimmvolk für grossen politischen Aufruhr: Es unterstützte eine Initiative zum Schutz der Schweizer Moore und schickte damit die Pläne der Regierung zum Bau eines Truppenübungsplatzes bachab. Das war der Beginn einer Reihe von erfolgreichen Urnenentscheiden zu Umweltfragen. Das Ergebnis der landesweiten Abstimmung vom 6. Dezember 1987 überraschte Gegner und Befürworter gleichermassen. Nach mehreren Jahren hitziger Debatten und bitterer Spaltungen unter den Bewohnern befürworteten 58% der Wählerinnen und Wähler die Idee des Schutzes von über 100 Hektar Moor- und Heidefläche im Bibertal in der Zentralschweiz. Die Strauchlandschaft, 35 km südlich von Zürich, ist das grösste Hochmoor der Schweiz. "Es versetzte dem politischen Establishment einen doppelten Schlag", sagt Politologe Michael Hermann vom Forschungsinstitut Sotomo. Die überraschende Niederlage war das Ergebnis einer seltenen Allianz. Sie bestand aus bäuerlich-konservativen ...

  • Ärger mit Einkaufstouristen: ein politischer Dauerbrenner

    Mi, 6 Dez 2017 13:00:00 GMT

    Für Schweizer Grenzregionen ist der Einkaufstourismus eine Plage. Während die Nachbarländer, wo in Grenznähe immer mehr Einkaufszentren entstehen, wenigsten viel Geld mit den helvetischen Schnäppchen-Jägern machen, hat die Schweizer Seite nur Nachteile: Verstopfte Strassen, Lärm, Abgase und Mindereinnahmen in den Läden. Ihre Interessenvertreter fordern, dass die Landesregierung endlich einschreitet. Fast 70% der Schweizer Bevölkerung kauft ab und zu im Ausland ein, 40% davon regelmässig. Der geschätzte Verlust für Schweizer Geschäfte wird sich bis Ende Jahr auf mehr als  neun Milliarden Franken belaufen. Der Einkaufstourismus hat laut einer Studie der Universität St. Gallen in jüngster Zeit zwar personenmässig leicht ab-, aber wertmässig um rund 10% zugenommen. Der Grund: Die Ausland-Shopper fahren etwas weniger oft über die Grenze, kaufen aber mehr ein. Der wichtigste Grund für das Shoppen im Ausland sind niedrigere Preise. Mit dem nördlichen Nachbarland wird dieser Tourismus ...

  • Alain Berset wird Bundespräsident 2018

    Mi, 6 Dez 2017 11:00:00 GMT

    Das Schweizer Parlament hat Alain Berset am zum Bundespräsidenten für das kommende Jahr gewählt. Der Vorsteher des Innendepartements erhielt am Mittwoch 190 von 210 gültigen Stimmen – ein gutes Resultat. Berset ist der 19. Bundespräsident, den die Sozialdemokraten stellen. Nach den CVP-Vertretern Jean-Marie Musy und Joseph Deiss ist er der dritte Freiburger, der das Amt innehat. Musy war allerdings zweimal Bundespräsident, 1925 und 1939, so dass Berset der vierte Amtsinhaber aus dem Kanton Freiburg ist. Nach seiner Wahl lancierte er einen flammenden Appell an die Solidarität und den Zusammenhalt in der Schweiz: "Wir wissen, dass unser Engagement für den nationalen Zusammenhalt und für eine faire Gesellschaft nie zu Ende ist. Das ist der Kern unseres Erfolges. Wir nehmen alle mit." Bundespräsident Der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin wird jedes Jahr durch das Parlament (Vereinigte Bundesversammlung ) aus der Mitte der Schweizer Landesregierung (Bundesrat, Exekutive) ...

  • "Die EU hat sich besser entwickelt als die Schweiz"

    Mi, 6 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Eine kleine Insel umgeben von der mächtigen Europäischen Union. Aber ist die eigensinnige Schweiz zu bedauern oder zu beneiden? Für den Alleingang hatte sie sich vor einem Vierteljahrhundert entschieden. Damals sagte die Schweiz Nein zu einem Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum EWR. Bei vielen Stimmbürgern galt der EWR als Vorstufe zum EU-Beitritt. swissinfo.ch hat mit den Exponenten des Pro- und Kontralagers von damals gesprochen. + Lesen Sie mehr über den historischen Volksentscheid zum EWR-Beitritt Die Abstimmung vom 6. Dezember 1992 war ein Debakel für das politische Establishment der Schweiz. Regierung, Parlament und die Mehrheit der grossen Parteien hatten sich zuvor für einen Beitritt der Schweiz zum EWR ausgesprochen und bei der EU bereits ein Beitrittsgesuch hinterlegt. Aber die emotionale Kampagne der rechtskonservativen Gegner, die den Untergang der Schweizer Eigenheiten prophezeiten, war erfolgreich. Diesem Abstimmungserfolg verdankte Christoph Blocher, ...

  • "Ich musste sie verunglimpfen, sie verachteten die Schweiz"

    Mi, 6 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Eine kleine Insel umgeben von der mächtigen Europäischen Union. Aber ist die eigensinnige Schweiz zu bedauern oder zu beneiden? Für den Alleingang hatte sie sich vor einem Vierteljahrhundert entschieden. Damals sagte die Schweiz Nein zu einem Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum EWR. Bei vielen Stimmbürgern galt der EWR als Vorstufe zum EU-Beitritt. swissinfo.ch hat mit den Exponenten des Pro- und Kontralagers von damals gesprochen. + Lesen Sie mehr über den historischen Volksentscheid zum EWR-Beitritt Die Abstimmung vom 6. Dezember 1992 war ein Debakel für das politische Establishment der Schweiz. Regierung, Parlament und die Mehrheit der grossen Parteien hatten sich zuvor für einen Beitritt der Schweiz zum EWR ausgesprochen und bei der EU bereits ein Beitrittsgesuch hinterlegt. Aber die emotionale Kampagne der rechtskonservativen Gegner, die den Untergang der Schweizer Eigenheiten prophezeiten, war erfolgreich. Diesem Abstimmungserfolg verdankte Christoph Blocher, ...

  • Der Sänger und Schauspieler Johnny Hallyday ist tot

    Mi, 6 Dez 2017 09:41:00 GMT

    Er füllte ganze Stadien, gehörte zu Frankreichs Musikikonen und lebte als Steuerflüchtling vorübergehend in der Schweiz: Nun ist der Rocksänger Johnny Hallyday, den seine Fans nur bei seinem Vornamen nannten, im Alter von 74 Jahren in der Nacht auf Mittwoch gestorben. Johnny Hallyday war der grösste Popstar Frankreichs. Fünf Abende in Folge spielte er 1998 im ausverkauften Stade de France in Paris. Hallyday absolvierte in seiner langen Karriere endlose Tourneen und verkaufte mehr als 100 Millionen Tonträger. Viele Franzosen identifizierten sich mit diesem Mann, der in schwierige Verhältnisse hineingeboren wurde und es mit viel Herz und harter Arbeit ganz nach oben schaffte. Hallyday hat in seiner über 50-jährigen Karriere so viele goldene und silberne Schallplatten bekommen wie kaum einer seiner Landsleute. Der Nachwelt hinterlässt er Ohrwürmer wie "Ma gueule", und "Oh, ma jolie Sarah". Der 74-Jährige starb an den Folgen einer Krebserkrankung, wie die Agentur AFP unter Berufung ...

  • 25 Jahre europäischer Sonderfall Schweiz

    Di, 5 Dez 2017 15:00:00 GMT

    Vor 25 Jahren fällten die Schweizer Stimmbürger an der Urne einen der folgenreichsten Volksentscheide der jüngeren Gegenwart: Mit hauchdünner Mehrheit lehnten sie den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab. Schon im Abstimmungskampf waren die Wogen hochgegangen. Die siegreichen Gegner um Christoph Blocher machten aus der Vorlage eine Frage über die Souveränität der Schweiz. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Es war keine Abstimmung wie andere an jenem 6. Dezember 1992: Die Stimmbeteiligung betrug 78,7% - ein Rekord. 23'100 Stimmen gaben den Ausschlag, dass die Schweiz hauchdünn Nein sagte – 50,3% lehnten die Annäherung an die Europäische Union (EU) ab. Kaum jemals zuvor hatten weniger Stimmen einen grösseren Graben durchs Land aufgerissen als an jenem ...

  • Die verschiedenen Gesichter der Einwanderung in Europa

    Di, 5 Dez 2017 13:00:00 GMT

    Die Einwanderung steht im Zentrum der politischen Debatte in Europa. In mehreren Ländern wird die Personenfreizügigkeit in Frage gestellt. Doch die Einwanderungs-Profile unterscheiden sich je nach europäischem Land stark. Eine Rundreise und Entschlüsselung in Grafiken. Das Personenfreizügigkeits-Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) ist seit mehr als 15 Jahren in Kraft. Dank diesem Abkommen können Bürgerinnen und Bürger der Schweiz und der EU studieren, arbeiten und in Pension gehen, wo sie wollen: sei es in irgendeinem EU-Mitgliedstaat, in der Schweiz oder in einem anderen EFTA-Staat (zur Europäischen Freihandelsassoziation gehören nebst der Schweiz auch Norwegen, Liechtenstein und Island). Die Personenfreizügigkeit ist eine der vier fundamentalen Freiheiten der EU, garantiert durch den gemeinsamen Binnenmarkt, den freien Waren-, Kapital- und Dienstleistungsverkehr. Im Vereinigten Königreich, wie in der Schweiz, wird die Personenfreizügigkeit in Frage ...

  • Die Volksinitiative oder alle drei Monate eine Revolution

    Di, 5 Dez 2017 10:05:00 GMT

    Die Volksinitiative ist ein wirksames Mittel für Stimmbürger, gegen den Willen von Parlament und Regierung Veränderungen von unten anzustossen. Die meisten Initiativen scheitern an der Urne. Dennoch: Oft haben sie entscheidenden Einfluss auf die Politik. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Am 26. November 1989 stand die Schweizer Politik unter Schock. An diesem Tag stimmte das Volk über eine Initiative ab, welche die Abschaffung der Armee forderte. Das von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) lancierte Begehren wurde verworfen. +  Sehen Sie hier: Das ist eine Volksinitiative und so direkt wirkt sie. Für Erstaunen und Entrüstung sorgte jedoch, wie viel Zuspruch die Initiative trotz ihres radikalen Inhalts erhielt: 36% der Stimmenden sprachen sich dafür aus, die ...

  • AIA mit Neuseeland trotz "Rentenklau"

    Mi, 6 Dez 2017 13:33:00 GMT

    Was haben die AHV-Renten der Schweizer in Neuseeland mit dem automatischen Informationsaustausch (AIA) zu tun? Die Expats auf der Pazifikinsel wollten den AIA als Pfand für ein gerechtes Rentensystem in ihrem Gastland einsetzen. Das Schweizer Parlament konnten sie letztlich nicht überzeugen. Ja zum AIA mit 41 weiteren Staaten, inklusiv Saudi-Arabien und Neuseeland. Die grosse Parlamentskammer (Nationalrat) folgt im zweiten Anlauf dem Beschluss der kleinen (Ständerat). Im September hatte der Nationalrat diese beiden Länder noch ausgenommen: Saudi-Arabien aus rechtsstaatlichen Gründen, Neuseeland, weil die Auslandschweizer auf der Pazifikinsel opponierten. Die ausgewanderten Eidgenossen wollten einen AIA mit ihrem Gastland (vorerst) verhindern, um Neuseeland unter Druck zu setzen, das dortige Rentensystem zu ändern. Warum dieses in ihren Augen ungerecht ist, erklärt Neuseeland-Schweizer Peter Ehrler. "Wer mindestens zehn Jahre hier gelebt hat, hat im Rentenalter automatisch ...

  • Roma-Kinder in Bosnien: Von der Strasse in die Schule

    Mo, 4 Dez 2017 13:00:00 GMT

    Zwischen 50'000 und 80'000 Roma leben in Bosnien-Herzegowina, oft in ärmlichen Verhältnissen und am Rand der Gesellschaft. Caritas Schweiz versucht seit zehn Jahren, Roma-Kinder in die Schule zu integrieren und ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Ein Augenschein in einer Primarschule bei Sarajevo. Wir sind in der 3. Klasse der Primarschule Osman Nakaš in der Gemeinde Novi Grad bei Sarajevo. Die Schülerinnen und Schüler sind ganz aufgeregt ob dem Besuch aus der Schweiz. "Ruhe bitte", mahnt die Lehrerin. Der Unterricht kann beginnen.  Wie immer am Freitag stellt ein Kind der Klasse ein Land vor. Heute referiert der 9-jährige Tarik über sein Lieblingsland Schweden. Es sei ein reiches Land, wo hart gearbeitet werde, mit einer hohen Lebenserwartung, einem König, einer hohen Museumsdichte, seit 200 Jahren habe es dort keinen Krieg gegeben. "Nicht wie bei uns, wo der Krieg nicht weit zurückliegt und Museen wegen Geldmangel geschlossen werden", sagt Sanela Numanović, die ...

  • Schweiz macht mobil gegen Terror

    Mo, 4 Dez 2017 13:35:00 GMT

    Mit einem Aktionsplan wollen Bund, Kantone und Gemeinden gemeinsam gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus vorgehen. Die Massnahmen reichen von der Einrichtung von Beratungsstellen über die Sensibilisierung von Fachpersonen bis hin zur Verbreitung von "Gegennarrativen" im Internet. + Lesen Sie, wie eine Muslimin in Biel mit einem einzigartigen Projekt gegen Radikalisierung kämpft  + Lesen Sie, wie konzeptlos die Schweizer Parteien gegen Islamismus sind Zürich Die Fachstelle für Gewaltprävention der Stadt Zürich ist erste Anlaufstelle für Volksschulen, Vereine, Jugendarbeit und die Bevölkerung. Sie hat zahlreiche Programme und Leitfäden entwickelt. Beispielsweise erarbeitete die Fachstelle mit dem Schweizer Zentrum für Gewaltfragen das "Radicalization-Profiling" (Ra-Prof), welches ermöglicht, dass Radikalisierungstendenzen jeglicher Couleur frühzeitig erkannt werden und darauf reagiert werden kann. Daraus ist auch ein Leitfaden für Schulen entstanden, welchen die ...

  • Schweizer Grenzgänger aus Frankreich wollen gehört werden

    Mo, 4 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Mehr als 20'000 Schweizerinnen und Schweizer leben offiziell in Frankreich und pendeln jeden Tag nach Genf zur Arbeit. Die Vereinigung "Genevois sans frontières", 2014 ins Leben gerufen, kämpft für deren Rechte. Sie beabsichtigt, erstmals einen Schweizer aus dem benachbarten Frankreich für die Parlamentswahlen vom nächsten Frühling aufzustellen. Ein "Exilant aus Wohnungsnot" - so definiert sich Paolo Lupo. Wie zahlreiche Genfer und Genferinnen entschied sich der Mitarbeiter der Erziehungsdirektion des Kantons Genf und Mitglied der Christlichen Volkspartei CVP (Mitte rechts), sich mit seiner Familie im benachbarten Frankreich zu "einem annehmbaren Preis" niederzulassen. Paolo Lupo lebt nun seit mehr als 35 Jahren in Frankreich, zuerst im Département Ain, dann in Hochsavoyen und konnte "keinen Unterschied in der Mentalität und der Lebensweise" feststellen, weder auf der einen oder andern Seite der Grenze. Trotzdem fühlen sich die Schweizer Grenzgänger immer häufiger ...

  • Der Verein als Schule der Schweizer Demokratie

    So, 3 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Es gibt sie zu Zehntausenden landauf landab: Die Vereine. Sie gehören gewissermassen zur DNA der Schweiz. Ein Klassiker ist der Kaninchenzüchter-Verein. Vereine seien in der Schweiz auch wichtig für das Erlernen der Demokratie, sagt Fanni Dahinden von der Fachstelle Vitamin B in Zürich. Sie berät und unterstützt ehrenamtliche Vereinsvorstände und weiss, wo die Vereine der Schuh drückt. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. Vereine prägen das Leben der Menschen in der Schweiz von der Wiege bis zur Bahre: Vom Geburtshaus über die Spielgruppe, über den Chor und den Sportclub bis schliesslich zum Panther-Club für Senioren – hinter allem steht ein Verein. Und nach unserem Ableben sorgt vielleicht ein Kremationsverein für eine würdige Bestattung. + Lesen Sie hier: Islamisten unter dem ...

  • Annemarie Schwarzenbach: Auf Wüstenstrassen nach Osten

    Sa, 2 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Kurz bevor der Zweite Weltkrieg ausbricht, reist die Schriftstellerin und Fotografin Annemarie Schwarzenbach in den Nahen Osten. Eine Reisedokumentation. Im "Haus Jäger" in Sils entsteht das Vorhaben einer längeren Asienreise. Annemarie Schwarzenbach, geschwächt von mehreren Entziehungskuren aufgrund ihrer Morphium-Abhängigkeit, erholt sich in ihrem Schweizer Wohnsitz. Zusammen mit der Genfer Reiseschriftstellerin Ella Maillart plant die Schweizer Journalistin und Schriftstellerin, mit einem Ford in Richtung Afghanistan zu fahren. Im Sommer 1939 startet die Reise, die sie von Bulgarien über die Türkei und den Iran in das gebirgige Afghanistan führt. Danach gelangen Schwarzenbach und Maillart nach Indien, das zu dieser Zeit noch von Grossbritannien besetzt ist.  Die Beziehung der beiden wird allerdings durch die anhaltenden Drogenprobleme Schwarzenbachs belastet, so dass sich ihre Wege im Oktober 1939 trennen. Maillart bleibt in Indien und wartet auf das Ende des Krieges, während ...

  • Brasilien als verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Schweiz

    Fr, 1 Dez 2017 16:04:00 GMT

    Costa Rica, Serbien und – gleich zum Auftakt – der ultimative Hammer Brasilien: Das sind die Gruppengegner der Schweiz an der Fussball-Weltmeisterschaft von nächstem Sommer in Russland. Nach der stärksten Qualifikation aller Zeiten ist es erklärtes Ziel von Coach Vladimir Petkovic, sich mit der Equipe für den Viertelfinal zu qualifizieren. + Nationalheld auf Zeit: Nationalcoach Vladimir Petkovic im Porträt "Schwere Gruppe", "Wunschgegner", "vermeintlich leicht lösbare Aufgabe" etc.: Die Kommentare von Nationaltrainern, Verbandsfunktionären, Spielern und Journalisten nach Auslosung der Qualifikationsgruppen an Fussball-Grossanlässen wie jetzt der nächstjährigen WM-Endrunde sind immer dieselben. Welche der Floskeln dann zutrifft, wird sich in den drei Gruppenspielen der Schweizer Nationalmannschaft zeigen.  Und so sieht der Spielplan der Equipe in siebeneinhalb Monaten in Russland aus: 17. Juni 2018 gegen Brasilien 22. Juni 2018 gegen Serbien 27. Juni 2018 gegen Costa Rica ...

  • Bergdorf beschliesst Lockangebot für Familien

    Fr, 1 Dez 2017 15:01:00 GMT

    Das Walliser Bergdorf Albinen lockt Familien und andere Einwohner künftig mit Geldbeträgen an. Die Einwohner des Dorfes haben der Wohnbauförderung am Donnerstag zugestimmt. Die Massnahme soll die Abwanderung stoppen. Die Urversammlung nahm die Vorlage mit 71 zu 29 Stimmen an, wie am Donnerstagabend bekannt wurde. Gemeindepräsident Beat Jost war sehr froh über das "klare Resultat", wie er nach der Abstimmung sagte. Die Vorlage hatte vergangene Woche für grosse Schlagzeilen gesorgt. Einzelpersonen erhalten bei einem Zuzug 25'000 Franken, Paare 50'000 Franken. Für jedes Kind würde die Gemeinde zusätzlich 10'000 Franken aufwerfen. So bekäme eine vierköpfige Familie 70'000 Franken. Allerdings gibt es die Geldbeträge nur unter gewissen Voraussetzungen. Die Empfänger müssen sich dafür in Albinen als Erstwohnsitz niederlassen und unter 45 Jahre alt sein. Zudem müssen sie ein bewilligungsreifes Bauprojekt oder einen Kaufvertrag über eine Mindestinvestitionssumme von 200'000 Franken ...

  • 50 Jahre San Bernardino

    Fr, 1 Dez 2017 13:00:00 GMT

    Am 1. Dezember 1967 weihte die Schweiz den ersten Strassentunnel durch die Alpen ein, der vollständig auf Schweizer Boden liegt. Der 6,6 Kilometer lange San Bernardino-Tunnel brachte nicht nur die Bündner Täler Misox und Rheintal näher zusammen, sondern gab der Region ihre wichtige Rolle auf der Nord-Süd-Achse zurück. Der San Bernardino ist einer der ältesten Pässe der Alpen und als solcher seit Jahrhunderten ein wichtiger Verkehrs-Knotenpunkt in Europa. Bereits die Römer nutzten den Passübergang. Die Eröffnung der Gotthardeisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts reduzierte jedoch den Verkehr über die Bündner Pässe. In der Nachkriegszeit im vorigen Jahrhundert kam die Idee auf, einen Strassentunnel durch den San Bernardino zu bauen, der im Unterschied zum Pass auch im Winter leicht zugänglich wäre. Die Bauarbeiten begannen 1962. Mit Hilfe von Tunnelbohrmaschinen wurden durchschnittlich 115 Meter pro Monat auf der Südseite und 95 auf der Nordseite ausgehoben. Nach drei Jahren Arbeit ...

  • Der Schein trügt: Die Demokratie gewinnt

    Fr, 1 Dez 2017 10:00:00 GMT

    Erdogan, Ungarn, Populismus und beeinflusste Wahlen. Verschiedene politische Ereignisse haben in der letzten Zeit den Eindruck erweckt, dass sich die Demokratie weltweit auf dem Rückzug befindet. Neue globale Untersuchungen zeigen jedoch: das Gegenteil ist der Fall. Und: Die meisten Menschen wollen mehr davon. Im November wird Strassburg mit seinen gerade einmal 270'000 Einwohnerinnen und Einwohnern jeweils zur Welthauptstadt der Demokratie. Mit über 1000 teilnehmenden Fachleuten aus über 100 Staaten weltweit gehört das Weltforum für Demokratie in Strassburg zu den wichtigsten globalen Konferenzen rund um das Thema Demokratie.  In diesem Jahr stand das Forum ganz im Zeichen der Schwächen der Demokratie. "Populisten verschiedener politischer Couleur bedrohen unsere liberalen und pluralistischen Gesellschaften", erklärte der Generalsekretär des Europarates, Thorbjörn Jagland, als Gastgeber gleich zu Beginn. Er und viele andere Teilnehmer warnten vor einem "Demokratierückzug" ...

  • "Ich hoffe, die Portugiesen bleiben in der Schweiz"

    Do, 30 Nov 2017 15:33:00 GMT

    Mit 270'000 Mitgliedern ist die portugiesische Gemeinschaft eine der grössten in der Schweiz. Bundespräsidentin Doris Leuthard hat Portugal bei ihrem Besuch in Lissabon versichert, dass diese Menschen in der Schweiz einen wichtigen Beitrag an die hiesige Wirtschaft leisteten und sie "weiterhin willkommen in unserem Land sind". Leuthard machte diese Bemerkungen in einem Interview mit swissinfo.ch am Rande ihres Besuchs in Lissabon Anfang dieser Woche. Es war der erste offizielle Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten in Portugal seit 2003. + Erfahren Sie mehr über die Gründe, weshalb Portugiesinnen und Portugiesen der Schweiz den Rücken kehren + Sehen Sie hier, warum die Schweiz arbeitslose Gastarbeiter in Portugal bezahlt swissinfo.ch: Der portugiesische Staatspräsident hat letztes Jahr die Schweiz besucht, nun sind Sie in Portugal. Welche Eindrücke haben Sie gewonnen? Doris Leuthard: Das Land galt lange Zeit als eines der Sorgenkinder der Europäischen Union, wegen seinem ...

  • Weniger Konsum in der Bierhochburg Schweiz

    Do, 30 Nov 2017 11:15:00 GMT

    Die Schweizerinnen und Schweizer trinken weniger, aber besser: Während der Bier- und Weinkonsum zurückgeht, nimmt die Zahl der kleinen Bierbrauereien stark zu. Das widerspiegelt einen generellen gesellschaftlichen Trend, der Qualität über Quantität stellt. Im Braujahr 2016/2017 ist der gesamte Schweizer Bierkonsum gegenüber dem Vorjahr um 0,2% gesunken, wie die jüngst veröffentlichten Zahlen des Schweizerischen Brauereiverbandes (SBV) zeigen. Insgesamt tranken die Schweizer 54 Liter Bier pro Einwohner, verglichen mit 54,5 Litern im Vorjahr, insgesamt also 4,61 Millionen Hektoliter. Der Schweizer Biermarkt begann in den 1990er-Jahren zu schrumpfen, wie die folgende Grafik zeigt. Der besonders niedrige Konsum 2005 fällt in jenes Jahr, in dem die Blutalkoholgrenze für das Autofahren von 0,8 auf 0,5 Promille gesenkt wurde. SBV-Direktor Marcel Kreber weist darauf hin, dass das neue Gesetz einen bedeutenden, aber kurzen Einfluss hatte, wobei er feststellt, dass der Konsum bereits im ...

  • Sexuelle Belästigung: Schweizer Abgeordneter in Erklärungsnot

    Do, 30 Nov 2017 13:17:00 GMT

    Weil eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung gegen ihn hängig ist, hat die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) die Vizepräsidentschaft durch den Walliser Nationalrat Yannick Buttet ausgesetzt. Die Tageszeitung Le Temps machte am Donnerstag publik, dass der Politiker mit "unangemessenem Verhalten" im Parlament aufgefallen ist. Die Leitung der Christlichdemokratischen Volkspartei zögerte nicht lange. Nur einige Stunden nach dem Bericht der Westschweizer Tageszeitung Le Temps über eine Strafanzeige gegen Yannick Buttet wegen sexueller Belästigung hat die Partei den Walliser Nationalrat "mit sofortiger Wirkung" von seinen Funktionen als Vizepräsident der CVP-Schweiz suspendiert. Buttet habe dies selber beantragt, schrieb die Partei in einer Mitteilung. "Für die CVP sind jegliche Übergriffe gegen die Integrität anderer Menschen inakzeptabel", hiess es weiter. Der Artikel in Le Temps hat in der Schweizer Politik wie eine Bombe eingeschlagen. Diese ist sich solche Skandale ...

  • Im Netz bleibt immer weniger hängen

    Do, 30 Nov 2017 10:00:00 GMT

    Eigentlich eine gute Nachricht: Die Schweizer Seen werden immer sauberer. Doch Fischer beklagen, dass die Seen mittlerweile zu sauber sind. Fische fänden keine Nahrung mehr. Der Fischbestand gehe dramatisch zurück. Das Bundesamt für Umwelt wird nächsten Frühling mögliche Massnahmen präsentieren, um eine nachhaltige Entwicklung der Berufsfischerei zu garantieren. Doch für einige Fischer könnte dieses Paket zu spät kommen. Ein wunderschöner Arbeitsort: Die Sonne steht tief am Horizont, die Sonnenstrahlen scheinen durch die Wolken. Alles spiegelt sich in herbstlichen Farben. Wir befinden uns auf dem Zürichsee, gemeinsam mit Adrian Gerny. Dieser hat sich vor 10 Jahren entschieden, Berufsfischer zu werden. Es ist Montagnachmittag. Adrian Gerny fährt mit seinem Boot über den See. Er trägt einen Zweitagesbart; auf seinem Kopf eine Basketball-Kappe. Seine Augen leuchten himmelblau. Adrian beobachtet den See und zieht nervös an einer Zigarette. Durch seine Hände gleitet ein Fischernetz.

  • Schweizer empfinden Klimawandel als Bedrohung

    Mi, 29 Nov 2017 15:00:00 GMT

    Für die überwiegende Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist der Klimawandel nicht nur eine Tatsache, er stellt gefühlt sogar die grösste Bedrohung überhaupt dar – noch vor dem Zusammenbruch der Altersversorgung, einer Wirtschafts- oder Finanzkrise, Arbeitslosigkeit, Terrorismus oder dem Ausbruch von Epidemien. Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zum Klimawandel im Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG zeigt, dass die Befürchtungen der Bevölkerung in erster Linie lokal und durch Themen wie Gletscherschwund und Bergstürze geprägt sind. Für 85 Prozent der Befragten ist der Klimawandel eine Tatsache; 14 Prozent sind sich nicht sicher, dass es ihn gibt. Rund ein Drittel ist sehr besorgt über die Aussage, dass es in der Schweiz bis Ende des Jahrhunderts bis zu 3 Grad wärmer sein könnte. Dies deckt sich mit der Aussage eines Drittels der Befragten, die bei der Beurteilung des Klimawandels auf persönliche Beobachtungen setzen. Die gelten mehr als ...

  • Wie gut ist die Schweiz für eine nukleare Katastrophe gewappnet?

    Mi, 29 Nov 2017 11:00:00 GMT

      Zur Zeit des Kalten Kriegs nahm die Schweiz die Gefahr eines nuklearen Angriffs sehr ernst: 1963 wurde entschieden, dass es für alle Menschen im Land Bunker geben müsse, in denen sie im Fall eines Atomangriffs Schutz finden würden. Doch wie gut ist das Land heute für eine allfällige nukleare Katastrophe gerüstet? "Gibt es angesichts der jüngsten Bedrohungen, wie sie etwa von Nordkorea ausgehen, irgendwelche Vorschläge für eine Revision der Gesetzgebung über die Schutzräume?" Woher kommen die Bedrohungen? Nordkoreas Regime in Pjöngjang versucht, eine Rakete mit einem nuklearen Sprengkopf zu entwickeln, welche das Festland der USA erreichen könnte. 50 Jahre nach der Unterzeichnung des Atomwaffen-Sperrvertrags (Nuclear Non Proliferation Treaty, NPT) 1968, gibt es weltweit noch immer etwa 10'000 Atomwaffen, 93% davon gehören den USA und Russland. Gleichzeitig kann eine nukleare Eskalation zwischen Indien und Pakistan nicht ausgeschlossen werden.  Diese Frage stellte Alex, der ...

  • Tradition ist stärker als Tierliebe

    Mi, 29 Nov 2017 09:00:00 GMT

    Die Schweiz hat als erstes Land der Welt die Batteriehaltung von Hühnern verboten. Doch der Import von Eiern aus Batteriehaltung ist weiterhin erlaubt. Auch Stopfleber, Froschschenkel, Pelze und geschächtetes Fleisch werden in die Schweiz importiert. Daran wird sich so bald nichts ändern: Ein Vorstoss für ein Importverbot wurde abgeschmettert. Es ging am Mittwoch in der kleinen Parlamentskammer um eine Grundsatzfrage: Darf man Produkte importieren, die auf eine Weise hergestellt wurden, die in der Schweiz verboten ist? Nein, findet Matthias Aebischer von der Sozialdemokratischen Partei (SP). Er verlangte mit einer Motion, dass tierquälerisch erzeugte Produkte nicht mehr in die Schweiz importiert werden dürfen. Als Beispiele nannte er Stopfleber, Froschschenkel oder Pelze. Die Motion sorgte für Wirbel: Nicht nur fühlten sich die Westschweizer vor den Kopf gestossen, für die der Genuss von Foie Gras (Stopfleber) – besonders an Weihnachten und Neujahr – eine "kulinarische ...

  • Die Kunst der Behördenbriefe

    Di, 28 Nov 2017 15:00:00 GMT

    Die Bundesverwaltung erhält täglich Post von Bürgern zu Themen aller Art: Die Palette reicht von Lob und Klagen über die Regierung bis hin zu persönlichen Problemen. Jeder Absender erhält eine Antwort. Die Anzahl von Briefen und E-Mails, die täglich in der Bundesverwaltung, in den Ministerien und zahlreichen Bundesämtern eingehen, wird statistisch nicht erfasst. Dies gilt auch für den Arbeitsaufwand, um diese Schreiben zu bearbeiten. Sicher ist nur: Täglich gehen eine Menge Schreiben ein, sowohl aus dem Inland als auch von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern. Allein die Auskunftsstelle der Bundeskanzlei hat in diesem Jahr pro Monat rund 85 Schreiben beantwortet, sagt der stellvertretende Kommunikationschef René Lenzin. Dazu kommen zahlreiche Briefe, die von anderen Verwaltungseinheiten der Bundeskanzlei beantwortet werden. Erstaunlicherweise überwiegt bei dieser Art der Korrespondenz selbst im digitalen Zeitalter immer noch die gute alte Briefpost. Gemäss geltender ...

  • Vom Sinn und Unsinn des Sparens

    Di, 28 Nov 2017 15:01:00 GMT

    Am Mittwoch beginnt in der grossen Parlamentskammer die Mammut-Debatte über das Bundesbudget 2018. Die Frage: Wie sehr soll gespart werden? Ein Blick auf die Budgets der letzten zehn Jahre zeigt, dass der Bund - mit einer Ausnahme – immer massiv besser abgeschlossen hat als veranschlagt. Macht Sparen so überhaupt Sinn?  + Mehr zur Schweiz als Weltmeisterin im Sparen Wenn man alle zehn Jahre zusammenzählt, so hatte der Bund Ende Jahr über 25 Milliarden mehr in der Kasse als veranschlagt wurde. Im Durchschnitt war das ein Plus von mehr als zweieinhalb Milliarden pro Jahr. Für Nationalrätin Margret Kiener Nellen von den Sozialdemokraten ist dies Grund genug, auf weitere Abbauprogramme beim Bundeshaushalt zu verzichten. "Es ist völlig ineffizient, diesen Zickzackkurs – runter beim Budget, dann rauf mit dem Überschuss – weiterzuführen. Eine Glättung ist für mich finanzpolitisch die grösste Dringlichkeit", betont sie. Der freisinnige Nationalrat Hans-Ulrich Bigler warnt jedoch: "Das ...

  • Je diskreter, desto besser

    Di, 28 Nov 2017 10:00:00 GMT

    Wie bleiben Erzfeinde im Kontakt? Die neutrale Schweiz hilft im Rahmen von Schutzmachtmandaten, den Gesprächsfaden nicht abreissen zu lassen. Tim Guldimann diente während seiner Zeit als Berns Botschafter im Iran als Kommunikationskanal zwischen den USA und dem Iran. Fünf Jahre lang, von 1999 bis 2004, übermittelte der heutige sozialdemokratische Nationalrat in Teheran als Schweizer Botschafter Nachrichten zwischen dem verfeindeten Iran und der USA. Washington hatte bereits 1979, nach der Geiselnahme von US-Diplomaten in Teheran, seine diplomatischen Beziehungen zur islamischen Republik abgebrochen und die Schweiz um Unterstützung gebeten. Seither gilt: Wann immer die USA mit dem Iran kommunizieren wollen, nehmen sie dafür den Umweg über Berner Diplomaten in Teheran und Washington. Ende Oktober unterzeichnete die Schweiz zudem ein gegenseitiges Schutzmachtmandat für den Iran und Saudi-Arabien. Warum die Eidgenossenschaft? "Weil die Schweiz vor allem im Zweiten Weltkrieg ...

  • Migranten gründen ihre eigenen Informationsplattformen

    Mo, 27 Nov 2017 14:51:00 GMT

    Kosovaren, Albaner und Eritreer kommen in den Schweizer Medien entweder als Täter oder Opfer vor. Die Newsplattform Albinfo und der Eritreische Medienbund arbeiten gegen diese Stereotypen an. Damit leisten sie einen Beitrag zur Integration und Vernetzung ihrer Diaspora-Communitys – bis die Vielfalt der Schweiz aber auch in den Medien abgebildet wird, ist es noch ein langer Weg. Der 34-jährige Eritreer Okbaab Tesfamariam sitzt im Studio der SRF-Sendung "Arena/Reporter". Er hat im Publikum Platz genommen und ist gut vorbereitet: Er hat vorgängig intensive Gespräche geführt, viel telefoniert und sich mit Whatsapp-Chats schlau gemacht. Insgesamt drei Arbeitstage lang haben sich er und sein Unterstützerteam für diesen Auftritt vorbereitet. "Wir können uns vielleicht gar nicht so recht vorstellen, wie es Leuten in anderen Umständen geht, die vielleicht auch übers Mittelmeer gekommen sind", erklärt Moderator Jonas Projer nach etwa der Hälfte der Sendung und fragt Ko-Moderatorin Christa ...

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