Das Neuste von unserem Partner swissinfo

  • Mädchen oder Junge? Kinder werden operiert, um ein Kästchen ankreuzen zu können

    Do, 19 Apr 2018 12:00:00 GMT

    Angeblich kommen 1 bis 2% aller Kinder intersexuell zur Welt. Oft bleiben sie ihr Leben lang in schmerzlichem Schweigen gefangen. Der Dokumentarfilm "Ni d’Ève, Ni d’Adam. Une histoire intersexe" von Floriane Devigne gibt ihnen nun eine Stimme.   Die Westschweizer Regisseurin Floriane Devigne hinterfragt in dem Film die etablierten Geschlechter-Normen, für welche die Gesellschaft manchmal bereit ist, sehr weit zu gehen. Der französisch-schweizerische Dokumentarfilm läuft im Rahmen des Wettbewerbs am Festival Visions du Réel in Nyon. Das Geheimnis der Intersexualität ist meist schwer zu ertragen. Das Tabu ist oft beklemmend, zerstörerisch. Floriane Devigne wirft mit ihrem Film ein Schlaglicht auf diese Varianten der sexuellen Entwicklung und gibt Betroffenen eine Stimme. Film führt zur Gründung eines Vereins Aus der Freundschaft zwischen verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten des Films und deren Umfeld ist der Verein InterAction, l'Association Suisse pour les ...

  • LSD, Cannabis, Kokain – soll das alles legal sein?

    Do, 19 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Heute vor 75 Jahren machte der Schweizer Pharmaforscher Albert Hofmann den ersten Selbstversuch mit der Droge LSD. swissinfo stellte in Winterthur die #Wochenfrage: Welche Droge würden Sie legalisieren? Als der Chemiker Albert Hofmann im April vor 75 Jahren für seinen Arbeitgeber Sandoz das LSD aus dem hochgiftigen Mutterkorn synthetisiert, nimmt er etwas von dem Wirkstoff durch die Haut auf und erlebt seinen ersten Trip. Neugierig geworden, unternimmt Hofmann drei Tage später, exakt heute vor 75 Jahren, einen ersten "kontrollierten" Selbstversuch.  Kurz nach der Einnahme befällt ihn Schwindel und ein Angstgefühl. Hofmann leidet unter Sehstörungen, Lähmungen und Lachreiz. Er bittet seine Laborantin, ihn mit dem Velo nach Hause zu begleiten. "Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen", hält der Chemiker in einem Protokoll fest. Die Laborantin erinnert sich dagegen ...

  • Mehr Männer über 50 werden Väter

    Mi, 18 Apr 2018 11:30:00 GMT

    Die Zahl der Männer über 50, die Väter werden, hat sich in der Schweiz in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Experten sehen in diesem Trend sowohl Vor- als auch Nachteile.  Im Jahr 1996 wurden 625 Babys geboren, deren Vater über 50 Jahre alt war. 2016 waren es nach Angaben des Bundesamtes für Statistik 1855. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil dieser Geburten an allen Geburten von 0,8% auf 2,2%. 2016 gab es 22 Fälle, in denen die frischgebackenen Väter gar 70 oder älter waren. Felix Häberlin, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, sagte gegenüber 20 Minuten: "Grund für diese Entwicklung ist vor allem die immer später stattfindende Familienplanung. Junge Frauen machen längere Ausbildungen und sind häufiger berufstätig, der Kinderwunsch wird erst später aktuell. Somit steigt auch das Alter der Väter an." 2016 lag das Durchschnittsalter einer Mutter bei der Geburt des ersten Kindes bei 31,8 Jahren, zwei Jahrzehnte zuvor lag es noch bei 29,5 Jahren.

  • Schweizer Comic-Kunst soll wiederaufleben

    Mi, 18 Apr 2018 09:00:00 GMT

    ​​​​​ Comics sind eine Schweizer Erfindung, aber der Markt war immer zu klein, um sich unabhängig zu behaupten. Das könnte sich bald ändern, dank einer florierenden Szene in Genf und einer riesigen und seltenen Comic-Sammlung, die die reiche Geschichte des Genres in der Schweiz ins Rampenlicht stellt. Cuno Affolter besitzt die grösste Comics-Sammlung in der Schweiz – und die zweitgrösste in Europa. Er gehört zu den ältesten Liebhabern dieses Genres und seine Sammlung in Lausanne soll bald für die Öffentlichkeit zugänglich werden. "Ein Comic ist heutzutage ein altes Medium", räumt er ein, als er seine Schatzkammer im unterirdischen Lagerbereich der Stadtbibliothek Lausanne öffnet: Stapel um Stapel von Comics finden sich hier, neue und alte, in verschiedenen Sprachen. Seltene Ausgaben des Untergrund-Comics Zap aus den späten 1960er-Jahren in perfektem Zustand liegen hier neben ersten Ausgaben von Tintin. Auch die Persiflage eines Abenteuers des belgischen Comics-Helden ist zu ...

  • "Schweizer Industrie hat starken Franken ausserordentlich gut überstanden"

    Di, 17 Apr 2018 14:00:00 GMT

    Diese Woche findet in Moutier im Kanton Bern eine der grössten Ausstellungen der Welt statt, die sich ausschliesslich den mikrotechnischen Produktionsmitteln SIAMS widmet. Ihr Direktor, Pierre-Yves Kohler, unterstreicht die unglaubliche Widerstandsfähigkeit der Schweizer Industriellen in einem schwierigen monetären Umfeld. Vom 17. bis 20. April präsentieren mehr als 450 Aussteller den rund 20'000 Besuchern aus über 40 Ländern ihre neuesten Innovationen im Zentrum des Jurabogens, dem Herzen der Schweizer Präzisionsindustrie. Im Unterschied zu den grossen Uhrenmessen gibt es hier keinen Platz für Glitzer und Topmodels: Die wahren Stars sind die Maschinen und die neueste Technologie. Und diese 16. Ausgabe von SIAMS scheint vielversprechend zu sein: Nach drei Jahren des Kampfes gegen den starken Franken können die Schweizer Industriellen endlich den Kopf über Wasser halten und wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken. swissinfo.ch: Kann man sagen, dass SIAMS für die ...

  • "Volksvermögen gehört nicht renditeorientierten Privaten"

    Di, 17 Apr 2018 09:30:00 GMT

    Staatsnahe Betriebe, die ganze Unternehmenseinheiten oder Teile ihres Vermögens an Private verkaufen, sorgen in der Schweiz für Aufsehen. Das ist ein Unding, sagt Jacqueline Badran im Interview mit swissinfo.ch. Die Nationalrätin der Sozialdemokratischen Partei SP kämpft an vorderster Front gegen diese "Veruntreuung von Volksvermögen". In einer modernen Gesellschaft braucht jede und jeder neben Wasser, Luft und Boden auch Strom, Bildung, Gesundheit, Post- oder Transportdienstleistungen. Die Nutzung dieser essentiellen Güter wurde in der Schweiz Staats- oder staatsnahen Betrieben übertragen. In jüngster Zeit häufen sich aber Meldungen, dass diese Betriebe Teile ihres Geschäfts oder Vermögens veräussern.  Letzten Monat verkaufte der grösste Schweizer Stromkonzern Alpiq sein Industriegeschäft für 850 Millionen Franken an den französischen Baukonzern Bouygues. Für Schlagzeilen sorgte auch, dass die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in den letzten zehn Jahren Grundstücke im Wert von ...

  • "Gipfeltreffen USA-Nordkorea in der Schweiz?"

    Di, 17 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Beim Treffen von Japans Premierminister Shinzō Abe und dem Schweizer Bundespräsidenten Alain Berset letzte Woche rückte die japanische Berichterstattung die Nordkorea-Krise in den Mittelpunkt. Die Schweiz hatte ihre Vermittler-Dienste proaktiv angeboten. Eine Presseschau aus Japan. NHK Online zitierte Japans Premier Abe mit den Worten: "Die internationale Ordnung steht vor grossen Herausforderungen. Darum ist es für uns umso wichtiger, mit einem Land wie der Schweiz, mit dem wir fundamentale Werte teilen, eng zusammenzuarbeiten." Im Anschluss an das Gipfeltreffen habe der Schweizer Bundespräsident Berset gesagt: "Um Sicherheit zu schaffen, müssen alle am Konflikt beteiligten Länder miteinander reden. Wir machen uns Gedanken, wie wir die Gespräche sinnvoll unterstützen können." Nach einer zweiten Pressekonferenz in Tokio, die Berset allein abhielt, titelte NHK: "Gipfeltreffen USA – Nordkorea in der Schweiz?" Dazu ein Zitat von Bundespräsident Berset: "Wir sind vorbereitet, falls ...

  • Kunst im Bombenkeller am Comicfestival Fumetto

    Mo, 16 Apr 2018 15:00:00 GMT

    Die Ausstellung "Shelter" in einem Bunker in Luzern dreht sich um Krisen und den menschlichen Umgang damit – und am Rande um Künstler, die nicht zu ihrer eigenen Ausstellung reisen können. "Ich weiss noch nicht, was ich von der Schweiz halten soll", sagt Mohamed Wahba. Sein Kollege, Ahmed Hossam, wird konkreter: "Luzern ist wunderschön. Aber so klein im Vergleich zu Kairo. Ich habe hier einen Buspass erhalten, aber bisher noch nicht benutzt", sagt er lachend. Es hat tatsächlich etwas Beschauliches, dieses Luzern, weit weg von allen Krisen der Welt.  Die Stadt sei ein perfektes Puppenhaus, stellt jemand aus unserer Gruppe fest, die gemeinsam in die Zivilschutzanlage Sonnenberg hinabsteigt. Es klingt nicht wie ein Kompliment. Tatsächlich kontrastiert die perfekt herausgeputzte Stadt, Objekt zahlloser Smartphone-Fotos, mit dieser Ausstellung. Der Ort dafür könnte passender nicht sein. Schon nach einigen Metern im Stollen stellt sich Beklemmung ein. Der riesige Bunker wurde in ...

  • Genf straft Populismus auf dem Buckel der Grenzgänger ab

    Mo, 16 Apr 2018 14:48:00 GMT

    Die Stimmbürgerinnen und -bürger von Genf haben bei den Kantonswahlen vom Wochenende rechtsnationalen Gruppen eine klare Abfuhr erteilt. Gewinner sind die traditionellen Parteien: Die Mittepartei FDP und die Grünen gewannen je fünf Sitze. Damit hat sich in Genf einen Trend bestätigt, der sich bereits in anderen Kantonen der französischsprachigen Westschweiz gezeigt hat. So in der Waadt, im Wallis und in Neuenburg. Die Niederlage der Rechtsnationalen, die im Grenzkanton insbesondere gegen die Grenzgänger aus Frankreich kämpfen, hatte der Politologe Pascal Sciarini vor einem Monat gegenüber swissinfo.ch vorausgesagt: Gleich drei rechtspopulistischen Gruppen, die um Wähler buhlten, riskierten, sich gegenseitig "zu kannibalisieren", wie der Professor an der Universität Genf gesagt hatte. "Spektakuläre Umkehr": So kommentiert die Zeitung Tribune de Genève das Verdikt. "Auffallend ist das bittere Scheitern der Genfer Bürgerbewegung (MCG) und der Schweizerischen Volkspartei (SVP).

  • Energiewende zieht die breite Öffentlichkeit an

    Mo, 16 Apr 2018 11:54:00 GMT

    Rund 6200 Personen haben am letzten Wochenende die Energissima in Bulle (Kanton Freiburg) besucht. Diese Ausstellung nachhaltiger Energie- und Technologielösungen beweist, dass das öffentliche Interesse an neuen Energien gross ist. Sie bietet auch eine Bestandesaufnahme der wichtigsten aktuellen Trends. Die Ausstellung Energissima hat einen langen Weg zurückgelegt. Sie wurde 2007 gegründet und musste nach der Ausgabe 2013, die nur 2300 Besucher anzog, aufgeben. Damals richtete sie sich fast nur noch an Profis. "Es war ein strategischer Fehler", gibt Gründer Pierre Schwaller zu. "Der Markt war dafür zu klein und brauchte keine solche Ausstellung."  "Ganz andere" Situation In diesem Jahr wurde Energissima neu lanciert – und fand den Weg zurück zum Erfolg. Dies lässt sich zum Teil damit erklären, dass sich die Ausstellung ans breite Publikum richtet. Die Organisatoren haben alles getan, um Familien anzuziehen, insbesondere mit 50 Aktivitäten und 20 Workshops für Kinder. Der Erfolg ...

  • Von der Königin des Baghwan zur Behindertenbetreuerin

    Mo, 16 Apr 2018 11:28:00 GMT

    Einst war sie die engste Vertraute des legendären Gurus Baghwan. Heute hat sich Sheela Birnstiel – alias Ma Anand Sheela – in der Schweiz eine neue Existenz als Betreuerin für Behinderte geschaffen. Ihren Ruf als mutmassliche Vordenkerin eines Bioterror-Anschlags in den USA hat sie hinter sich gelassen. Eine Homestory. Wer im Dorf Maisprach ankommt, befindet sich in der ländlichen Schweiz. Das gelbe Postauto, das ältere Frauen mit Einkaufstaschen und Schulkinder transportiert, die zum Mittagessen nach Hause zurückkehren, bringt mich in die Nähe des Dorfzentrums. Ein Schild an der Bushaltestelle zeigt den Weg nach Matrusaden, dem Behindertenheim von Sheela. Der Weg führt einer schmalen Strasse entlang durch grüne Felder und schlängelt sich bergauf zu einer kleinen Schlucht. Ein weiteres Matrusaden-Schild ragt aus einem Laub-Teppich hervor. Ich habe immer mehr Angst, die berüchtigte Sheela zu treffen. Sheelas Eintrag auf Wikipedia tut ihr keinen Gefallen: "Ma Anand Sheela (* 28.

  • Eine neue Strategie gegen Ebola und Grippe?

    So, 15 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Zum Eindämmen von Epidemien wird schnell zu aussergewöhnlichen Massnahmen gegriffen, etwa die Einstellung von Flugverbindungen eines Landes oder die Schliessung von Grenzen. Doch diese Strategie ist nicht immer die wirksamste. Sie könnte gemäss einer Schweizer Studie sogar negative Folgen für die Gesellschaft haben. "Es ist ein radikales Vorgehen nötig, um die Ausbreitung von Ebola ein für allemal zu unterbinden." Mit diesen Worten verteidigte der Chef der Task-Force Anti-Ebola in Sierra Leone, Ibrahim Ben Kargbo, im September 2014 den Entscheid, wonach die Einwohner seines Landes vier Tage lang ihre Häuser nicht verlassen durften. Die Massnahme war mit gewisser Skepsis aufgenommen worden. Und die Frage war aufgekommen, ob eine solche Verordnung nicht sogar einen Verstoss gegen die Menschenrechte darstellt. Inzwischen sind zusätzliche Fragen aufgetaucht – auch in Bezug auf die Effizienz dieser Massnahme. Zumindest bezweifelt Emanuele Massaro von der Eidgenössischen Technischen ...

  • Grüne Hänge hinunterrasen!

    Sa, 14 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Es braucht nicht immer Schnee, um auf Skis einen Hügel hinunterflitzen zu können. Grasskifahren an grünen Hängen kann ebenso viel Spass machen. Die Weltbesten schaffen Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h. Sie benützen Spezialskis, die Raupen wie Kettenfahrzeuge haben. Grasskifahren ist in der Schweiz nur an einigen wenigen Standorten möglich. Die regionalen Ausbildungszentren befinden sich in Bömmeli/Urnäsch (Kanton Appenzell Ausserrhoden), Goldingen (St. Gallen), Escholzmatt/Marbach (Luzern) und Acquarossa (Tessin). An diesen Orten finden auch die nationalen Wettbewerbe statt. Meistens messen sich die Grasskifahrer im Slalom, Riesenslalom und Super G. Die Schweiz gehört zusammen mit Österreich, Italien und Tschechien zu den Spitzenländern in dieser eigentümlichen Sportart. Das Grasskifahren wurde in den 1960er-Jahren in Deutschland erfunden, um den Athletinnen und Athleten zu ermöglichen, auch während schneefreien Zeiten zu trainieren. Es ist bis heute ein Nischensport ...

  • Wenn der Nationalrat das Bundesbüchlein nicht mehr versteht

    Fr, 13 Apr 2018 16:36:00 GMT

    Eine knappe und prägnante Sprache, überprüfbare Fakten und Emotionen – kurz: gutes Journalistenhandwerk. Damit sollen Junge in der Schweiz wieder für politische Themen gewonnen werden. Die Rezeptur stammt von Journalisten und Politikern, abgegeben an der easyvote-Jahrestagung in Bern. Dieser Beitrag ist Teil von #DearDemocracy, der Plattform für direkte Demokratie von swissinfo.ch. Hier äussern nebst internen auch aussenstehende Autoren ihre Ansichten. Ihre Positionen müssen sich nicht mit jener von swissinfo.ch decken. In der Schweiz stimmen die Bürger viermal im Jahr landesweit über Sachvorlagen ab. Dazu kommen viele Urnengänge auf kantonaler und lokaler Ebene. So kommt einiges zusammen: In seinem Leben geht ein aktiver Bürger in der Schweiz rund 1800 Mal ins Stimmlokal. Diese Zahl hat der Politikwissenschaftler Andreas Ladner einmal genannt. Etwa ein Fünftel davon sind nationale Urnengänge, je 40% entfallen auf kantonale und kommunale Abstimmungen, so der Professor an der ...

  • Die Einsteins der Welt versammeln sich in Genf

    Fr, 13 Apr 2018 15:00:00 GMT

    In Genf findet zurzeit die 46. Internationale Erfindermesse statt. Während vier Tagen können Erfinder aus aller Welt die Früchte ihrer Arbeit präsentieren und vor allem auf Möglichkeiten hoffen, ihre Entdeckungen zu vermarkten. Wie üblich findet die Messe im Palexpo in Genf statt, einem Gebäude in der Nähe des Genfer Flughafens, in der jeweils Grossveranstaltungen wie der Automobilsalon, die Buchmesse, Konzerte etc. stattfinden. Und natürlich ist auch die Internationale Erfindermesse ein grosses Ereignis - sogar das wichtigste seiner Art in der Welt. 2018 stellen 700 Erfinder aus 45 Ländern insgesamt tausend Erfindungen vor. Die Internationale Erfindermesse ist beliebt und verhilft den Ausstellern zu Visibilität: Im vergangenen Jahr kamen mehr als 30'000 Besucher (davon ca. 40% Berufsleute) und 650 Journalisten. Die Messe bietet Erfindern auch die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Geschäfte zu machen. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Ausstellerbefragung ergab, dass ...

  • "Alle Schweizer in Israel sollten sich jetzt registrieren"

    Fr, 13 Apr 2018 09:24:00 GMT

    Die Eskalation der Syrien-Krise tangiert auch Israel, wo 18 000 Auslandschweizer leben. Erich Bloch, der Vertreter der Auslandschweizer-Organisation vor Ort, befürchtet Konflikthandlungen und mahnt seine Landsleute, sich vorzubereiten. Die Zeichen stehen auf Krieg. Nach Drohungen der USA und Russlands in der Syrien-Krise waren zwar beide Atommächte bemüht, einen bewaffneten Konflikt abzuwenden. Doch die Raketendrohung von US-Präsident Donald Trump Richtung Syrien bleibt bestehen. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, betonte nach einem entsprechenden Tweet von Trump, es gebe Gespräche mit den Verbündeten Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Grossbritannien. Dazu kommt: Nach der Einnahme der letzten Bastion der Rebellen in Ost-Ghuta erwarten Beobachter nun auch, dass der syrische Machthaber Baschar al-Assad weitere Regionen ins Visier nimmt, insbesondere die Region Daraa in unmittelbarer Nähe zu Israel. "Die Befreiung von Ost-Ghuta bedeutet das Ende der Bedrohung von ...

  • Nimmt Rassismus in der Schweiz zu?

    Fr, 13 Apr 2018 07:00:00 GMT

    Wie erleben und beurteilen die Schweizer Rassismus? Und kommt er in der Schweiz oft vor? swissinfo stellte die #Wochenfrage in Bellinzona. Die Beratungsstellen für Rassismusopfer haben im Jahr 2017 301 Fälle von rassistischen Diskriminierungen registriert, 100 Fälle mehr als 2016. Doch gibt es in der Schweiz tatsächlich mehr Rassismus? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Der Anstieg bedeute nicht zwingend, dass der Rassismus im selben Mass zugenommen habe, steht im Bericht. Es könne auch sein, dass die Beratungsstellen bekannter geworden seien, zudem sei die Anzahl der Beratungsstellen gestiegen.  Auch die Menschen auf den Strassen von Bellinzona sehen es differenziert: In der Schweiz seien die Menschen Fremden gegenüber genauso skeptisch wie in anderen Ländern, sagt ein Passant. In der Arbeitswelt  würden  Schweizer besser behandelt als andere, meint eine andere. Und ein Befragter erzählt von einem afrikanischen Freund, der "von irgendwelchen Leuten wegen seiner dunklen ...

  • Müllheim – Gemeinde mit einem Staat im Dorf

    Fr, 13 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Eigene Währung, Staatsbürgerschaft, ein palastähnlicher Bau – und die Ablehnung des demokratischen Staates Schweiz: Im thurgauischen Müllheim betreibt ein erfolgreicher Unternehmer seinen eigenen Fantasie-Staat namens Avalon. Im Dorf nimmt das zwar niemand wahr. Dennoch: Die obskure Parallelstruktur ist keineswegs nur harmlos. Es könnte eine Kathedrale sein. Oder ein Tempel. So gewichtig, wie dieser grosse Klotz aus hellgrauem Stein in Müllheim steht, in diesem ländlichen Thurgauer Dorf.  Der Modelhof, wie das steinerne Rechteck mit der goldenen Figur über dem Eingang heisst, ist jedoch keine Kirche – wenn hier auch durchaus Leute mit demselben Glauben zusammenkommen: Er ist vielmehr die Materialisierung des Gedankengebäudes von Avalon. Ein Fantasie-Staat mit eigenen Münzen, einer Staatsbürgerschaft, für die ein geheimer Eignungstest bestanden werden muss.  Und mit einer klaren Haltung, was die demokratische Gesellschaft im Staat Schweiz betrifft: Ablehnung. Ausgerufen ...

  • Trotz neuer Regeln: Kühe leiden für "Schönheitsideale"

    Do, 12 Apr 2018 14:30:00 GMT

    Eine Kuhausstellung ist in der Schweiz ein Volksfest. Jeder will die schönste Kuh in den Ring führen, frisiert sie, cremt sie ein, bringt sie mit Sprays zum Glänzen. Doch dieses Jahr ist an der nationalen Holstein- und Red-Holstein-Ausstellung in Bulle Nervosität spürbar. Grund dafür sind neue Regeln, die zum Schutz der Kühe eingeführt worden sind. Anlass dazu gaben die riesigen Euter der Tiere, die an der Milchkuh-Ausstellung im Zentrum stehen: Besitzer dehnen die Melkzeiten aus und verkleben die Zitzen, damit keine Milch tropft. Doch eine Kuh, die zu lange nicht gemolken wurde, leidet. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Studie zeigt: Rund ein Viertel der an Ausstellungen getesteten Kühe wies Euter-Ödeme auf. Diese können schmerzhaft sein und sind ein sichtbares Indiz für überfüllte Euter. Neu kontrollieren Tierärzte seit Anfang Jahr bei jedem Wettbewerb die Euter der beiden erst platzierten Kühe direkt nach der Vorführung mit Ultraschall. Finden sie Ödeme, hat das je ...

  • Viktor Vekselberg: Der diskrete russische Oligarch in der Schweiz

    Do, 12 Apr 2018 13:00:00 GMT

    Der öffentlichkeitsscheue russische Milliardär Viktor Vekselberg sorgt wieder für Schlagzeilen, auf die er lieber verzichten würde. Vekselberg und seine Investmentgruppe Renova wurden auf eine Sanktionsliste der USA gesetzt – eine schlechte Nachricht für seine Schweizer Firmen. Um den Schweizer Industriepumpen-Hersteller Sulzer vor US-Sanktionen zu schützen, musste Viktor Vekselbergs Gruppe Renova ihre Beteiligung auf unter 50% reduzieren. Wegen Vekselbergs Engagement bei Sulzer kam es zu Kursverlusten. Auch Oerlikon und Schmolz + Bickenbach, die sich ebenfalls im Besitz der Renova befinden, blieben nicht verschont. Wer ist Viktor Vekselberg, und was genau hat er mit der Schweiz zu tun? Der Russe besitzt gegenwärtig mehr als 13 Milliarden Dollar (12,4 Milliarden Franken), was ihn laut Forbes zur neuntreichsten Person in Russland macht. Er schaffte es vom Altmetallhändler in Russland zum Besitzer der weltweit grössten Sammlung von Fabergé-Eiern. Auf dem Papier wohnt er in der ...

  • Steps bringt die Welt auf Schweizer Bühnen

    Do, 12 Apr 2018 10:30:00 GMT

    Steps feiert sein 30-jähriges Bestehen im Zeichen des Mutes. Künstler aus Europa, Asien und Afrika tanzen für das 1988 ins Leben gerufene Festival für zeitgenössischen Tanz. Ein Gespräch mit der künstlerischen Leiterin Isabella Spirig.  Die Zahlen sprechen für sich und spiegeln die Ambitionen des Migros-Kulturprozent-Tanzfestivals Steps, das alle zwei Jahre stattfindet. Bis zum 5. Mai treten zehn internationale und zwei lokale Tanzkompanien auf 36 Bühnen in 31 Schweizer Städten auf. Das italienisch-, deutsch- und französischsprachige Publikum kann Stücke von Künstlern aus Europa, Asien und Afrika bestaunen. Aus der Schweiz kommen zwei Vorstellungen: "Speechless Voices" von Cindy Van Acker und "Take Off!", das Bachelor Studenten und Studentinnen der beiden Hochschulen für darstellende Kunst vereint, La Manufacture in Lausanne, und die Zürcher Hochschule der Künste. Steps zieht ein sehr heterogenes Publikum an, das neugierig ist auf Neuheiten und Vielfalt. Für diese Ausgabe ...

  • Grenzgänger träumen noch immer von der Schweiz

    Do, 12 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Trotz Attacken populistischer Parteien gegen Grenzgänger in Genf ziehen die Schweizer Löhne nach wie vor Franzosen an. Manchmal kommen sie auf der Suche nach einer Stelle in der Schweiz von weit her. Der Traum entspricht aber nicht immer der Realität auf dem Arbeitsmarkt. "In Montpellier haben wir zwar Sonne, aber keine Arbeit", sagt Thibault Torres. Der Wartungstechniker hatte in der Produktion medizinischer Analysegeräte gearbeitet. Nachdem er aus wirtschaftlichen Gründen entlassen worden war, konnte er keine Stelle mehr finden. In seiner Verzweiflung entschied er sich, das milde Klima im Süden Frankreichs zu verlassen, um sein Glück auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zu versuchen. Seit zwei Wochen lebt er nun bei einer Freundin in Saint-Julien-en-Genevois, einer französischen Grenzgemeinde, und verschickt seine Bewerbungsunterlagen – bisher vergeblich. "Ich würde gerne in der Uhrenbranche arbeiten, denn ich liebe die schöne Mechanik. Aber alle Arbeitgeber verlangen entsprechende ...

  • Debatte um Schweizer Gedicht

    Mi, 11 Apr 2018 14:45:00 GMT

    Ist das Zensur? Oder das gute Recht der Hausherren? In Berlin wird ein Gedicht des renommierten Schweizer Poeten Eugen Gomringer an der Wand einer Hochschule überstrichen, weil Studierende es sexistisch finden. Der Dichter ist entsetzt, die Debatte aufgeheizt. Dabei begann alles einst ganz einmütig. 2011 brachte die Alice Salomon Hochschule im Osten Berlins das von ihr selbst gewählte "avenidas", ein frühes Werk Gomringers, in riesigen Lettern an ihre Fassade an. Es war damals auch eine Hommage an den mittlerweile 93-jährigen Künstler, der in jenem Jahr den Alice Salomon Poetik Preis erhalten hatte. Das Gedicht ist kurz, nur 20 Wörter lang. Frauen, Blumen und Alleen tauchen in verschiedenen Kombinationen auf. Den Schlusspunkt setzt ein "admirador", ein männlicher Bewunderer der Strassenszene. "avenidas" avenidas/avenidas y flores/flores/flores y mujeres/avenidas/avenidas y mujeres/avenidas y flores y mujeres y/un admirador Deutsche Übersetzung: Alleen/Alleen und ...

  • So wird ein Schweizer Düsenjet gebaut

    Mi, 11 Apr 2018 13:30:00 GMT

    Die Arbeit am neuen Businessjet des Schweizer Flugzeugherstellers Pilatus hat rund zwölf Jahre gedauert. Nun werden die ersten PC-24 an Kunden ausgeliefert. Ein Blick in die Montagehalle zeigt, wie der Jet gebaut wird. Der PC-24 ist das erste Düsenflugzeug, das Pilatus Flugzeugwerke herstellt. Je nach Ausbau bietet der Businessjet Platz für bis zu zehn Personen. Er hat eine Reichweite von 3600 Kilometern, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 815 km/h. Pilatus investierte mehr als 500 Millionen Franken in die Entwicklungs- und Fertigungsarbeiten in Stans im Kanton Nidwalden. Für die Firma ist es ein grosser Wurf: Das 17 Meter lange Geschäftsflugzeug ist der einzige Businessjet, der auch auf kurzen Sand- und Schotterpisten starten und landen kann. Die dafür benötigten 820 Meter seien ein Rekord in diesem Segment, so Pilatus. In diesem Jahr sollen 23 der 84 bestellten PC-24 an Kunden ausgeliefert werden. Das erste Flugzeug des Typs geht an das US-Luftfahrtunternehmen PlaneSense, das ...

  • Gemeindeversammlung: Drei, zwei, eins - Reportage!

    Mi, 11 Apr 2018 12:00:00 GMT

    Sie ist das Fundament der Schweizer Demokratie: die Gemeindeversammlung. Hier werden lokale Gesetze geboren, Regeln und Werte gefestigt. Doch sie ist in Gefahr – ihr kommen die Leute abhanden. swissinfo.ch geht dem Phänomen nach. Die Gemeindeversammlung: das tönt eher unsexy. Aber viele Schweizerinnen und Schweizer heben dort zum ersten Mal ihre Hände, sagen Ja oder Nein. "Bürger, die ihr Gemeinwesen selber bestimmen und verändern können – das ist eine hervorragende republikanische Idee", sagt der Schweizer Politikwissenschaftler Claude Longchamp. Die Gemeindeversammlung ist eine Besonderheit in der Schweizer Demokratie. Doch obwohl sie einen hohen Stellenwert in den Ortschaften geniesst, steckt diese Form der Volksversammlung in der Krise. Seit 30 Jahren wenden sich die Schweizer Bürgerinnen und Bürger von ihr ab - Tendenz weiter sinkend. Das swissinfo.ch-Team Sibilla Bondolfi, Renat Künzi, Marc-André Miserez und Thomas Kern ist dem Phänomen der Gemeindeversammlung ...

  • Armut trifft auch Schweizer Bevölkerung

    Mi, 11 Apr 2018 10:00:00 GMT

    Die Armut in der Schweiz bleibt ein Problem – trotz guter Wirtschaftslage. Der Anteil der von Armut betroffenen Personen stieg 2016 zum zweiten Mal in Folge auf mittlerweile 7,5%. Caritas Schweiz spricht von strukturellen Problemen. In der Schweiz haben 2016 rund 615'000 Personen unter Einkommensarmut gelitten. Während für die meisten Betroffenen Armut nur eine vorübergehende Erfahrung ist, gilt rund ein Prozent der Bevölkerung als dauerhaft arm. Im Vergleich zu 2015 stieg die Armutsquote der Bevölkerung in Privathaushalten von 7 auf 7,5%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt. 2014 lag dieser Anteil noch bei 6,7%. Für das BFS bewegt sich der Anstieg seither innerhalb des statistischen Schwankungsbereichs. Caritas fordert Massnahmen Anders als das BFS geht die Caritas von einer tatsächlichen Zunahme der Armut aus. Das Hilfswerk fordert deshalb in einer Stellungnahme Bund, Kantone und Gemeinden auf, dieser Entwicklung eine wirksame Armutspolitik entgegenzusetzen.

  • Die Senioren haben das Wort

    Mi, 11 Apr 2018 08:00:00 GMT

    Der 2001 gegründete Schweizerische Seniorenrat ermöglichte es, dass diesem wachsenden Bevölkerungsanteil Gehör geschenkt wird. Die Regierung muss ihn für alle Massnahmen anhören, die ältere Menschen betreffen. Seine Mitglieder verfügen zur Verteidigung ihrer Rechte über eine Plattform. Allerdings besteht noch kein Anlass zur Freude. "Früher entschieden die Politiker für die älteren Leute. Zwar bestanden verschiedene Rentner-Organisationen, jedoch kein Dachverband. Nun vertritt sie der Rat und kämpft für ihre Interessen bei der Bundesverwaltung, im Parlament und beim Bundesrat", sagt Michel Pillonel, einer der beiden Co-Präsidenten dieser föderativen Organisation. Der Schweizerische Seniorenrat (SSR) hat 200'000 Mitglieder, ist jedoch das Sprachrohr der 1,8 Mio. Schweizer Rentnerinnen und Rentner. Er sorgt sich um deren Würde, Lebensqualität und Beteiligung am gesellschaftlichen und politischen Leben, besonders im Zusammenhang mit sie betreffenden Entscheiden. Sein Leitmotiv: "Wir ...

  • Junge zeigen der Politik vermehrt die kalte Schulter

    Di, 10 Apr 2018 15:00:00 GMT

    Die Schweizer Jugend scheint immer mehr das Interesse an politischer Information zu verlieren. Gleichzeitig schwindet auch ihr Vertrauen in die Medien. Das zeigt eine Studie der jungen Polit-Plattform Easyvote. 51% der jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren in der Schweiz interessieren sich laut einer Studie der Polit-Plattform Easyvote nicht für die Schweizer Politik. 2016 waren es 47%, 2014 erst 40%. Easyvote, das den Schweizer Jugendparlamenten angegliedert ist, will diese Gruppe vermehrt zur Teilnahme animieren. Bei der internationalen Politik sieht die Bilanz etwas gemischter aus. Da nahm das Interesse 2016 sogar etwas zu, besonders während der Präsidentschaftswahlen in den USA. Seither ging das Interesse auch hier wieder zurück. Die dritte Easyvote-Studie wurde durch das Institut gfs.bern im Auftrag des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (DSJ) durchgeführt. Dazu wurden zwischen Oktober und November letzten Jahres 1271 Studierende aus verschiedenen Regionen der ...

  • Milliarden-Poker an den Schweizer Urnen

    Di, 10 Apr 2018 14:00:00 GMT

    Es ist ein ungewöhnlicher und äusserst heftiger Abstimmungskampf. Am 10. Juni entscheidet das Schweizer Stimmvolk über das neue Geldspielgesetz. Für die Befürworter fördert es das Gemeinwohl und schützt die Spieler vor Gefahren. Für die Gegner zensiert es das Internet und zementiert die Monopole der einheimischen Casinos. Auf dem Spiel stehen riesige Summen. Roulette, Black Jack, Poker: Diese und andere Geldspiele könnten die Schweizer Casinos auch online anbieten, falls das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) in Kraft treten würde. Es wurde vom Schweizer Parlament im vergangenen September verabschiedet. Wie bereits die realen Spieltische wären auch virtuelle Tische unter bestimmten Bedingungen bewilligungspflichtig. Der Zugang zu allen webbasierten Glücksspielangeboten ohne eine Konzession des Bundes würde gesperrt. Andererseits könnten Vereine, die zur Organisation grosser Lotterien und Sportwetten berechtigt sind, mit dem BGS neue Formen von Lotterien und Sportwetten ...

  • Segelboot soll Plastik aus Ozeanen fischen

    Di, 10 Apr 2018 12:00:00 GMT

    Der französisch-schweizerische Seefahrer Yvan Bourgnon hat einen riesigen Quadrimaran entwickelt, um die Ozeane von Plastikmüll zu reinigen. Das Solarboot mit dem Namen Manta wird diese Woche als Weltpremiere in Genf präsentiert. Jährlich werden fast 9 Millionen Tonnen Kunststoffe in die Ozeane gekippt. Allein im Nordpazifik erstreckt sich der gigantische Abfallteppich über mehr als 1,6 Millionen Quadratkilometer. Schweizer Erfinder in Genf Vom 11. bis 15. April findet die 46. Ausgabe der Internationalen Messe für Erfindungen in Genf statt. Mehr als 1000 Erfindungen und 800 Aussteller aus 40 Ländern sind an der Erfindermesse vertreten. Nebst dem Modellboot von Yvan Bourgnons, das ausserhalb des Wettbewerbs präsentiert wird, können Besucher zwei Erfindungen aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entdecken: ROVéo, ein auf allen Terrains sehr beweglicher Landroboter, sowie Dronistics, ein Liefersystem für kleine Pakete per Drohne. Drei weitere Schweizer ...

  • Vollgeld als umstrittenes Heilmittel gegen Finanzkrisen

    Di, 10 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Geld wird heute vor allem von privaten Banken geschaffen, und nicht von Zentralbanken, obwohl diese Meinung weit verbreitet ist. Doch führt dieses System nicht zu Spekulation und Finanzkrisen? Die Befürworter der "Vollgeld-Initiative" sind davon überzeugt. Sie wollen mit einer radikalen Reform des Geldsystems den Schweizer Bankenplatz stabilisieren. Doch für Regierung und Parlament handelt es sich um eine gefährliche Hochrisikostrategie. Die Eidgenössische Volksinitiative "Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)" wurde von Ökonomen, Finanzfachleuten und Unternehmern lanciert. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein stabileres Geldsystem zu verwirklichen. Die Initiative wurde im Nachgang zur grossen Finanzkrise lanciert, die vor 10 Jahren auch die Schweiz nicht verschonte. Regierung und Schweizerische Nationalbank mussten damals eingreifen, um die grösste Schweizer Bank, die UBS, zu retten. Die Befürworter der Initiative gehen von ...

  • Superprothesen und Realität

    Mo, 9 Apr 2018 14:43:00 GMT

    Dank Assistenzgeräten könnten Menschen bald beinahe übermenschliche Leistungen erbringen. Laut ETH-Professor Robert Riener gibt es allerdings dringendere Ziele als die Entwicklung von Supermenschen. Was bis vor kurzem als Vision beschrieben wurde, ist Wirklichkeit geworden: Die ersten selbsternannten "Cyborgs" [Mischwesen zwischen Mensch und Maschine, N.d.R.] liessen sich Chips in den Körper einpflanzen, um damit Türen zu öffnen und bargeldlos zu bezahlen. Die neusten robotischen Handprothesen ermöglichen sämtliche Griffarten und Fingerfertigkeiten. Parathleten treten mit ihren Lauf- und Sprungprothesen gegen die besten, nicht-beeinträchtigen Athleten an – und gewinnen. Und robotische Haustiere und sprechende humanoide Roboter sorgen für Aufheiterung in Pflegeheimen. "Im Vergleich zur heute verfügbaren Technologie ist unser Körper ein Wunderwerk." Medien prophezeien gar, dass die Hochtechnologie eine physiologische Erweiterung und Verbesserung ermöglicht, die alle ...

  • Was bringen UNO-Gespräche über Killerroboter?

    Mo, 9 Apr 2018 13:00:00 GMT

    Aktivisten, welche die Staaten überzeugen wollen, so genannte Killerroboter zu verbieten, geben sich vorsichtig optimistisch. Heute Montag beginnen am UNO-Hauptsitz in Genf die offiziellen Gespräche über die Zukunft autonomer Waffen. In dieser Woche treffen sich über 120 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im "Palais des Nations", um Expertengespräche über die künftigen Herausforderungen durch autonome Waffensysteme (AWS) fortzusetzen, die von Kritikern als "Killerroboter" bezeichnet werden. Seit 2014 haben sich Diplomaten, Abrüstungsexperten und zivilgesellschaftliche Gruppen im Rahmen des Übereinkommens über bestimmte konventionelle Waffen (CCW) fünfmal getroffen, um die vielfältigen ethischen, rechtlichen, operativen und technischen Herausforderungen solcher Systeme zu diskutieren. Die meisten Staaten anerkennen, dass Massnahmen erforderlich sind, um Bedenken bezüglich der Roboter auszuräumen. Sie scheinen sich aber in der Form zu unterscheiden. Die Länder sind sich zwar ...

  • Schweizer Blockchain-Plattform gibt Rohingya eine ID

    Mo, 9 Apr 2018 11:44:00 GMT

    Zusammen mit einer Nichtregierungs-Organisation will die Schweizer Plattform für digitale Identität, Procivis, 3,5 Millionen aus Myanmar vertriebene Rohingya identifizieren. Die Flüchtlinge sollen dank einer elektronischen ID Zugang zu grundlegenden Menschenrechten erhalten. Nach Angaben der Nichtregierungs-Organisation Rohingya-Projekt trug ein Erlass der myanmarischen Regierung (damals Burma) im Jahr 1982 zur Verschlimmerung der Lage der Rohingya bei. Dieser entzog der ethnischen Minderheit praktisch die Staatsbürgerschaft und schloss sie vom Besitz offizieller staatlicher Dokumente aus. Muhammad Noor ist Mitbegründer und Geschäftsführer des Rohingya-Projekts. "Als Rohingya weiss ich, was es bedeutet, einer staatenlosen Bevölkerung anzugehören. Für uns ist eine digitale Identität nicht einfach nur nett zu haben. Sie ist eine dringende Notwendigkeit. Hätte es diese Möglichkeit bereits 1982 gegeben, wäre unserem Volk viel erspart geblieben", wird er in einer gemeinsamen ...

  • Dem Geheimnis der Schweizer Löhne auf der Spur

    Mo, 9 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich hat die Ausgabe 2018 seines berühmten "Lohnbuches" veröffentlicht. Diese umfangreiche Studie ist ein guter Indikator für das Lohnniveau in der Schweiz. Es ist schwierig, einen genauen Überblick über die Gehälter zu bekommen. Für den gleichen Beruf können diese infolge verschiedener Kriterien wie Region, Geschlecht oder Ausbildungsstand sehr stark variieren. Aber mit rund 9400 Lohndaten aus dem ganzen Land liefert das "Lohnbuch" ein ziemlich repräsentatives Bild der in der Schweiz gezahlten Löhne. Ein kurzer Überblick in zehn Bildern. 1. Diplomat/in 2. Instruktions-Offizier/in 3. Grundschullehrer/in 4. Journalist/in 5. Hebamme 6. Maurer/in 7. Kleinkinder-Erzieher/in 8. Zimmerleute 9. Buchhändler/in 10. Taxifahrer/in Aus dem Ausland betrachtet, können sogar die bescheidensten Schweizer Gehälter Träume wachrufen. Aber die Lebenshaltungskosten sind in der Schweiz besonders hoch. Selbst mit ...

  • "Schweizer" Produkte sind in Nordamerika äusserst beliebt

    So, 8 Apr 2018 14:00:00 GMT

    In den USA und in Kanada verkaufen sich Taschen und Rucksäcke mit dem Schweizerkreuz drauf wie warme Wecken. Ein gewinnbringendes Geschäft mit der Swissness. Nur: Mit der Schweiz hat das allerdings herzlich wenig zu tun. In der Schweiz kennt man sie kaum, aber die Nordamerikaner reissen sich darum: Von Quebec bis Kalifornien sind Taschen, Rucksäcke und Koffer mit dem Schweizerwappen schwer angesagt und verkaufen sich unter Studierenden und Geschäftsleuten zu Zehntausenden. Das weisse Kreuz auf rotem Grund, das die Marken benutzen, verspricht Praxistauglichkeit und Robustheit. Die Marken nennen sich Swiss Gear, Swiss Travel Products, Alpine Swiss, Swisswin oder sogar Swiss Alps. Trotzdem wurde dieses Erfolgsgepäck weder in der Schweiz noch von Schweizern noch für Schweizer hergestellt. Die Gepäckstücke stammen meist aus Asien und werden fast ausschliesslich in Nordamerika vertrieben. Dieses spezielle Geschäft der "Schweizer Taschen" läuft über mehrere Zwischenhändler und zeigt ...

  • "In London habe ich alles vor meiner Haustüre"

    So, 8 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Ein Studium in einer Weltstadt garantiert Kontakte in die ganze Welt. Die 23-jährige Auslandschweizerin Janina Kauz könnte für ihr Studium der interkulturellen Kommunikation kaum einen besseren Ort als London ausgewählt haben. swissinfo.ch: Warum haben Sie die Schweiz verlassen? Janina Kauz: Ich bin zum Studieren nach London gezogen, weil es den Studiengang "Intercultural Communications in the Creative Industries" in der Schweiz nicht gibt. Das Studium hat im September 2017 begonnen, auf dieses Datum bin ich nach London gereist. Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten, unter anderem zum Gastland und über dessen Politik, sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken. Die ersten Monate waren spannend und aufregend, aber auch ermüdend. Obwohl London nicht so weit weg ist und uns nicht sehr fremd erscheint, hat man hier doch viele neue Eindrücke und muss sich an neue Begebenheiten gewöhnen. Das hat sich aber ...

  • Auf den Spuren von Louis de Boccard

    Sa, 7 Apr 2018 09:00:00 GMT

    Neugier und Glück haben den Lausanner Fotografen Nicolas Savary zu den Funden von Louis de Boccard geführt, der 1889 sein Zuhause in Freiburg verliess, um Südamerika zu erkunden. Eine Ausstellung würdigt den Schweizer Abenteurer. Es war ein Albatros, der das Leben von Louis de Boccard veränderte. Der erschöpfte Vogel fiel vom Himmel auf das Boot, das den jungen Mann nach Argentinien brachte, so der Mythos. Geboren am 8. Mai 1866 im schweizerischen Freiburg, war Louis de Boccard wie viele andere Schweizer damals ausgewandert. Er kam 1889 nach Argentinien und arbeitete zunächst in einer Käserei in der Provinz Buenos Aires. Ein Jahr später wurde er dank der Präparierung des unglücklichen Albatros' vom argentinischen Museum La Plata als anatomischer Kurator und Präparator eingestellt. Ein Haufen alter Briefe und eine Kamera Wir wissen das alles durch einen weiteren Zufall. Im Jahr 2010 entdeckte Nicolas Savarys Vater, ein Amateurhändler, bei der Hausräumung der Familie de ...

  • Schweizer Kunst in Paris im Scheinwerferlicht

    Fr, 6 Apr 2018 14:21:00 GMT

    In Paris hat die "Art Paris Art Fair" ihre Tore geöffnet. Im Zentrum der diesjährigen Kunstmesse im majestätischen Grand Palais an der Seine: Junge Gegenwartskunst aus der Schweiz. Bei Einbruch der Dunkelheit wird die Fassade des Grand Palais auf einmal lebendig: Füchse, Hirsche und Vögel ziehen vorbei. Dann fallen Schneeflocken vom Himmel, bevor eine grosse, rot-weiss karierte Tischdecke das gewaltige Bauwerk überzieht. Diese spektakuläre Projektion ist das Werk von Camille Scherrer, einer jungen Künstlerin aus den Bergen des Pays d'Enhaut im Kanton Waadt. Ihr  Werk ist geprägt von Schweizer Tradition und Folklore. Sie muss man sich merken Bei ihrem Auftritt in Paris wird Camille Scherrer von ihren Kollegen Alan Bogana aus dem Tessin und Yves Netzhammer aus Schaffhausen begleitet. Letzterer hat sich im Bereich Videokunst einen Namen gemacht. Ihre Präsenz an der Seine ist kein Zufall: Vom 5. bis 8. April fokussiert die "Art Paris Art Fair" auf die Schweiz. Im Grand Palais ...

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